10.10.2006 · Der Iraner Nawid Ali-Abbassi fühlt sich als Weltbürger. Integration ist für ihn kein Problem.
Von Nicolas WolzNawid Ali-Abbassi wurde vor 20 Jahren in Berlin geboren. Seine Eltern waren 1979 aus Iran nach Deutschland gekommen. Integration, sagt der Sohn eines Architekten, sei für ihn nie ein Problem gewesen. Zum einen lebe er in Berlin in einer Stadt, in der „Multi-Kulti“ etwas Normales sei. Zum anderen fühle er sich als Angehöriger der aus Iran stammenden, dort aber geächteten Religionsgemeinschaft der Baha'i ohnehin als „Weltbürger“.
Denn eine der wichtigsten Regeln seines Glaubens sei es, die ganze Menschheit als Einheit zu betrachten. „Nicht integriert sind doch die, die nicht akzeptieren können, daß alle Menschen gleich sind.“ Ziel seines Studiums an der EBS soll es sein, „Wirtschaft und soziales Engagement miteinander zu verbinden“. Das kann Nawid sich am ehesten bei einer nichtstaatlichen Organisation vorstellen. Möglicherweise werde er aber nach seinem Abschluß in Oestrich-Winkel zunächst noch Politikwissenschaft studieren.