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Öko-Produkte Trend geht zu Bio-Supermärkten

16.02.2001 ·  Vor allem in den Städten haben sich die Naturkostläden inzwischen zu richtigen Öko-Supermärkten entwickelt.

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Rund vier Milliarden Mark werden im Jahr in Deutschland für Öko-Lebensmittel ausgegeben. 35 Prozent davon landet in den Naturkostläden. Im konventionellen Einzelhandel nur etwa 24 Prozent. Dazu kommt der Direktverkauf mit 20 Prozent. Den Rest teilen sich Metzgerein, Reformhäuser und Bäckereien.

Vor allem in den Städten haben sich die Naturkostläden inzwischen zu richtigen Öko-Supermärkten entwickelt. Modernes Ladenkonzept, vielfältiges Angebot und große Verkaufsfläche sprechen eine breite Konsumentenschicht an. 20 solcher Biomärkte entstanden 1999, im vergangenen Jahr sogar 30. Der Trend wird sich fortsetzen. Einige Naturkosthändler betreiben mehrere Filialen. Dazu gehört Alnatura mit derzeit zehn Filialen. Das Unternehmen sucht auf seiner Homepage neue Ladenflächen für weitere Märkte. Ein deutlicher Hinweis auf die Marktentwicklung.

Erfolg in München

Sehr erfolgreich laufen die beiden Münchner Basic-Läden, mit riesiger Auswahl an Nahrungsmitteln, Kosmetikartikeln, Haushaltswaren und Vollwert-Imbiss. Der komplette Bedarf wird gedeckt. Das Konzept hat schon einige Nachahmer gefunden. Sieben solcher Läden gibt es inzwischen in München. In anderen Ballungsräumen Deutschlands werden ähnliche Geschäfte hochgezogen.

Einem ganzheitlichen Ansatz folgen ökologische Zentren wie die Initiative Regionalkaufhaus in Nürnberg oder das Ö - Welt der Lebensqualität in Hamburg. Projektfirmen bauen die sogenannten Living-Malls mit Geschäften, Öko-Institute und Vollwert-Restaurants.

Trend-Läden in London

In Italien und Großbritannien sind die Öko-Supermärkte schon weiter entwickelt. In London gibt es derzeit elf große Naturkost-Läden. Acht davon haben erst im vergangenen Jahr geöffnet. Neue Wege ging die Kette Fresh & Wild. Ihre fünf Filialen verbinden ökologisches Einkaufen und Essen mit Fitness-Studio und ganzheitlichem Lebensgefühl. Die Geschäfte sehen eher aus wie Bücherläden und sind individuell vom jeweiligen Manager eingerichtet.

24 Filialen in Italien

In Italien setzt der Marktführer Naturasi dagegen auf einheitliches Aussehen seiner 24 Filialen im ganzen Land. Bis Ende des Jahres sollen zehn neue Geschäfte eröffnet werden. Die Naturkostkette setzt auf Franchising. Der Manager wirtschaftet selbständig und muss nur einen Teil seines Profites an die Stammfirma abgeben.

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