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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

München Zugführer mit zwei Promille unterwegs

 ·  Erst durch eine automatische Notbremsung konnte sein Zug gestoppt werden: Ein Zugführer ist in München volltrunken zum Dienst erschienen. Er verpasste Haltestellen und fuhr über rote Signale. Nun wird gegen ihn ermittelt.

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Volltrunken hat in München ein U-Bahn-Zugführer seinen Zug durch die Innenstadt gesteuert. Der mit über zwei Promille alkoholisierte Mann übernahm seinen Zug am Nachmittag bereits betrunken am Hauptbahnhof, wie die Polizei und die Münchner Verkehrsgesellschaft mitteilten. Direkt bei seinem ersten Halt fuhr der Mann so weit in den nächsten Tunnel hinein, dass er keine Passagiere aussteigen lassen konnte. Auch am zweiten Halt fuhr er demnach zu weit über die Haltestelle hinaus.

Das Betriebszentrum der Bahn wurde allerdings erst auf den Zug aufmerksam, als er bei einer späteren Station ein rotes Signal überfuhr und eine automatische Notbremsung ausgelöst wurde. Zu diesem Zeitpunkt gab es zudem bereits Beschwerden von Fahrgästen. Auf den Fahrer warten nun Ermittlungen wegen Trunkenheit am Steuer. Sein Arbeitgeber drohte ihm zudem schärfste arbeitsrechtliche Konsequenzen an. Für U-Bahnfahrer gilt eine Null-Promille-Grenze.

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