29.05.2003 · Bergsteiger aus aller Welt feierten sich am Donnerstag in Kathmandu den 50. Jahrestag der Erstbesteigung des Mount Everest. Erstbesteiger Edmund Hillary äußerte bei der Feier Sorgen über die Zukunft des Berges.
Bergsteiger aus aller Welt haben sich am Donnerstag in Kathmandu versammelt, um den 50. Jahrestag der Erstbesteigung des Mount Everest zu feiern.
Ehrengast war der nun 83-jährige Edmund Hillary, der am 29. Mai 1953 mit seinem vor Jahren verstorbenen Sherpa Tenzing Norgay erstmals den höchsten Gipfel der Welt erklommen hatte. „Ich bin nicht sehr erfreut über die Zukunft des Mount Everest“, sagte Hillary. Im Basislager seien tausend Personen mit etwa 500 Zelten und allem Komfort. „Im großen Basislager herumzusitzen und Dosenbier hinunterzukippen, das halte ich nicht gerade für Bergsteigen,“ sagte Hillary.
Bereits zuvor hatte er sich für ein Expeditionsmoratorium am Mount Everest ausgesprochen, um dem Berg eine Ruhepause zu gönnen. Auch Tenzing Norgays Sohn Jamling kritisierte die Kommerzialisierung des Bergsteigens. Jeder der genug Geld habe, könne den Everest erklimmen. „Es ist keine Leidenschaft mehr. Es ist nur ein Sport“, sagte Jamling Norgay am Mittwoch. Seit der Erstbesteigung vor 50 Jahren haben rund 1.300 Menschen den höchsten Berg der Welt bestiegen. Mindestens 175 Bergsteiger bezahlten diesen Versuch mit dem Leben.