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Mordfall Wachtel Chronologie der Ereignisse

30.04.2001 ·  Anderthalb Jahr nach dem Mord an Markus Wachtel wurde ein Tatverdächtiger erfasst. Das Urteil erging jetzt drei Jahre nach der Tat.

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Mit dem Urteil gegen den 19-jährigen Tatverdächtigen sind nach drei Jahren die Ereignisse um den brutalen Mord an dem 13-jährigen Markus Wachtel aus Peine zu Ende gegangen. Hier eine Chronologie:

7. März 1998: Markus Wachtel verlässt in Peine-Stederdorf am Abend noch einmal das Elternhaus und leiht sich ein Videospiel in der Nachbarschaft aus. Danach verschwindet er.

10. März 1998: Drei Tage später entdeckt ein Suchtrupp Leichenteile in einem vom Elternhaus nur etwa 900 Meter entfernten Kiesteich.

12. März 1998: Die ersten Obduktionsergebnisse belegen, dass Markus erwürgt und die Leiche zerstückelt wurde.

Anfang November 1998: Die Gerichtsmediziner finden in einem komplizierten Untersuchungsverfahren ein fremdes Hautteil. Eine Speichelprobe bei 2100 Einwohnern von Stederdorf bleibt erfolglos.

Juli 1999: Eine neue Befragung der Bevölkerung führt schließlich zu einem Sohn einer kasachischen Spätaussiedlerfamilie.

22. September 1999: Der Haftrichter des Amtsgerichts Peine erlässt Haftbefehl gegen den 18 Jahre alten Berufsschüler.

16. Oktober 1999: Bis heute unbekannte Täter schänden das Grab des Schülers und stehlen den Kopf der Leiche. Er fehlt bis heute nicht gefunden worden.

17. Mai 2000: Vor der Jugendstrafkammer des Hildesheimer Landgerichts beginnt der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

18. April 2001: Nach 56 Verhandlungstagen rückt der Staatsanwalt vom Mordvorwurf ab und fordert stattdessen sechs Jahre Jugendstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge für den Angeklagten.

23. April 2001: Der erste von drei Anwälten plädiert auf Freispruch. Er sieht keinerlei Beweise für eine Schuld seines Mandanten. Die beiden anderen Verteidiger schließen sich später an.

30. April 2001: Das Landgericht Hildesheim verurteilt den 19-Jährigen wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechs Jahren Jugendhaft.

Quelle: @dho, mit Material von dpa
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