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Neujahr Nicht immer friedlich: Silvesterfeiern weltweit

 ·  In Deutschland verlief die Neujahrsnacht weitgehend friedlich. In New York beschützten Scharfschützen die Feiernden aus Furcht vor Anschlägen.

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Zitter-Party im eiskalten Berlin: Rund eine Million Menschen haben trotz Temperaturen bis zu minus acht Grad auf Deutschlands größter Silvesterparty fröhlich das Jahr 2003 begrüßt. Punkt Mitternacht erleuchteten rund 1.800 Raketen den sternenklaren Himmel über dem Brandenburger Tor. Schon Stunden zuvor hatten mehrere hunderttausend Besucher die 2,5 Kilometer lange Festmeile entlang des Boulevards Unter den Linden und der Straße des 17. Juni erobert.

Rund um den Globus wurden viele große Silvesterfeiern wie in Sydney, Paris und New York aus Angst vor Terroranschlägen von starken Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Bei einem schweren Unglück mit Feuerwerkskörpern kamen in Mexiko mehr als 35 Menschen ums Leben.

Ruhige Silvesternacht in Deutschland

Nicht nur in Berlin, auch in anderen deutschen Großstädten sprachen die Behörden von einer ruhigen Silvesternacht. Am Hamburger Hafen feierten knapp 10 000 Menschen friedlich ins neue Jahr. In München versammelten sich Tausende am Friedensengel, auf der Leopoldstraße und auf dem Olympiaberg, um das farbenfrohe Spektakel am Himmel zu verfolgen. Zehntausende Menschen rutschten auf den Kölner Rheinbrücken in das neue Jahr. Die Arbeit der Feuerwehr und Polizei beschränkte sich meist darauf, kleinere Brände zu löschen und Rangeleien zu beenden.

Aus Angst vor Terroranschlägen schützten starke Polizeiaufgebote die Silvesterfeiern in den Welt-Metropolen. In Sydney wurde das Hafengelände für den Verkehr gesperrt. Dennoch kamen rund eine Million Menschen an die berühmte Harbour Bridge, um das neue Jahr mit einer Friedensbotschaft zu begrüßen. Das diesjährige Feuerwerk stand unter dem Motto „Die Welt in Gemeinschaft“.

New York: New Year mit Scharfschützen

In New York feierte rund eine Million Menschen am Times Square ins neue Jahr. Mehrere tausend Polizisten bewachten den berühmten Platz, Scharfschützen postierten sich auf den Dächern. Zuvor waren sämtliche Briefkästen und Mülleimer entfernt und Gullydeckel verschweißt worden, damit dort keine Bomben versteckt werden konnten.

In Paris begrüßten rund 500 000 Menschen auf den festlich erleuchteten Champs-Élysées das neue Jahr. Im Großraum Paris und im elsässischen Straßburg wurden bei den Feiern und Krawallen mehr als 120 Menschen verletzt. Insgesamt wurden in Frankreich mindestens 400 Autos in Brand gesteckt. Im verregneten London wurde traditionell eher ruhig und mit wenig Feuerwerk in das neue Jahr gefeiert, das mit zwölf Glockenschlägen von Big Ben eingeläutet wurde.

Auch politische Proteste

In Spanien wurden die Neujahrsfeiern von der Ölpest an der Atlantikküste getrübt. Viele der Tausenden, die sich in der Madrider Innenstadt zum Feiern versammelten, trugen aus Protest gegen das Krisenmanagement der Regierung Transparente mit der Aufschrift „Nunca máis“ (galicisch für: „Nie wieder“).

Indonesien richtete die zentrale Silvesterparty auf der Insel Bali aus, wo im Oktober fast 200 Menschen bei einem Terroranschlag getötet worden waren. Die indonesische Präsidentin Megawati Sukarnoputri nahm persönlich an der Feier mit dem Motto „Keine Gewalt“ teil. In der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur wurden die beiden Petronas
Towers - die mit 452 Metern höchsten Türme der Welt - unter besondere Bewachung gestellt. Im indischen Teil Kaschmirs und im Westjordanland wurden die Silvesterfeiern von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei überschattet.

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01.01.2003, 17:37 Uhr

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