http://www.faz.net/-gum-7gxug
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 26.08.2013, 19:40 Uhr

MTV Video Music Awards Hello again

Lady Gaga war nach zwei Jahren mit einem Album zurück, Miley Cyrus versuchte es vulgär, und Justin Timberlake gewann – die MTV Video Music Awards in New York.

von
© AFP Schlusspunkt des Abends: Katy Perry

Sie ist wieder da. Doch so ganz die Alte ist sie nicht. Glaubt man den Kritikern ihres Auftritts bei den MTV Video Music Awards (VMA) in New York am Sonntagabend, dann hat Lady Gaga (links) ihren Zenit mit 27 Jahren schon überschritten. Im weißen Nonnenkostüm, um den Kopf ein zunächst bildschirmfüllendes weißes Rechteck, betrat sie die Bühne im Barclays Center in Brooklyn, um ihr neues Lied „Applause“ von ihrem ersten Album seit zwei Jahren („Artpop“) zu singen. Mehrfach wechselte sie mit Hilfe ihrer Begleiter ihr Outfit - Kleider, Haare, sogar Make-up -, bis sie nach vier Minuten in einem Muschel-Bikini dastand. Besonders einprägsam war das nicht, gerade wenn man an ihre legendären Auftritte vergangener Jahre zurückdenkt - etwa an 2009, als sie blutend auf der Bühne stand („Paparazzi“), oder an 2010, als sie in einem aus rohem Fleisch zusammengenähten Kleid den Preis fürs beste Video („Bad Romance“) entgegennahm.

Lady Gaga Lady Gaga im Nonnenkostüm © AP Bilderstrecke 

Peter-Philipp Schmitt Folgen:

Wenigstens blamierte sich Lady Gaga nicht. Das blieb dem einstigen Kinder-Disney-Star Miley Cyrus vorbehalten. Zuschauern wie Will Smith und seinen Kindern stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als die Hannah-Montana-Darstellerin mit Sänger Robin Thicke („Blurred Lines“) Sex auf der Bühne simulierte. Das Ganze war vulgär und oberpeinlich. Einen Preis bekamen die beiden, die sogar mehrfach nominiert waren, allerdings am Ende auch nicht. Im Gegensatz zu Justin Timberlake, der nicht nur für das beste Video des Jahres („Mirrors“) ausgezeichnet wurde. Der Zweiunddreißigjährige bekam auch den „Michael Jackson Video Vanguard Award“, als Trophäe fürs Lebenswerk. Seine Fans waren vom „Altmeister“ begeistert, auch weil Timberlake erstmals seit gut zehn Jahren mit seiner ehemaligen Boygroup ’N Sync auftrat.

Für den berührendsten Moment sorgten die Rapper Macklemore, Ryan Lewis und Mary Lambert: Sie bekamen den Preis für das beste Video mit einer sozialen Botschaft. Gemeinsam mit Überraschungsgast Jennifer Hudson sangen sie „Same Love“ über die Gleichbehandlung Homosexueller und rührten zu Tränen. Höhe- und Schlusspunkt war der Auftritt von Katy Perry in einem Boxring unter der Brooklyn Bridge. Sie hatte allen Grund, sich zu freuen: Mit ihrem brandneuen „Roar“ startete sie besser in den Charts als Lady Gaga mit „Applause“.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Tagebuch aus Stockholm (6) Einfach mal Hallo sagen

Beim ESC-Finale werden nicht nur die Kandidaten beste Unterhaltung bieten: Neben einem Auftritt des Popstars Justin Timberlake sorgt auch eine falsche Offizielle für Begeisterung. Mehr Von Peter-Philipp Schmitt

14.05.2016, 17:15 Uhr | Gesellschaft
Museum Of Modern Art Introduction to Modern Art & Ideas

Das Video zeigt eine Einführung zum Online-Kurs des Museum of modern art in New York. Mehr

28.04.2016, 14:14 Uhr | Feuilleton
Plattenvertrag Rekord-Deal für Adele

Nach neun Jahren trennt sich Adele von ihrem Label und kommt bei Sony unter Vertrag. Die Plattenfirma legt dafür einen dreistelligen Millionenbetrag auf den Tisch – mehr als seinerzeit für Whitney Houston oder Robbie Williams gezahlt wurde. Mehr

23.05.2016, 18:30 Uhr | Gesellschaft
Einstimmung auf Olympia Michelle Obama beim Schwertkampf

Die amerikanische First Lady Michelle Obama hat auf dem Times Square in New York an einem Schwertkampf zur Einstimmung auf Olympia teilgenommen. Gemeinsam mit 85 Mitgliedern der Olympiamannschaft von Amerika startete Obama den Countdown zur Eröffnungszeremonie bei den Olympischen Spielen in Rio. Mehr

28.04.2016, 15:11 Uhr | Sport
Eurovision Song Contest Ein Sieg auch für die Krim

Die Ukrainerin Jamala hat den Eurovision Song Contest gewonnen. Ihr Lied über die Deportation der Krimtataren war vor dem Wettbewerb umstritten. Russland hatte versucht, den Auftritt zu verhindern. Mehr Von Peter-Philipp Schmitt, Stockholm

15.05.2016, 08:22 Uhr | Gesellschaft

Masterplan fürs Älterwerden Herbert Grönemeyer will 96 Jahre alt werden

Herbert Grönemeyer glaubt, man entscheidet selbst, wie alt man wird, Paul McCartney bekennt, wer ihn vor vielen Jahren rettete, und Bill Cosby muss am Dienstag vor Gericht erscheinen – der Smalltalk. Mehr 12

Frankfurter Allgemeine Stil auf Facebook
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden