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Modefrage III Ist Mode Frauensache?

 ·  Warum wird Mode eigentlich immer als Frauensache bezeichnet? Mode ist „Weiberkram“? Von wegen! Denn das war nicht immer so.

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Martin Raitzsch

Ist Mode Frauensache?

Zuerst einmal ein besonderes "Danke" fuer den Beitrag.
Nun, Mode erscheint staendig in einem unterschiedlichen Licht, denn es hat viele Schattierungen (Architektur, Malerei, Stile, usw.). Ich moechte mich auf die Mode im Kleidungsbereich beschraenken.
Fuer eine sehr lange Zeit war die Mode im Bereich eine reine Frauensache, ganz einfach, weil es keine Alternative fuer Mode bei Maennern gab. Veraenderungen wurden niemals im Maenner-Moden-Bereich durchgesetzt, wer als Mann es gewagt hat, sich anders als die amorphe Masse zu kleiden, wurde entweder mit sexuellen Neigungen oder Abartigkeiten verglichen, diskriminiert, oder als "Spinner" bezeichnet, belaechelt, verspottet wie ein Aussaetziger. Deshalb wagte es keiner sich der Mode in irgendeiner Weise zuzuwenden, nur Kuenstler und Schauspieler hatten die Freihet der Wahl - aber sie wurden dadurch auch kategorisiert.
Heute beginnen Maenner wieder selbstbewusster auf die Kleider-Mode einzugehen, neue Wege zu suchen. Ein Beispiel sind Roecke und Kleider fuer Maenner. Man(n) sieht sie ab und zu auf den Strassen -sehr wenige noch, doch mehr und mehr, sie sehen gut aus und sind selbstbewusst. Es sieht so aus, als kaeme die Zeit wieder zurueck, als der Manntatsaechlich der Modemacher war.

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Ferdi La Roche

Mode Frauensache?

Vielen Dank für den hochinteressanten Beitrag. Es gibt eine immer größer werdende Zahl von Männern, die aus dem Cocon der heute üblichen einseitigen und langweiligen Männermode ausbrechen, sich individuell kleiden und Gefallen an der Vielfalt der heute angebotenen Kleidung haben. Aber die Denkschublade "homosexuell" hindert die meisten Männer daran, neue Wege zu gehen. Spätestens an dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob vor der französischen Revolution die Männer, die sich genau so modisch kleideten wie die Frauen, alle homosexuell waren.

Den "einheitlichen Herrenanzug" sehe ich als eine Uniform, die die Männer wie eine Herde von farblosen, gleichgeschalteten und eingenordeten Pinguinen erscheinen läßt, während die Frauen sich unzähliger raffiniert geschnittener und farbenfroher Kleidungsstücke erfreuen können, wobei sie auch noch ungehindert Zugriff auf die bislang den Männern vorbehaltenen Kleidungsstücke haben. Dieser Zustand ist fast schon grundgesetzwidrig. Dieser männerdiskriminierende Zustand muß geändert werden. Es gibt eine immer größer werdende Zahl von Männern, die aus diesem modischen Knast ausbrechen und sich so kleiden, wie sie es möchten. Ich gehöre als überzeugter Rockträger dazu.

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