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Nasa-Fotos : Vom Himmel, hell und klar

  • -Aktualisiert am

Erleuchtete Metropolen: Europa macht die Nacht zum Tag. Bild: REUTERS

Verner Suomi würde staunen: Die Bilder aus dem nach ihm benannten Satelliten ergeben in der Zeitreihe ein Bild der nächtlichen Erde, wie es schöner kaum sein könnte.

          Der Mensch scheint auch ein weitgehend nachtaktives Wesen zu sein. Sogar vom Weltraum aus ist das nicht zu übersehen. Vor allem auf der Nordhalbkugel der Erde fallen die Lichtquellen auf, die gelegentlich regional die Nacht zum Tage machen. Die großen Städte bilden gar Lichtermeere, erstaunlich klar treten auf den Aufnahmen aber auch Fischereiflotten im Chinesischen Meer zutage: Mit grellen Lampen werden die Meeresbewohner an die Wasseroberfläche gelockt, wo sie den Fischern ins Netz gehen.

          Diesen Befund haben die Wissenschaftler schon vor vierzig Jahren auf Bildern der militärischen amerikanischen Wettersatelliten (DMSP) entdeckt. An diese Bilder kamen sie aber nur schwer heran, wenn sie die Ausbreitung von Waldbränden oder das Tänzeln der Polarlichter systematisch studieren wollten. Mit den Bildern des Tag/Nacht-Sensors an Bord des im Oktober vergangenen Jahres gestarteten Satelliten Suomi NPP, der von der Nasa, der amerikanischen Meeres- und Atmosphärenbehörde NOAA und vom amerikanischen Verteidigungsministerium gemeinsam (NPP = National Polar-orbiting Partnership) betrieben wird, hat sich das geändert.

          Die Nachtaufnahmen des nach dem finnischen Weltraummeteorologen Verner Suomi benannten Satelliten, die für jede Region am frühen Morgen um 1.30 Uhr Ortszeit entstehen, sind sechsmal so „scharf“ und 250 Mal so lichtstark wie die Bilder der DMSP-Satelliten. Aus Bildstreifen vom April und vom Oktober ist jetzt ein durch seine Klarheit bestechendes Abbild der Erde entstanden, dessen Details oft erst in der Zeitserie zu begreifen sind. Dabei lässt sich - so der an der Datenauswertung wesentlich beteiligte Chris Elvidge - sogar erkennen, wie die Lichter in den Heimatstädten und Heimatprovinzen von Diktatoren sich ausbreiten.

          Quelle: F.A.Z.

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