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MTV Video Music Awards Hello again

 ·  Lady Gaga war nach zwei Jahren mit einem Album zurück, Miley Cyrus versuchte es vulgär, und Justin Timberlake gewann – die MTV Video Music Awards in New York.

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© AFP Vergrößern Schlusspunkt des Abends: Katy Perry

Sie ist wieder da. Doch so ganz die Alte ist sie nicht. Glaubt man den Kritikern ihres Auftritts bei den MTV Video Music Awards (VMA) in New York am Sonntagabend, dann hat Lady Gaga (links) ihren Zenit mit 27 Jahren schon überschritten. Im weißen Nonnenkostüm, um den Kopf ein zunächst bildschirmfüllendes weißes Rechteck, betrat sie die Bühne im Barclays Center in Brooklyn, um ihr neues Lied „Applause“ von ihrem ersten Album seit zwei Jahren („Artpop“) zu singen. Mehrfach wechselte sie mit Hilfe ihrer Begleiter ihr Outfit - Kleider, Haare, sogar Make-up -, bis sie nach vier Minuten in einem Muschel-Bikini dastand. Besonders einprägsam war das nicht, gerade wenn man an ihre legendären Auftritte vergangener Jahre zurückdenkt - etwa an 2009, als sie blutend auf der Bühne stand („Paparazzi“), oder an 2010, als sie in einem aus rohem Fleisch zusammengenähten Kleid den Preis fürs beste Video („Bad Romance“) entgegennahm.

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© AP Vergrößern Lady Gaga im Nonnenkostüm

Wenigstens blamierte sich Lady Gaga nicht. Das blieb dem einstigen Kinder-Disney-Star Miley Cyrus vorbehalten. Zuschauern wie Will Smith und seinen Kindern stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als die Hannah-Montana-Darstellerin mit Sänger Robin Thicke („Blurred Lines“) Sex auf der Bühne simulierte. Das Ganze war vulgär und oberpeinlich. Einen Preis bekamen die beiden, die sogar mehrfach nominiert waren, allerdings am Ende auch nicht. Im Gegensatz zu Justin Timberlake, der nicht nur für das beste Video des Jahres („Mirrors“) ausgezeichnet wurde. Der Zweiunddreißigjährige bekam auch den „Michael Jackson Video Vanguard Award“, als Trophäe fürs Lebenswerk. Seine Fans waren vom „Altmeister“ begeistert, auch weil Timberlake erstmals seit gut zehn Jahren mit seiner ehemaligen Boygroup ’N Sync auftrat.

Für den berührendsten Moment sorgten die Rapper Macklemore, Ryan Lewis und Mary Lambert: Sie bekamen den Preis für das beste Video mit einer sozialen Botschaft. Gemeinsam mit Überraschungsgast Jennifer Hudson sangen sie „Same Love“ über die Gleichbehandlung Homosexueller und rührten zu Tränen. Höhe- und Schlusspunkt war der Auftritt von Katy Perry in einem Boxring unter der Brooklyn Bridge. Sie hatte allen Grund, sich zu freuen: Mit ihrem brandneuen „Roar“ startete sie besser in den Charts als Lady Gaga mit „Applause“.

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