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Normandie Feuer in französischem Atomkraftwerk

 ·  Nach einem Feuer im Reaktorgebäude ist das französische Atomkraftwerk „Penly 2“ in der Normandie abgeschaltet worden. Die Feuerwehr habe zwei kleinere Brände gelöscht, teilte der Stromkonzern EDF mit. Es habe keine Verletzten gegeben, die Anlage sei sicher.

Artikel Lesermeinungen (19)

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 07.04.2012 19:12 Uhr

klar ist die Anlage sicher

"....teilte der Stromkonzern EDF mit. Es habe keine Verletzten gegeben, die Anlage sei sicher." Die Rende is (auch) sischer... Sicher ist nur der nächste GAU.

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Harro Bessau
Harro Bessau (Monsun43) - 07.04.2012 14:07 Uhr

Wieso Atomschaden???

Es brannte doch lediglich eine Pumpe. Wieso sollen französiche AKW unsicherer als deutsche sein? Immerhin wurde deutschen AKW bei dem letzten Stresstest attestiert, daß ihre Meiler nichteinmal den Absturz eines Kleinflugzeuges schadlos überstehen könnten.

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Gerhard Storm

Ist das wirklich alles?

Der frz. Atomschaden erscheint nicht beunruhigend. Wenn das alles wäre, könnte man zur Tagesordnung übergehen. Aber ist das wirklich alles, oder nur die eher harmlose Spitze eines Eisberges? Bei so vielen Atomreaktoren, wie sie der frz. Staat hat, sollte, statistisch mit den dt. Störfällen verglichen - eine größere Zahl von Störungen bekannt werden. Denn mir ist nicht bekannt, dass die frz. Reaktoren sicherer sind als die dt., eher vermute ich das Gegenteil.

Vielleicht kann Fr. Merkel ihren frz. Kollegen Sarcozy bei der Wiederaufführung eines Finanzkrisengipfels vergewissern, ob alle Störfälle, vergleichbar mit obigem harmlosen, das closed shop der frz. Atommeiler verlassen dürfen.

Die Deutschen brauchten dann - vielleicht - weniger Angst vor todbringenden unsichtbaren Strahlen haben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.04.2012 12:16 Uhr
Klaus Ermecke

Die "todbringenden unsichtbaren Atomstrahlen"

Sind "Atomstrahlen" unsichtbar? Für das menschliche Auge ja. Aber Strahlung kann man leicht messen, das Meßgerät kann man - wäre da nicht die Brille - mit bloßem Auge ablesen. Man kann also leicht überprüfen, ob an einem bestimmten Ort nur eine geringe, eine mittlere oder eine hohe Strahlung vorhanden ist.
Etwas Strahlung ist überall, sie ist ein Teil der Natur. Allerdingsist diese Strahlung unterschiedlich hoch. In Deutschland ist sie besonders hoch im Südschwarzwald, und außerordentlich hoch ist sie in bestimmten Regionen Indiens, Brasiliens und insbesondere des Iran. Ginge es nach dem vorgeblichen Wissen der grünen "Experten", wären diese Regionen längst entvölkert, und Siechtum und schneller Tod müßten jeden treffen, der die Gegend von Ramsar (Iran, südlich des Kaspischen Meeres) auch nur betritt. Nur ist diese Meinung widerlegt falsch. Eine Reihe medizinischer Forschungsstudien zeigen in Ramsar keinerlei strahlungsbiologische Auffälligkeiten.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 06.04.2012 11:57 Uhr

Mal sehen ...,

wann es die Franzosen endlich einmal begreifen, dass es zur Atomnergie brauchbare Alternativen gibt. Haben sie nicht eine recht lange Atlantikküste, an der ein Windmühlenpark nach dem anderen entstehen könnte? Und könnten nicht in den Pyrenäen Pumpspeicherkraftwerke errichtet werden?
"Allons entfants ...!"

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.04.2012 22:15 Uhr
Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 07.04.2012 22:15 Uhr

Herr Sax,

dann bitte mal "Butter bei die Fische"und lassen Sie unangebrachte Polemik bitte mal außen vor: Rechnen Sie mal bitte aus, wieviel Windräder und Pumpspeicherkraftwerke Frankreich brauchen würde, um sein Energieproblem damit in den Griff zu bekommen. Und im Übrigen habe ich in meinem Kommentar lediglich darauf verwiesen, dass Frankreich enorme Möglichkeiten hat, sich selbst erneuerbare Energien zu beschaffen. Ich habe nicht gesagt, dass dieses ein völliger Ersatz der Atomenergie sein soll.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 07.04.2012 19:08 Uhr

