05.04.2012 · Nach einem Feuer im Reaktorgebäude ist das französische Atomkraftwerk „Penly 2“ in der Normandie abgeschaltet worden. Die Feuerwehr habe zwei kleinere Brände gelöscht, teilte der Stromkonzern EDF mit. Es habe keine Verletzten gegeben, die Anlage sei sicher.
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"....teilte der Stromkonzern EDF mit. Es habe keine Verletzten gegeben, die Anlage sei sicher." Die Rende is (auch) sischer... Sicher ist nur der nächste GAU.
Es brannte doch lediglich eine Pumpe. Wieso sollen französiche AKW unsicherer als deutsche sein? Immerhin wurde deutschen AKW bei dem letzten Stresstest attestiert, daß ihre Meiler nichteinmal den Absturz eines Kleinflugzeuges schadlos überstehen könnten.
Der frz. Atomschaden erscheint nicht beunruhigend. Wenn das alles
wäre, könnte man zur Tagesordnung übergehen. Aber ist das
wirklich alles, oder nur die eher harmlose Spitze eines Eisberges? Bei
so vielen Atomreaktoren, wie sie der frz. Staat hat, sollte,
statistisch mit den dt. Störfällen verglichen - eine
größere Zahl von Störungen bekannt werden. Denn mir ist
nicht bekannt, dass die frz. Reaktoren sicherer sind als die dt., eher
vermute ich das Gegenteil.
Vielleicht kann Fr. Merkel ihren frz. Kollegen Sarcozy bei der
Wiederaufführung eines Finanzkrisengipfels vergewissern, ob alle
Störfälle, vergleichbar mit obigem harmlosen, das closed shop
der frz. Atommeiler verlassen dürfen.
Die Deutschen brauchten dann - vielleicht - weniger Angst vor
todbringenden unsichtbaren Strahlen haben.
Die "todbringenden unsichtbaren Atomstrahlen"
Sind "Atomstrahlen" unsichtbar? Für das menschliche Auge
ja. Aber Strahlung kann man leicht messen, das Meßgerät kann
man - wäre da nicht die Brille - mit bloßem Auge ablesen. Man
kann also leicht überprüfen, ob an einem bestimmten Ort nur
eine geringe, eine mittlere oder eine hohe Strahlung vorhanden ist.
Etwas Strahlung ist überall, sie ist ein Teil der Natur.
Allerdingsist diese Strahlung unterschiedlich hoch. In Deutschland ist
sie besonders hoch im Südschwarzwald, und außerordentlich
hoch ist sie in bestimmten Regionen Indiens, Brasiliens und insbesondere
des Iran. Ginge es nach dem vorgeblichen Wissen der grünen
"Experten", wären diese Regionen längst
entvölkert, und Siechtum und schneller Tod müßten jeden
treffen, der die Gegend von Ramsar (Iran, südlich des Kaspischen
Meeres) auch nur betritt. Nur ist diese Meinung widerlegt falsch. Eine
Reihe medizinischer Forschungsstudien zeigen in Ramsar keinerlei
strahlungsbiologische Auffälligkeiten.
wann es die Franzosen endlich einmal begreifen, dass es zur Atomnergie
brauchbare Alternativen gibt. Haben sie nicht eine recht lange
Atlantikküste, an der ein Windmühlenpark nach dem anderen
entstehen könnte? Und könnten nicht in den Pyrenäen
Pumpspeicherkraftwerke errichtet werden?
"Allons entfants ...!"
Herr Sax,
dann bitte mal "Butter bei die Fische"und lassen Sie
unangebrachte Polemik bitte mal außen vor: Rechnen Sie mal bitte
aus, wieviel Windräder und Pumpspeicherkraftwerke Frankreich
brauchen würde, um sein Energieproblem damit in den Griff zu
bekommen. Und im Übrigen habe ich in meinem Kommentar lediglich
darauf verwiesen, dass Frankreich enorme Möglichkeiten hat, sich
selbst erneuerbare Energien zu beschaffen. Ich habe nicht gesagt, dass
dieses ein völliger Ersatz der Atomenergie sein soll.
Wiederholen macht es nicht wahrer, Herr Sax
Wie sinnvoll es ist, mit Strom zu heizen, ergiebt sich wenn man bedenkt dass Kohle und Gaskraftwerke Wirkungsgrade von unter 40% haben. Das heisst von einer Einheit chemischer Energie in Kohle bleiben 0,4 Einheiten übrig, danach kommt der Transport des Stroms. Effektiv gehen alsoetwa 70 % der Energie als Wärmeleistung durch den Kamin und in die Kupferkabel. Sehr schlau. Omas Kohleofen ist dagegen ein Wunder an energetischer Ausbeute. Klar heizen die Skandinavier mit Strom, weil die kaum wissen wohin mit Ihrer vielen Wasserkraft, da macht das auch Sinn. Bei uns in D ist das ökoNomischer (nicht l, n) Schwachsinn. In Frankreich auch, nur dass da eben der Staat den Strom subventioniert... hat der französischen Wirtschaft ja auch irre gut getan, wie man an den Wirtschaftszahlen sieht...Das die Isolation eines Hauses eine "komplexe Stromheizung" sein soll... wenn Sie meinen lol.
@ Herr Diesig, sie sind gefangen in deutschen Denkstrukturen
Es ist kein Unsinn mit Strom zu heizen wenn das Ziel ist ausreichend Energie preiswert zu erzeugen. Genauso denken die Norweger und Schweden die fast ausschließlich mit Strom heizen, der vorwiegend aus Wasserkraft gewonnen wird. Wenn man natürlich etwa 50% Steuern für den Strom verlangt wie bei uns und nicht einen verträglichen Anteil wie in Frankreich, was noch lange keine Subvention ist, muss man wegen Energiemangel wie hier in Deutschland die Elektroheizungen verbieten. Überlegen sie mal wieviele Investitionskosten französische Bauherren sparen, wenn sie ihre Wohnungen und das Brauchwasser mit Strom heizen. Nichts ist preisgünstiger wie eine Stromheizung. Das Ziel der Franzosen ist preiswerten Strom für ihre Bürger bereitzustellen und das macht sie immun unseren ganzen Ökoschwachsinn nachzumachen weil das für die Bevölkerung unbezahlbar wird. Bei uns hier werden die Häuser isoliert, und die Stromwärmepumpe ist derzeit in. Letzlich ist das auch eine etwas komplexere Stromheizung.
Vorschlag?
Also bevor ich meinen Vorschlag äussere - einen grösseren Unsinn als mit Strom zu heizen gibt es gar nicht, dass ist etwa so als würden Sie sich einen Ferrari kaufen um Ihren Sperrmüll um die Ecke zu fahren. Aber subventionierter Atomstrom (die Subventionsmechanismen haben Sie ja teils selbst genannt, keine Umlage der Netzkosten und Steuerbefreieung, dazu noch kostenlose Abnahme des Atommülls und Erforschung der Technologien) macht diesen Unsinn halt möglich. Vorschlag: Effiziente Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke und Aufbau von Wind, Geothermie, Biomasse (auf Holz und Güllebasis) sowie Desertec. Im Übriges finde ich es lustig zu sagen "Zu der Sicherheit der 59 Französischen Kernkraftwerke kann ich mich mangels Informationen nicht äußern." - denn eins ist sicher, mit dem Westwind sind beim nächsten GAU niicht mehr so ganz unbeteiligt fein raus...
@ Till Diesing
Zu der Sicherheit der 59 Französischen Kernkraftwerke kann ich mich
mangels Informationen nicht äußern. Die Franzosen brauchen im
Schnitt pro Kopf auch nicht mehr Strom als die Deutschen, obwohl die kWh
dort nur die Hälfte, also 12 Cent kostet. Nur im Winter verbrauchen
sie mehr weil 80% aller Haushalte umweltfreundlich mit Strom heizen. Die
Stromerzeugung ist übrigens etwa gleich teuer wie in Deutschland,
denn 1 Megawatt kostet auch dort um die 50€. Da Netz und Kraftwerke
einer einzigen Firma, also der EDF gehören und weder hohe
Netzentgelte noch Konzessionsabgaben und 50% Steuern wie bei uns
anfallen, ist der Strom auch ohne Subventionen billiger.
Bez. des Vorschlags von Herr Stauf Frankreich mit Windräder und
Pumpspeicherwerke zu versorgen, wies ich nur darauf hin dass dies
technisch unrealisierbar ist. Ich bin nicht unbedingt ein Freund der
Atomkraft. Aber wenn man sie verteufelt, sollte man auch eine
funktionierende Alternative haben. Haben sie da einen Vorschlag? Dann nurzu.
@ Herr Sax
Konkret: klassische Mechanik und Dreisatz statt Differentialgleichungen und Permutationsrechnung. Abgesehen davon ist der Strombedarf der Franzosen aus einem einfachen Grund so immens: subventionierter Atomstrom nach dem Prinzip: wird schon gut gehen. Bis halt so ein Brand mal ausser Kontrolle gerät und dummerweise die Kettenreaktion durchgeht. Mässig schlau, Kraftwerke zu bauen, die bei Ausfall von Sicherheitssystemen automatisch zum GAU führen. Reichen IHRE Physikkentnisse dazu aus, dies weiter zu diskutieren (nachdem Sie Herrn Stauf diese Kenntnisse ja absprechen)?
