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Nach Klimaanlagen-Defekt Bahn will hitzegeplagte Fahrgäste entschädigen

13.07.2010 ·  Die Bahn plant eine Wiedergutmachung für hitzegeplagte Fahrgäste. Betroffene Reisende sollen unbürokratisch entschädigt werden, teilt der Konzern im Internet mit. Am Montag waren abermals 400 Reisende eines ICE aus Berlin wegen einer defekten Klimaanlage in Hannover gestrandet.

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Wegen der Klimaanlagen-Probleme in Fernzügen bereitet die Bahn eine Wiedergutmachung für hitzegeplagte Fahrgäste vor. Betroffene Reisende sollen unbürokratisch entschädigt werden, wie der bundeseigene Konzern auf seiner Internetseite mitteilte. Dafür würden Kunden gebeten, Kontakt zur Bahn aufzunehmen, etwa per E-Mail am Krisenmanagement des bundeseigenen Konzerns.

Am Wochenende wurden mehrere überhitzte ICE gestoppt, in einem waren Schüler kollabiert. In mehreren Fernzugwagen fielen weitere Kühlanlagen aus. Die jüngsten Technikprobleme seien keine Einzelfälle, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der Linke-Bundestagsfraktion, Caren Lay, am Dienstag. „Die Klimatisierung von IC- und Regionalzügen lässt ohnehin sommers wie winters zu wünschen übrig.“ Wie bei Verspätungen müsse es auch bei massiven Beeinträchtigungen des Reisestandards Entschädigungen geben.

Nach dem Kühltechnik-Ausfall in drei ICE-Zügen am Wochenende prüft der Konzern, warum sich die Klimaanlagen abgeschaltet haben. Dies kann der Fall sein, wenn das Kältemittel eine bestimmte Temperatur überschreitet oder der Druck im Kühlsystem zu hoch wird, wie ein Sprecher erläuterte. Das Eisenbahn-Bundesamt prüft die defekten ICE. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung.

Neue Vorfälle in Hannover

Das Technische Hilfswerk (THW) hat auf dem hannoverschen Hauptbahnhof Tausende überhitzte und im Verkehrchaos gestrandete Reisende mit Wasser versorgen müssen. Wie der THW-Ortsverband am Dienstag in Hannover mitteilte, transportierte die Fachgruppe Logistik am Montagnachmittag in kurzer Zeit acht Paletten mit rund 4000 Wasserflaschen zum Bahnhof und blieb dort bis zum späten Abend als Verteilerorganisation im Einsatz.

Mit Wasser versorgt habe man unter anderem 400 Reisende eines ICE aus Berlin, der wegen einer defekten Klimaanlage in Hannover aus dem Verkehr genommen worden sei, sagte der THW-Ortsgruppenbeauftragte Ewald Nagel. Sehr viele Reisende hätten zudem wegen der Beeinträchtigung des Bahnverkehrs durch die schweren Unwetter in Nordrhein-Westfalen und im westlichen Niedersachsen in Hannover festgesessen. Ein Notfallmanager der Bahn habe das THW um den Einsatz gebeten.

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