Home
http://www.faz.net/-gum-43rx
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Neujahr Nicht immer friedlich: Silvesterfeiern weltweit

In Deutschland verlief die Neujahrsnacht weitgehend friedlich. In New York beschützten Scharfschützen die Feiernden aus Furcht vor Anschlägen.

© AP Vergrößern Weltweit feierten Menschen den Beginn des Jahres 2003

Zitter-Party im eiskalten Berlin: Rund eine Million Menschen haben trotz Temperaturen bis zu minus acht Grad auf Deutschlands größter Silvesterparty fröhlich das Jahr 2003 begrüßt. Punkt Mitternacht erleuchteten rund 1.800 Raketen den sternenklaren Himmel über dem Brandenburger Tor. Schon Stunden zuvor hatten mehrere hunderttausend Besucher die 2,5 Kilometer lange Festmeile entlang des Boulevards Unter den Linden und der Straße des 17. Juni erobert.

Rund um den Globus wurden viele große Silvesterfeiern wie in Sydney, Paris und New York aus Angst vor Terroranschlägen von starken Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Bei einem schweren Unglück mit Feuerwerkskörpern kamen in Mexiko mehr als 35 Menschen ums Leben.

Ruhige Silvesternacht in Deutschland

Nicht nur in Berlin, auch in anderen deutschen Großstädten sprachen die Behörden von einer ruhigen Silvesternacht. Am Hamburger Hafen feierten knapp 10 000 Menschen friedlich ins neue Jahr. In München versammelten sich Tausende am Friedensengel, auf der Leopoldstraße und auf dem Olympiaberg, um das farbenfrohe Spektakel am Himmel zu verfolgen. Zehntausende Menschen rutschten auf den Kölner Rheinbrücken in das neue Jahr. Die Arbeit der Feuerwehr und Polizei beschränkte sich meist darauf, kleinere Brände zu löschen und Rangeleien zu beenden.

silvesterfrankfurt2 © dpa Vergrößern Die Skyline mit Frankfurter Bankentürme verschwindet im Dunst des Feuerwerks

Aus Angst vor Terroranschlägen schützten starke Polizeiaufgebote die Silvesterfeiern in den Welt-Metropolen. In Sydney wurde das Hafengelände für den Verkehr gesperrt. Dennoch kamen rund eine Million Menschen an die berühmte Harbour Bridge, um das neue Jahr mit einer Friedensbotschaft zu begrüßen. Das diesjährige Feuerwerk stand unter dem Motto „Die Welt in Gemeinschaft“.

New York: New Year mit Scharfschützen

In New York feierte rund eine Million Menschen am Times Square ins neue Jahr. Mehrere tausend Polizisten bewachten den berühmten Platz, Scharfschützen postierten sich auf den Dächern. Zuvor waren sämtliche Briefkästen und Mülleimer entfernt und Gullydeckel verschweißt worden, damit dort keine Bomben versteckt werden konnten.

In Paris begrüßten rund 500 000 Menschen auf den festlich erleuchteten Champs-Élysées das neue Jahr. Im Großraum Paris und im elsässischen Straßburg wurden bei den Feiern und Krawallen mehr als 120 Menschen verletzt. Insgesamt wurden in Frankreich mindestens 400 Autos in Brand gesteckt. Im verregneten London wurde traditionell eher ruhig und mit wenig Feuerwerk in das neue Jahr gefeiert, das mit zwölf Glockenschlägen von Big Ben eingeläutet wurde.

Auch politische Proteste

In Spanien wurden die Neujahrsfeiern von der Ölpest an der Atlantikküste getrübt. Viele der Tausenden, die sich in der Madrider Innenstadt zum Feiern versammelten, trugen aus Protest gegen das Krisenmanagement der Regierung Transparente mit der Aufschrift „Nunca máis“ (galicisch für: „Nie wieder“).

Indonesien richtete die zentrale Silvesterparty auf der Insel Bali aus, wo im Oktober fast 200 Menschen bei einem Terroranschlag getötet worden waren. Die indonesische Präsidentin Megawati Sukarnoputri nahm persönlich an der Feier mit dem Motto „Keine Gewalt“ teil. In der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur wurden die beiden Petronas
Towers - die mit 452 Metern höchsten Türme der Welt - unter besondere Bewachung gestellt. Im indischen Teil Kaschmirs und im Westjordanland wurden die Silvesterfeiern von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei überschattet.

Quelle: @mg

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Pflanzen für Kenner Von wegen lila Veilchen

Die Gattung Viola steht symbolisch für eine Farbe, die sie meist gar nicht hat. Das ist nicht das einzige Missverständnis. Mehr Von Sonja Kastilan und Jörg Albrecht

24.05.2015, 09:00 Uhr | Wissen
Jahreswechsel Hunderttausende feiern am Brandenburger Tor

Zur größten Silvesterfeier des Landes kamen fast eine Million Menschen. Mehr

01.01.2015, 11:20 Uhr | Gesellschaft
Conchita Wurst Die Queen of Disziplin

Vor einem Jahr siegte Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest – mit Bart und großer Geste. Was hat das mit ihr gemacht? Wir haben sie jetzt, kurz vor dem ESC 2015, in Wien getroffen. Mehr Von Peter-Philipp Schmitt, Wien

20.05.2015, 15:41 Uhr | Gesellschaft
Polizei in Calgary ermittelt Mann wird auf Silvesterparty in Kanada erschossen

Bei einer Silvesterparty in der kanadischen Stadt Calgary wurde ein Mensch erschossen und sechs weitere verletzt. Mehr

02.01.2015, 11:16 Uhr | Gesellschaft
Zweite Bundesliga So feiern die Lilien den Aufstieg

Nicht nur die Spieler und Betreuer von Darmstadt 98 sind nach dem Bundesliga-Aufstieg rundum zufrieden: Die Polizei lobt das Verhalten der Fans, der Oberbürgermeister lädt zum Empfang. Mehr Von Rainer Günther Hein, Darmstadt

24.05.2015, 20:44 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2003, 17:37 Uhr

Ann Sophie Eine gute Verliererin

Ann Sophie kann schon wieder Witze über ihr Abschneiden beim ESC machen, Gene Simmons plaudert aus dem Nähkästchen, und Maggie Gyllenhaal wird mit seltsamer Begründung für eine Rolle abgelehnt – der Smalltalk. Mehr 5

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden