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Neue Studie In Deutschland wird mehr fixiert, als notwendig wäre

 ·  Schätzungsweise 400 000 Menschen werden täglich in Pflegeheimen an Bett und Rollstuhl gefesselt oder mit Bettgittern am Aufstehen gehindert. Einer Studie zweiter deutscher Universitäten zufolge sind viele Fälle davon vermeidbar.

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Michael Muscholl

Das ist doch alles total unbezahlbar

Das Gejammere über die Zustände in den Pflegeheimen kann ich nicht mehr hören. Als Arzt komme ich regelmäßig in Pflegeheime und kenne die Zustände zur genüge- Sie sind nur zu verbessern, wenn man mehr Personal einstellt, das die alten Menschen pflegt. Von einer Beschäftigungsmassnahme wie singen, malen, vorlesen spazierengehen will ich gar nicht reden. Wer das will soll sagen was er bezahlen will und wer es machen soll. Die jungen Leute, die das machen könnten, gibt es nämlich nicht- nirgens in Europa!
Deshalb wird es eher schlechter- sicher nicht besser.

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Simon Bruenler

Deutschland deine Pflegeheime...

Ich kann nur jedem empfehlen, daß er einmal mindestens einen Monat in einem Pflegeheim arbeitet. Danach wird er allerdings vermutlich das Problem haben, daß er das Schicksal Pflegeheim seinen Eltern (und vor allem sich selbt) wenn irgend möglich ersparen will.
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Ich habe es selbst erlebt: Da werden Menschen die durchaus noch folgerichtigen Denkens mächtig sind kurzerhand für dement erklärt oder Rollstühle in derartig großen Zeitabständen gesäubert, daß man sich unwillkürlich fragt ob das Personal seinen Geruchssinn an der Garderobe abgibt (abgesehen von den Menschen die auf einem solchen Gefährt zu sitzen kommen).
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Dabei dürfte das Personal häufig selbst unter der Situation leiden. Aus Schilderungen betroffenen Personals läßt sich entnehmen, daß all zu oft nach der indirekten Vorgabe "Satt, sauber, trocken!" gehandelt wird bzw. werden muß.
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Die Würde des Menschen ist unantastbar? Leider nicht überall in Deutschland.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 23.05.2012 22:13 Uhr

Die Hauptursache liegt in der Personalbemessung m.E.

Das Bettgitter ggf nur die Fallhöhe steigern ist ja nichts neues. Die Matratze auf dem Boden ist auch keine neue Idee, ist aber ggf wegen der Wirbelsäulenbelastung für die Mitarbeiter unbeliebt und stößt bei Angehörigen auf Verwunderung. Zugegeben hier hilft Aufkärung.
Die guten Ideen ändern aber an der Pesonal(mangel)situation nichts. Ich befürchte das die Situation noch schlechter wird. Ich sehe die Gefahr das zunehmend Mitarbeiter mit akad. Ausbildung Krankenhäuser und Pflegeheime bevölkern UND gleichzeitig geringqualifizierte Mitarbeiter eingestellt werden. Die Diplompflegewirte und andere gehen in die Leitung, der "Kunde" wird von der Person mit der einjährigen Ausbildung versorgt. Die bisherigen Mitarbeiter mit mindest. 3-Jähriger Ausbildung(ohne Zusatzqualifikation) werden vermutlich weniger werden. Der Durchschnitt der Qualifikation wird m.E. künftig eher sinken.
Ich denke auch das "die Pflege" als Berufsstand bei Verdi zu kurz kommt und das dies Teil des Problems ist.

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