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Veröffentlicht: 01.01.2010, 20:18 Uhr

Neujahr 2010 Ein neues Jahrzehnt

Millionen Menschen weltweit haben bei Festen unter freiem Himmel ins neue Jahr gefeiert. In Berlin strömten Hunderttausende auf die Festmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. Weniger friedlich wurde in Hamburg gefeiert, dort errichteten Randalierer Straßenbarrikaden.

© AP Berlin

Mit spektakulären Feuerwerken und riesigen Freiluft-Partys haben Millionen Menschen auf der ganzen Welt das neue Jahrzehnt eingeläutet. Auf der größten Silvesterparty Deutschlands am Brandenburger Tor in Berlin ließen nach Angaben der Veranstalter fast eine Millionen Menschen die Sektkorken knallen. Erstmals seit zwei Jahrzehnten stand in der Nacht des Jahreswechsels ein „Blue Moon“ am Himmel, der zweite Vollmond eines Monats.

Bei frostigen Temperaturen und Schneefall stießen hunderttausende Menschen im Herzen Berlins auf das Jahr 2010 an. Um Mitternacht erhellte ein zehnminütiges Feuerwerk den Nachthimmel über der mehr als zwei Kilometer langen Festmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule, die etwas schwächer besucht war als im Vorjahr. Die Silvesternacht verlief in der Bundeshauptstadt nach Angaben der Polizei friedlich und ohne größere Zwischenfälle. Auch die Feuerwehr in Frankfurt am Main sprach von einer „der ruhigsten Silvesternächte seit Jahren“.

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Während beim großen Feuerwerk an den Hamburger Landungsbrücken rund 35 000 Besucher friedlich ins neue Jahr feierten, errichteten rund 200 Randalierer in St. Pauli Straßenbarrikaden. Die Polizei musste sie mit zwei Hundertschaften abdrängen. Vor dem Untersuchungsgefängnis Holstenglacis versammelten sich ebenfalls etwa 200 teils gewaltbereite Menschen. Sie bewarfen die Polizei mit Böllern, die daraufhin die Versammlung beendete.

Ein neues Jahrzehnt Berlin © AP Bilderstrecke 

In der St.-Pauli-Hafenstraße schoben die Randalierer Müllcontainer auf die Straße und warfen Abfall auf die Fahrbahn. Anschließend zündeten sie alles an. Die Polizei ordnete sie dem linken Spektrum zu. Festnahmen gab es keine.

In Paris versammelten sich rund 70.000 Menschen am Trocadero-Platz nahe des Eiffelturms, der mit einer funkelnden Licht-Ton-Schau aufwartete. Das Spektakel endete mit einem feuerwerkartigen Aufleuchten des Wahrzeichens, das im vergangenen Jahr 120 Jahre alt geworden war. Auf der Pariser Prachtmeile Champs-Elysées feierten derweil 200.000 Menschen in das neue Jahr.

Auch in anderen europäischen Metropolen strömten Menschenmassen zu den öffentlichen Feiern. In London erleuchtete ein Großfeuerwerk an der Themse das Riesenrad „London Eye“, das mehr als 200.000 Menschen gebannt verfolgten. In Moskau drängten sich 120.000 Menschen auf dem Roten Platz, in Warschau besuchten rund 90.000 Menschen ein Open-Air-Konzert zur Erinnerung an den im Sommer verstorbenen Popstar Michael Jackson. In Spanien, das die EU-Ratspräsidentschaft von Schweden übernahm, waren die Wahrzeichen von mehreren Städten im Blau der EU-Flagge angestrahlt.

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen stießen die Menschen auf dem Times Square in New York auf den Jahreswechsel an. Auf dem Platz mit den vielen bunten Leuchtreklamen im Herzen Manhattans wurde traditionell eine Glitzerkugel über den Köpfen der Feiernden herabgelassen. Am Mittwoch war der Times Square wegen eines verdächtigen Fahrzeugs vorübergehend geräumt worden - was sich aber als Fehlalarm herausstellte.

Bereits am Donnerstagnachmittag europäischer Zeit hatten rund 1,5 Millionen Menschen in Sydney das neue Jahr begrüßt. Von der Harbour Bridge und vier Barkassen auf dem Wasser wurden rund 4500 Kilo Feuerwerkskörper abgeschossen, die die Millionenstadt zwölf Minuten lang in bunte Farben tauchten. Weniger friedlich verlief der Jahreswechsel auf den Philippinen, wo bei Krawallen und Unfällen mit Feuerwerkskörpern mindestens fünf Menschen starben.

Papst Benedikt XVI. rief die Christen in aller Welt zum Jahresausklang zu Solidarität mit Menschen in Not auf. Der Papst erinnerte bei der Vesper im Petersdom am Donnerstag an die Familien, die unter der Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit litten.

Quelle: FAZ.NET

 

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