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Nach dem Schneesturm Flugzeuge fliegen wieder an Amerikas Ostküste

 ·  Nach dem Schneesturm „Nemo“ in Amerika normalisiert sich die Lage. In Frankfurt sind wieder Flüge in Richtung der amerikanischen Ostküste gestartet.

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Nach mehreren Flugausfällen wegen des Schneesturms „Nemo“ in den Vereinigten Staaten sind am Samstag wieder Flugzeuge aus Frankfurt in Richtung Osten der Vereinigten Staaten gestartet. Sechs Flieger nach New York und Newark seien bis zum Nachmittag abgeflogen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Weitere waren geplant. Mehrere Maschinen hätten jedoch erst mit Verspätung abheben können. Ein Flug nach Boston sei annulliert worden.

Acht Flugzeuge konnten am Freitag nicht nach New York, Newark und Boston starten. Am Samstag gab es neun Ausfälle am Frankfurter Flughafen. Von Samstagabend an sollte der Flugverkehr zwischen Frankfurt und der US-Ostküste nach Angaben des Fraport-Sprechers wieder wie geplant laufen. Flüge zu anderen US-amerikanischen Flughäfen seien von dem Wintersturm nicht betroffen. Die Ausfälle seien keine schwere Störung.

Fünf Staaten im Ausnahmezustand

In den Vereinigten Staaten wurden wegen „Nemo“ zuvor mehr als 5000 Flüge und alle Zugverbindungen gestrichen. Der Wintersturm legte mit starken Schneefällen und mächtige Windböen weite Teile der US-Ostküste lahm. Anhaltende Schneefälle und mächtige Windböen froren das öffentliche Leben ein. Mehr als 650.000 Haushalte und Betriebe waren nach Medienberichten am Samstag zeitweise ohne Strom und meist ohne Heizung. Rund 5300 Flüge und alle Zugverbindungen mussten gestrichen werden, Autobahnen und Innenstädte waren in einigen Landstrichen wie verwaist. Der Schnee türmte sich in einigen Gegenden von Connecticut
bis Samstagmorgen auf fast 90 Zentimeter. Teilweise erreichte der Sturm Geschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde, bevor er am Vormittag auf den Ozean hinauszog. Mindestens ein Todesopfer hat „Nemo“ gefordert.

Für fünf Nordost-Staaten riefen die Behörden den Ausnahmezustand aus, 5000 Nationalgardisten waren alarmiert, tausende Räumtrupps rückten aus. Sturm und Stromausfälle trafen auch Gebiete, die bereits vor drei Monaten vom Hurrikan „Sandy“ teilweise verwüstet worden waren. Damals waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Hunderttausende waren wochenlang ohne Strom. Der Blizzard vom Samstag könnte dort später auch zu Überflutungen führen. Sie sollten nach Ansicht von Experten jedoch weniger schlimm als bei „Sandy“ ausfallen.

Der schwere, nasse Schnee und der heftige Wind mit gefühlten Temperaturen von bis zu minus 32 Grad habe dieses Mal vor allem im Staat Massachusetts die Stromleitungen beschädigt, berichtete der Sender NBC. Dort hätten in der Nacht zum Samstag rund 400 000 Kunden keinen Strom mehr gehabt. Auch in Rhode Island und Connecticut saßen Zehntausende im Dunkeln und in der Kälte. Laut „New York Times“ wurde das Atomkraftwerk in Plymouth am Freitagabend abgeschaltet, da die Stromversorgung von außen unterbrochen worden war. Es bestand keine Gefahr für die Bevölkerung, erklärten die Behörden.

Am Samstagmorgen konnte der Strom in manchen Gegenden bereits wieder hochgefahren werden, hieß es bei CNN. Energieausfälle treten in den USA häufig auf: Das Stromnetz des Landes gilt wegen vieler Überlandleitungen und veralteter Masten als besonders anfällig. Zuletzt hatte ein halbstündiger Blackout während des American-Football-Finales Superbowl für Aufsehen gesorgt.

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