Wären sie ein Physiker
mit Mathematikkenntnissen, würden sie vermutlich bevor sie hier eine Stellungnahme abgeben, zuvor einfach mal etwas rechnen. Die Datenbasis zum Strombedarf der Franzosen im Winter wenn in Frankreich alle Elektroheizungen laufen, finden sie im Internet. Dazu kommt noch die windstille Zeit in der für etwa 2 Wochen der Strom gespeichert werden müsste. Das Ergebnis der Anzahl der Windräder und die Größe und Wasserfallhöhe der Pumpspeicherbecken würden sie so schockieren, dass sie zu diesem Thema niemals mehr in der FAZ etwas posten würden.
Und das in einem der über 400 sichersten KKW der Welt!
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.04.2012 19:10 UhrTja
es gab halt noch keinen GAU. Fukushima und Tschernobyl waren nur laue Lüftchen, es sind jeweils nur Bruchteile des Inventars von wenigen Reaktoren des jeweiligen KKWs freigesetzt worden. Wenn es mal so richtig kracht, dann wird es lustig. Die Frage ist nicht ob, die Frage ist wann.
welche halben verseutchten Kontinente meinen Sie?
Mir sind durchaus einige Regionen bekannt die unbewohnbar sind durch atomare Unfaelle, aber welche halben Kontinente denn konkret???
Halbe Kontinente für Jahrtausende unbewohnbar?
Meines Wissens nach erfreuen sich Hiroshima und Nagasaki trotz zweier Atombombenabwürfe vor einem halben Jahrhundert eines regen großstädtischen Lebens. Also lassen Sie mal die Kirche im Dorf.
Herr Diesing, Ihre Behauptungen ...
... halten einem Faktencheck oft nicht stand! In Fukushima hat es im
Jargin der Grünbewegten einen "Multi-SuperGAU" gegeben,
mit zehn beschädigten und vier zerstörten Reaktoren, und das
unter katastrophalen Rahmenbedingungen, die Hilfeleistung von
außen in den ersten Tagen extrem erschwerten. Und was ist
passiert? Ein Gebiet von der Größe eines kleinen deutschen
Landkreises mußte vorübergehend evakuiert werden, und die
Hälfte dieser Zone hätte man schon im Juni letzten Jahren
bedenkenlos wieder freigeben können. In unserer Studie "Das
deutsche Fukushima-Desaster" können Sie die wichtigsten
Hintergründe nachlesen.
Sie haben sich in einem früheren Beitrag als "Promovierter
Chemiker" bezeichnet. Dann verhalten Sie sich bitte wie ein
Wissenschaftler und beschränken sich auf Aussagen, die Sie auch
geprüft haben. Besonders, wenn Sie sie mit einem apodyktischen
Unterton vortragen wollen.
Herr Sax
ein Auto oder ein Flugzeug töten ein paar hundert Menschen. Ein GAU macht halbe Kontinente für Jahrtausende unbewohnbar. "mehrfache Redundanz"? Fukushima, Tschernobyl, Harrisburg... der nächste GAU kommt bestimmt. Da können Sie so viel redundieren wie Sie wollen.
Bitte die Nerven behalten, dann schläft man besser
Aus einer heißgelaufen Pumpe lief Öl heraus das sich entzündete und für Rauchentwicklung sorgte. Was glauben sie denn wie oft sowas rein statistisch in Industriebetrieben unseres Landes passiert. Vermutlich mehrere 100 mal pro Tag. Von all dem hört man natürlich nichts aber wenn es in einem AKW das mehrere Hundert Pumpen hat auch mal passiert, dann flattern die Nerven derer die keine Ahnung von Technik haben. Versprochene Sicherheit gibt es nicht. Es gibt nur die technisch höchstmögliche Sicherheit, und die Ausfallwahrscheinlichkeit eines technischen Aggregates kann man berechnen. Ein AKW wie auch sehr viele technische Anlagen und das gilt auch für Flugzeuge ist so konstruiert, dass der Ausfall eines Aggregates mit Ersatzsystemen in mehrfacher Redundanz überbrückbar ist. Das wird immer wieder durchgespielt und auch berechnet. Wer dieser Strategie keinen Glauben schenkt, soll bitte kein Auto und Zug betreten und auch kein Flugzeug besteigen. Versprochene Sicherheit gibt es nicht.