08.10.2002 · Nach der Obduktion des getöteten Bankierssohn Jakob von Metzler soll nun die kriminaltechnische Untersuchung Klarheit über die genaue Todesursache bringen.
Der getötete Bankierssohn Jakob von Metzler wurde offenbar nicht sexuell missbraucht. Die nun abgeschlossene Auswertung der Obduktionsergebnisse habe keine Hinweise auf ein Sexualdelikt ergeben, sagte der zuständige Staatsanwalt in Frankfurt am Main, Rainer Schilling, am Dienstag.
Die noch ungeklärten Umstände der Entführung des Elfjährigen hatten Spekulationen ausgelöst, dass das Verbrechen auch einen sexuellen Hintergrund haben könnte. Die kriminaltechnische Untersuchung der am Freitag vergangener Woche sichergestellten Kleidung Jakobs werde voraussichtlich erst in ein bis zwei Wochen abgeschlossen sein, sagte Schilling. Die Oberbekleidung des Jungen war nach entsprechenden Angaben des mutmaßlichen Täters in einem Altkleidercontainer in Neu-Isenburg südlich von Frankfurt gefunden worden.
Der Verteidiger des Beschuldigten Magnus G. erhielt den Angaben zufolge am Dienstag Akteneinsicht. Dies hatte der Anwalt als Voraussetzung für eine Aussage seines Mandanten genannt, der sich bisher nicht zum Tathergang äußerte. Die Vernehmung des Beschuldigten soll am Montag kommender Woche beginnen. Dieser Termin sei mit dem Verteidiger des 27-jährigen Beschuldigten vereinbart worden, sagte Schilling.