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Nach ICE-Unfall Fünfzig ICE müssen überprüft werden

21.04.2010 ·  Ein lockeres Verriegelungsgestänge hat den ICE-Unfall mit einer verlorenen Tür verursacht. Die Deutsche Bahn, die derzeit zahlreiche gestrandete Flugpassagiere befördert, wird nun 50 ICE 3 einer Prüfung unterziehen. Zudem müssen die Züge sicherheitshalber langsamer fahren.

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Eine lose Stellmutter an der Verriegelung war nach der amtlichen Untersuchung die Ursache für eine abgerissene ICE-Tür auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Frankfurt und Köln. Als Konsequenz sind für alle 50 ICE3-Züge der ersten Bauserie in den nächsten zwei Wochen Sonderprüfungen vorgesehen, wie die beim Bundesverkehrsministerium angesiedelte Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes am Dienstag mitteilte. Deren Experten hatten den ICE untersucht, der am vergangenen Samstag eine Tür verloren hatte. In der Türverriegelung hatte sich demnach an einer Stange eine Stellmutter gelöst. Dadurch waren von drei Schließvorrichtungen die mittlere und die untere nur in der Position „geschlossen“ statt in der Endposition „verriegelt“.

Der Lokführer habe dies nicht bemerken können, erläuterten die Experten. In der Überwachungsanzeige sei die Tür als ordnungsgemäß verschlossen gemeldet worden. Dies liege daran, dass bei den Zügen dieser Baureihe eine Kontrollvorrichtung dafür nur an der oberen der drei Verriegelungen angebracht sei. Bis zum Ende der Sonderprüfungen gilt für betroffene ICE ein Tempolimit in Tunneln. Für die Strecken Köln-Frankfurt und Nürnberg-München liegt dies bei 250 Kilometern pro Stunde, auf den Strecken Rohrbach-Würzburg und Mannheim-Stuttgart bei Tempo 220. Normalerweise beschleunigen ICE bis auf Tempo 300. In Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt sollen außerdem „geeignete Maßnahmen“ gesucht werden, um solche Vorfälle künftig zu vermeiden.

Bei dem Unfall zwischen Montabaur und Limburg hatte die lose Tür bei einem entgegenkommenden ICE eine Tür des Bistrowagens und zwei Fenster zerstört. Sechs Reisende wurden leicht verletzt.

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