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Nashörner Sechsstellige Beträge für die tonnenschweren Jagdtrophäen

15.10.2004 ·  Der Nashorn-Bestand ist in den meisten Regionen klein bis bedroht. In Südafrika hat sich jedoch gezeigt, daß gezielter Handel mit lebenden Tieren die Population deutlich vergrößern kann.

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„Bei den Diskussionen zu den Anträgen Namibias und Südafrikas zum Handel von Nashörnern wurde klar, daß auf dieser Konferenz auch geschachert wird“, berichtet Jenni Glaser vom WWF Deutschland. Beide Länder hätten immer wieder beteuert, man könne ihnen den Handel durchaus zugestehen. Schließlich wurde beschlossen, daß Namibia und Südafrika jährlich fünf Spitzmaulnashörner (Südafrika hatte den Abschuß von zehn Tieren beantragt) zum Abschuß freigeben dürfen.

Für eine solche Trophäe zahlen Großwildjäger bis zu sechsstellige Dollarbeträge. Allerdings sichern beide Regierungen zu, die Erlöse in die Rettung ihrer noch immer kleinen Bestände (etwa 1100 in Namibia, rund 1000 in Südafrika) zu investieren. Dem Antrag Swasilands, ihre Breitmaulnashorn-Population (etwa 60 Tiere) aus dem Anhang I in den Anhang II herunterzustufen, wurde ebenfalls stattgegeben. Allerdings wird Swasiland damit nur der Handel mit lebenden Tieren zu geeigneten und anerkannten Zielorten erlaubt.

Zudem dürfen Nashörner auch erlegt werden, eine Zahl wurde allerdings nicht vorgeschrieben. Schon Mitte der neunziger Jahre hatte Südafrika mit Erfolg den gleichen Antrag gestellt. Seither ist die Zahl der südafrikanischen Breitmaulnashörner (Foto) kontinuierlich gestiegen: mittlerweile sind es rund 11.000 Tiere.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2004, Nr. 241 / Seite 9
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