Home
http://www.faz.net/-gum-6ywxd
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Moskau Mindestens 17 Gastarbeiter sterben beim Brand auf einem Markt

Beim Brand auf einem Markt bei Moskau sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer waren Gastarbeiter aus früheren Sowjetrepubliken, die zusammengepfercht in einer Bauhütte geschlafen hatten.

Bei einem Brand auf einem Markt am Rande von Moskau sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelte es sich um Gastarbeiter aus früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien, die in einer Bauhütte auf dem Gelände geschlafen hatten, wie Feuerwehrsprecher Sergej Wlasow am Dienstag mitteilte. Die genaue Brandursache war zunächst unklar. Russische Ermittler sagten aber, dass das Feuer möglicherweise durch elektrische Heizgeräte ausgelöst worden sei.

Aus Ermittlungskreisen verlautete, dass die Arbeiter zusammengepfercht in einem Lagergebäude der Markthalle lebten und keinen direkten Zugang zur Außenwelt hatten. Die Opfer schliefen den Angaben zufolge in einem Lagergebäude  des auf Baumaterialien spezialisierten Marktes und hatten keinen direkten Zugang zur Straße. „Sie schliefen in schrecklicher Enge auf aufeinandergestapelten Brettern“, hieß es aus den Ermittlungskreisen. Dem Zustand der Leichen nach zu urteilen, versuchten einige der Opfer zu fliehen, starben aber an Rauchvergiftungen. Um den Schlafraum zu erreichen, musste die Feuerwehr die Metallwände des Gebäudes aufschneiden.

Der Brand auf dem im Südosten von Moskau gelegenen Katschalowski-Markt brach am Dienstagmorgen gegen 5.00 Uhr (Ortszeit) aus und erfasste wenig später die Bauhütte aus Stahl, wie Wlasow weiter mitteilte. Das Dach sei dabei eingestürzt. Fernsehbilder zeigten, dass die Fenster der Unterkunft versperrt waren. Der Moskauer Feuerwehrchef Sergej Gorbunow sagte im russischen Fernsehen, die Arbeiter seien nicht in der Lage gewesen, durch eine Tür zu einer angrenzenden Halle zu entkommen. Was sie daran hinderte, sagte er nicht.

Hunderttausende Gastarbeiter aus zentralasiatischen Staaten wie Tadschikistan, Usbekistan und Kirgistan halten sich in Moskau auf. Viele von ihnen arbeiten in der Bauwirtschaft oder als Händler auf großen Märkten am Stadtrand.

Quelle: AP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Arbeitsmigranten in Russland Parole Joghurt

Präsident Wladimir Putin will die Zahl der Arbeitsmigranten in Russland begrenzen. Tausende wurden schon abgeschoben. Andere müssen Prüfungen bestehen. Unsere Korrespondentin hat einige Bewerber dabei begleitet. Mehr Von Ann-Dorit Boy, Moskau

13.10.2014, 13:53 Uhr | Politik
Tote in Odessa

Im bislang von Kämpfen verschonten Odessa starben am Freitag mindestens 42 Menschen bei Straßenschlachten und beim Brand eines Gewerkschaftsgebäudes. Dorthin hatten sich prorussische Demonstranten zurückgezogen. Am Samstag legten Passanten Blumen vor dem ausgebrannten Gebäude nieder. Mehr

03.05.2014, 14:25 Uhr | Politik
Russland zum Ölpreisverfall Provozierter Zusammenbruch

Die russische Führung beschuldigt Amerika, den Ölpreis künstlich zu senken, um Russland in den Bankrott zu treiben. Das erinnere an die Zeit vor dem Zerfall der Sowjetunion. Im Kreml gibt es indes heftige Auseinandersetzungen. Mehr Von Reinhard Veser, Moskau

16.10.2014, 19:35 Uhr | Politik
Mindestens ein Toter bei Flugzeugabsturz

Bei dem Zusammenstoß eines Kampfjets der Bundeswehr mit einem Zivilflugzeug über dem Sauerland hat es mindestens einen Toten gegeben. Mehr

23.06.2014, 22:10 Uhr | Gesellschaft
Neu-Isenburg Großbrand in Farbenfabrik

Erst eine laute Explosion, dann steht eine Lagerhalle in Neu-Isenburg in Flammen. Innerhalb weniger Stunden wird ein Millionenwert zerstört. Vorübergehend machen sich die Feuerwehrleute auch Sorgen um die Anwohner. Mehr

22.10.2014, 14:55 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.04.2012, 13:41 Uhr

Carl Philip von Schweden Der Prinz folgt seinen Schwestern

Wie schon seine beiden Schwestern Madeleine und Victoria wird auch Prinz Carl Philip von Schweden seine Angebetete im Juni heiraten. Roberto Blanco entert derweil eine Seifenoper. Und Sängerin Taylor Swift führt die Charts diesmal mit heißer Luft an. Der Smalltalk. Mehr 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden