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Montag, 13. Februar 2012
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Nach Methanolvergiftung Erkrankte Schüler werden aus Türkei ausgeflogen

02.04.2009 ·  Ende einer Klassenfahrt: Die beiden nach einer schweren Methanolvergiftung in der Türkei ins Koma gefallenen Lübecker Berufsschüler sollen an diesem Donnerstag nach Deutschland geflogen werden. Ein Klassenkamerad war an den Folgen verunreinigten Wodkas gestorben.

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Die beiden wegen einer Methanolvergiftung in der Türkei ins Koma gefallenen Lübecker sollen an diesem Donnerstag nach Deutschland geflogen werden. Sie müssten weiter intensivmedizinisch behandelt werden, sagte ein Arzt des Anadolu-Krankenhauses in Antalya. Die „Lübecker Nachrichten“ berichteten unterdessen, dass der an einer Methanolvergiftung gestorbene Schüler an diesem Freitag in der Hansestadt beigesetzt werde. Die Lübecker Staatsanwaltschaft hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen der Vorfälle in der Türkei eingeleitet.

Sieben Schüler eines Lübecker Bildungszentrums waren vergangene Woche während einer Klassenfahrt im türkischen Kemer schwer erkrankt, nachdem sie in ihrem Hotel zuvor gekauften Wodka getrunken hatten. Ein 21 Jahre alter Schüler war an den Folgen gestorben. Seine Obduktion im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hatte ergeben, dass er mindestens zwei Promille reinen Methylalkohol im Blut hatte.

Inzwischen drei Anzeigen

Der Rechtsanwalt der Familie des Getöteten, Frank-Eckard Brand, sagte, die Eltern wollten wissen, ob es einen Verantwortlichen für den Tod ihres Sohnes gebe und ob es zu verhindern gewesen wäre. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lübeck liegen inzwischen drei Anzeigen von Angehörigen vor, die sich gegen unbekannte Personen in der Türkei richten.

Die beiden lebensgefährlich verletzten Schüler sollten auf Wunsch ihrer Familien zur weiteren Behandlung nach Deutschland gebracht werden. Die können noch mehrere Monate dauern, sagte ein Arzt im Anadolu-Krankenhaus in Antalya, wo alle Schüler behandelt worden waren. Unterdessen haben vier Schüler, die nicht so schwer vergiftet waren, das Krankenhaus verlassen und bereits die Heimreise angetreten.

Methanol kann in selbst gebranntem Schnaps vorkommen, wenn die Substanz nicht verdampft. Sie ist extrem giftig, weil sie in der Leber zu dem Zellgift Formaldehyd und dann zu Ameisensäure oxidiert.

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