Wiederholen macht es nicht wahrer, Herr Sax

Wie sinnvoll es ist, mit Strom zu heizen, ergiebt sich wenn man bedenkt dass Kohle und Gaskraftwerke Wirkungsgrade von unter 40% haben. Das heisst von einer Einheit chemischer Energie in Kohle bleiben 0,4 Einheiten übrig, danach kommt der Transport des Stroms. Effektiv gehen alsoetwa 70 % der Energie als Wärmeleistung durch den Kamin und in die Kupferkabel. Sehr schlau. Omas Kohleofen ist dagegen ein Wunder an energetischer Ausbeute. Klar heizen die Skandinavier mit Strom, weil die kaum wissen wohin mit Ihrer vielen Wasserkraft, da macht das auch Sinn. Bei uns in D ist das ökoNomischer (nicht l, n) Schwachsinn. In Frankreich auch, nur dass da eben der Staat den Strom subventioniert... hat der französischen Wirtschaft ja auch irre gut getan, wie man an den Wirtschaftszahlen sieht...Das die Isolation eines Hauses eine "komplexe Stromheizung" sein soll... wenn Sie meinen lol.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 07.04.2012 13:56 Uhr

@ Herr Diesig, sie sind gefangen in deutschen Denkstrukturen

Es ist kein Unsinn mit Strom zu heizen wenn das Ziel ist ausreichend Energie preiswert zu erzeugen. Genauso denken die Norweger und Schweden die fast ausschließlich mit Strom heizen, der vorwiegend aus Wasserkraft gewonnen wird. Wenn man natürlich etwa 50% Steuern für den Strom verlangt wie bei uns und nicht einen verträglichen Anteil wie in Frankreich, was noch lange keine Subvention ist, muss man wegen Energiemangel wie hier in Deutschland die Elektroheizungen verbieten. Überlegen sie mal wieviele Investitionskosten französische Bauherren sparen, wenn sie ihre Wohnungen und das Brauchwasser mit Strom heizen. Nichts ist preisgünstiger wie eine Stromheizung. Das Ziel der Franzosen ist preiswerten Strom für ihre Bürger bereitzustellen und das macht sie immun unseren ganzen Ökoschwachsinn nachzumachen weil das für die Bevölkerung unbezahlbar wird. Bei uns hier werden die Häuser isoliert, und die Stromwärmepumpe ist derzeit in. Letzlich ist das auch eine etwas komplexere Stromheizung.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 07.04.2012 11:53 Uhr

Vorschlag?

Also bevor ich meinen Vorschlag äussere - einen grösseren Unsinn als mit Strom zu heizen gibt es gar nicht, dass ist etwa so als würden Sie sich einen Ferrari kaufen um Ihren Sperrmüll um die Ecke zu fahren. Aber subventionierter Atomstrom (die Subventionsmechanismen haben Sie ja teils selbst genannt, keine Umlage der Netzkosten und Steuerbefreieung, dazu noch kostenlose Abnahme des Atommülls und Erforschung der Technologien) macht diesen Unsinn halt möglich. Vorschlag: Effiziente Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke und Aufbau von Wind, Geothermie, Biomasse (auf Holz und Güllebasis) sowie Desertec. Im Übriges finde ich es lustig zu sagen "Zu der Sicherheit der 59 Französischen Kernkraftwerke kann ich mich mangels Informationen nicht äußern." - denn eins ist sicher, mit dem Westwind sind beim nächsten GAU niicht mehr so ganz unbeteiligt fein raus...

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 06.04.2012 23:08 Uhr

@ Till Diesing

Zu der Sicherheit der 59 Französischen Kernkraftwerke kann ich mich mangels Informationen nicht äußern. Die Franzosen brauchen im Schnitt pro Kopf auch nicht mehr Strom als die Deutschen, obwohl die kWh dort nur die Hälfte, also 12 Cent kostet. Nur im Winter verbrauchen sie mehr weil 80% aller Haushalte umweltfreundlich mit Strom heizen. Die Stromerzeugung ist übrigens etwa gleich teuer wie in Deutschland, denn 1 Megawatt kostet auch dort um die 50€. Da Netz und Kraftwerke einer einzigen Firma, also der EDF gehören und weder hohe Netzentgelte noch Konzessionsabgaben und 50% Steuern wie bei uns anfallen, ist der Strom auch ohne Subventionen billiger.
Bez. des Vorschlags von Herr Stauf Frankreich mit Windräder und Pumpspeicherwerke zu versorgen, wies ich nur darauf hin dass dies technisch unrealisierbar ist. Ich bin nicht unbedingt ein Freund der Atomkraft. Aber wenn man sie verteufelt, sollte man auch eine funktionierende Alternative haben. Haben sie da einen Vorschlag? Dann nurzu.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 06.04.2012 19:50 Uhr

@ Herr Sax

Konkret: klassische Mechanik und Dreisatz statt Differentialgleichungen und Permutationsrechnung. Abgesehen davon ist der Strombedarf der Franzosen aus einem einfachen Grund so immens: subventionierter Atomstrom nach dem Prinzip: wird schon gut gehen. Bis halt so ein Brand mal ausser Kontrolle gerät und dummerweise die Kettenreaktion durchgeht. Mässig schlau, Kraftwerke zu bauen, die bei Ausfall von Sicherheitssystemen automatisch zum GAU führen. Reichen IHRE Physikkentnisse dazu aus, dies weiter zu diskutieren (nachdem Sie Herrn Stauf diese Kenntnisse ja absprechen)?

