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Weltglücksbericht : Norwegen ist das glücklichste Land der Welt

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Fußballfans mit geschminkten Gesichtern aus Norwegen, Dänemark, Island und der Schweiz (von oben links nach unten rechts) . Im Weltglücksbericht nehmen Norwegen, Dänemark, Island, die Schweiz und Finnland die ersten Plätze ein. Bild: dpa

Die glücklichsten Menschen der Welt leben im Norden Europas. Deutschland liegt im Ranking deutlich weiter hinten.

          Die glücklichsten Menschen leben in Norwegen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der „World Happiness Report“, der am Montag zum fünften Mal anlässlich des Weltglückstags der Vereinten Nationen (UN) erschienen ist. Die Norweger liegen damit vor den Dänen, die bislang den ersten Platz belegten, den Isländern und den Schweizern. Insgesamt gehören die nordischen Länder zu den glücklichsten. Deutschland ist auf Platz 16 von 155 untersuchten Ländern. In den Staaten südlich der Sahara sowie den Bürgerkriegsländern Syrien und dem Jemen sind die Menschen besonders unglücklich.

          Glückliche Länder seien jene, in denen es eine „gesunde Balance“ an Wohlstand, Vertrauen in die Gesellschaft und die Regierung sowie niedrige Ungleichheit gebe, sagte der Direktor des Lösungsnetzwerks für nachhaltige Entwicklung (SDSN), Jeffrey Sachs. Das SDSN wurde 2012 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Seitdem lassen die Forscher Menschen in der ganzen Welt jährlich bewerten, wie glücklich ihr Leben ist. Auf einer Skala von null bis zehn, auf der zehn das glücklichste mögliche Leben für den Befragten darstellt, erreicht Norwegen einen Durchschnittswert von 7,537. Der Wert des unglücklichsten Lands, der Zentralafrikanischen Republik, liegt nur bei 2,693, der Durchschnittswert aller untersuchten Länder bei 5,310.

          Erstaunlich für die Wissenschaftler: Norwegen hat die Top-Position trotz des schwächer werdenden Ölpreises und damit trotz geringerer Staatseinnahmen erobert. Das Land habe sich entschlossen, die Vorkommen nur langsam auszubeuten und die Gewinne in Zukunftsprojekte zu investieren. Dies gelinge nur, weil es in der Bevölkerung ein hohes Vertrauen, gemeinsame Ziele, Großzügigkeit und gute Regierungsführung gebe. Diese Schlüssel zum Glück haben die Forscher auch als die Kernvariablen identifiziert, die drei Viertel der Unterschiede in der Bewertung der glücklichsten und unglücklichsten Länder ausmachen. Diese Faktoren sind das Bruttoinlandsprodukt je Kopf, das soziale Umfeld – das heißt das Vorhandensein einer Person, auf die man in schwierigen Zeiten zählen kann –, die Lebenserwartung, Vertrauen – gemessen an wahrgenommenem Fehlen von Korruption in Regierung und Wirtschaft –, wahrgenommene Freiheit, um Lebensentscheidungen zu treffen sowie Großzügigkeit – gemessen an kürzlich getätigten Spenden. Die zehn glücklichsten Länder liegen in all diesen Aspekten an der Spitze.

          Am Beispiel Chinas (Platz 79) wird deutlich, dass steigende Einkommen und Glück nur bedingt zusammenhängen. „Die Menschen in China sind nicht glücklicher als vor 25 Jahren“, heißt es im Bericht – und das, obwohl sich das Bruttosozialprodukt seit Anfang der neunziger Jahre verfünffacht habe. Demgegenüber sei der Glücks-Index bis 2005 ständig gefallen und habe sich inzwischen wieder auf den Wert von 1990 erholt. Als Ursache sehen die Forscher steigende Arbeitslosigkeit und löchriger werdende soziale Netzwerke. Rezessive Glückswerte sieht die Studie trotz steigender Durchschnittseinkommen und eines wachsenden Bruttosozialprodukts auch in den Vereinigten Staaten: Das Land richte seinen Blick zu sehr auf Wirtschaftszahlen, heißt es in dem Bericht. Abnehmende Solidarität, Korruption, Misstrauen und ethnische Gegensätze wiesen aber auf eine wachsende soziale Krise.

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