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 06.04.2012 18:58 Uhr

Wären sie ein Physiker

mit Mathematikkenntnissen, würden sie vermutlich bevor sie hier eine Stellungnahme abgeben, zuvor einfach mal etwas rechnen. Die Datenbasis zum Strombedarf der Franzosen im Winter wenn in Frankreich alle Elektroheizungen laufen, finden sie im Internet. Dazu kommt noch die windstille Zeit in der für etwa 2 Wochen der Strom gespeichert werden müsste. Das Ergebnis der Anzahl der Windräder und die Größe und Wasserfallhöhe der Pumpspeicherbecken würden sie so schockieren, dass sie zu diesem Thema niemals mehr in der FAZ etwas posten würden.

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Philippe Jaeck

Versprochene Sicherheit?

Und das in einem der über 400 sichersten KKW der Welt!

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.04.2012 19:10 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 07.04.2012 19:10 Uhr

Tja

es gab halt noch keinen GAU. Fukushima und Tschernobyl waren nur laue Lüftchen, es sind jeweils nur Bruchteile des Inventars von wenigen Reaktoren des jeweiligen KKWs freigesetzt worden. Wenn es mal so richtig kracht, dann wird es lustig. Die Frage ist nicht ob, die Frage ist wann.

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Marc Webber
Marc Webber (Badrek) - 07.04.2012 15:10 Uhr

welche halben verseutchten Kontinente meinen Sie?

Mir sind durchaus einige Regionen bekannt die unbewohnbar sind durch atomare Unfaelle, aber welche halben Kontinente denn konkret???

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Harro Bessau
Harro Bessau (Monsun43) - 07.04.2012 14:17 Uhr

Halbe Kontinente für Jahrtausende unbewohnbar?

Meines Wissens nach erfreuen sich Hiroshima und Nagasaki trotz zweier Atombombenabwürfe vor einem halben Jahrhundert eines regen großstädtischen Lebens. Also lassen Sie mal die Kirche im Dorf.

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Klaus Ermecke

Herr Diesing, Ihre Behauptungen ...

... halten einem Faktencheck oft nicht stand! In Fukushima hat es im Jargin der Grünbewegten einen "Multi-SuperGAU" gegeben, mit zehn beschädigten und vier zerstörten Reaktoren, und das unter katastrophalen Rahmenbedingungen, die Hilfeleistung von außen in den ersten Tagen extrem erschwerten. Und was ist passiert? Ein Gebiet von der Größe eines kleinen deutschen Landkreises mußte vorübergehend evakuiert werden, und die Hälfte dieser Zone hätte man schon im Juni letzten Jahren bedenkenlos wieder freigeben können. In unserer Studie "Das deutsche Fukushima-Desaster" können Sie die wichtigsten Hintergründe nachlesen.
Sie haben sich in einem früheren Beitrag als "Promovierter Chemiker" bezeichnet. Dann verhalten Sie sich bitte wie ein Wissenschaftler und beschränken sich auf Aussagen, die Sie auch geprüft haben. Besonders, wenn Sie sie mit einem apodyktischen Unterton vortragen wollen.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 06.04.2012 23:38 Uhr

Herr Sax

ein Auto oder ein Flugzeug töten ein paar hundert Menschen. Ein GAU macht halbe Kontinente für Jahrtausende unbewohnbar. "mehrfache Redundanz"? Fukushima, Tschernobyl, Harrisburg... der nächste GAU kommt bestimmt. Da können Sie so viel redundieren wie Sie wollen.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 06.04.2012 19:13 Uhr

Bitte die Nerven behalten, dann schläft man besser

Aus einer heißgelaufen Pumpe lief Öl heraus das sich entzündete und für Rauchentwicklung sorgte. Was glauben sie denn wie oft sowas rein statistisch in Industriebetrieben unseres Landes passiert. Vermutlich mehrere 100 mal pro Tag. Von all dem hört man natürlich nichts aber wenn es in einem AKW das mehrere Hundert Pumpen hat auch mal passiert, dann flattern die Nerven derer die keine Ahnung von Technik haben. Versprochene Sicherheit gibt es nicht. Es gibt nur die technisch höchstmögliche Sicherheit, und die Ausfallwahrscheinlichkeit eines technischen Aggregates kann man berechnen. Ein AKW wie auch sehr viele technische Anlagen und das gilt auch für Flugzeuge ist so konstruiert, dass der Ausfall eines Aggregates mit Ersatzsystemen in mehrfacher Redundanz überbrückbar ist. Das wird immer wieder durchgespielt und auch berechnet. Wer dieser Strategie keinen Glauben schenkt, soll bitte kein Auto und Zug betreten und auch kein Flugzeug besteigen. Versprochene Sicherheit gibt es nicht.

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