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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Lagerfelds Jugendjahre „Dat weer Kalli“

 ·  Den Nazis war er zu zimperlich, den Mitschülern kein Greuel: Das zeigt der Spaziergang durch Karl Lagerfelds Kindheit und Jugend in Südholstein. Unvergesslich: sein orangefarbenes Samtjackett beim Abschlussball. Manchmal hatte er auch keine Zeit, weil „die Maniküre“ kam. Eine Spurensuche zum 75.

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Wenn Karl Wagner über das Gelände des ehemaligen Guts führt, spürt man, dass ihm die Verödung zusetzt. Die Ställe sind zu Wohnblocks umfunktioniert. Zwischen Bäumen des Obsthofs stehen nun Einfamilienhäuser. Im verwilderten Gehölz lassen ein Rondell, Pfeiler des Eingangstors und zerbröckelte Reste einer künstlichen Grotte den einstigen Park erahnen. Von Gut Bissermoor ist nicht viel geblieben außer ein paar Erinnerungen an die Jugend eines Modeschöpfers - die sich auch noch in vielen Einzelheiten widersprechen.

„Bald wird er 75“, sagt Karl Wagner nachdenklich. „Dann geht es wieder los.“ Vor ihm auf dem Wohnzimmertisch liegt sein Presseordner, vornan ein Artikel aus „Bild“ vom 9. Dezember 2006: „Lagerfeld pöbelt im TV!“ Der Affront galt ihm selbst, Karl Wagner, Schuhgeschäfts-Seniorchef im südholsteinischen Bad Bramstedt, der hier mit dem Modemacher Kindertage verbrachte. 2003 riet er Journalisten, Lagerfelds stets falsch datiertem Geburtsjahr 1938 nachzugehen. Die gruben einen „Bild“-Artikel von 1998 aus, in dem eine Klassenkameradin Lagerfeld schon zum angeblich Sechzigsten anschoss. Was der „Spiegel“ damals als Personalie aufgriff, ergänzt um die Angabe eines korrekten Eintrags von 1933 im altkatholischen Taufregister von Hamburg-Winterhude.

Kronzeuge Karl Wagner

Für die Behauptung, Karl Lagerfeld sei fünf Jahre älter als offiziell angegeben, machte man Wagner zum Kronzeugen. Auch Alicia Drake griff auf ihn zurück, als sie 2005 für ihre Doppelbiographie von Karl Lagerfeld und Yves Saint Laurent („The Beautiful Fall“) sondierte. Wagner bekam die Quittung. Als Sandra Maischberger in ihrer Sendung dem Modeschöpfer Ende 2006 Archivmaterial zeigte, auf dem sich Wagner mit einem anderen Augenzeugen über den mit Puppen spielenden Karl-Otto austauscht, sagte Lagerfeld: „Ich kenne die nicht! Ich habe nie mit Kindern gespielt. Bitte nehmen Sie mir diese grauenhaften Lustgreise da weg!“

Lagerfelds Jugendjahre: „Dat weer Kalli“

Wer in Lagerfelds Kindheit und Jugend spazieren geht, sieht den Mann vor lauter Mythen nicht. Sogar Wagner ist als verleugneter „Schulfreund“ zu einem Mythos geworden. In Wirklichkeit wohnte er nur - wie der kleine Karl - auf dem damaligen Gut Bissenmoor, einem sinnbildlich stimmigen Ort: Bad Bramstedts Lagerfeld-Fama ist ein Dickicht aus Zeitungskolportage und seinen ebenso schillernden eigenen Interview-Phantasmen. Alicia Drakes Lokalexkurse wiederum erschöpften sich in einem Septembertag 2005 mit Wagner, dem Stadtarchivar und einem Klassenkameraden. Ihr Hauptkonfident war der dem Vetter abholde Kurt Lagerfeld aus Neustadt an der Lübecker Bucht. Ihn hat sie kurz vor seinem Tod 2003 befragt. Das grämliche Vermächtnis gab ihrem Bild die Klischee-Koordinaten vor: Knabe Karl, im Rheuma-Kurort restlos isoliert.

„Glücksklee“-Dosenmilchfabrik an der Ostsee

Lagerfelds heutiger Abgrenzungsstrategie kommt das zwar paradox entgegen - es stimmt aber so kategorisch nicht. Wer sich in Bad Bramstedt umhört, wird schnell gewahr, dass Frau Drake andere Zeitzeugen, unter anderen eine noch äußerst rüstige Lehrerin, vor allem aber die wesentlichste Begegnung dieser Schulzeit vollkommen übersah.

Dass es Lagerfeld über einen Zeitraum von fast 14 Jahren ins Holsteinische verschlug, hängt mit Vetter Kurts Wohnsitz Neustadt zusammen. Wo die Ostsee an die Hafenmauern schwappt, ließ Karls Vater Otto 1925 seine „Glücksklee“-Dosenmilchfabrik errichten. Als junger Mann war er vordem auf Handelsschiffen um die Welt gefahren, hatte das Erdbeben von San Francisco miterlebt. Von 1908 an schaffte er für die amerikanische Firma „Carnation“ Dosenmilch nach Ostsibirien, wo verheerende Rinderseuchen grassierten. Während des Ersten Weltkriegs und der Revolution dort interniert, importierte er ab 1919 von Hamburg aus abermals „Carnation“-Milch. 1923 tauschte er die amerikanische Nelke gegen das von ihm kreierte Glücksklee-Blatt aus. Erhöhte Schutzzölle brachten ihn auf Lizenzproduktion. Dafür eignete sich besonders Ostholstein mit seinen großen Gütern - das Allgäu hatte „Bärenmarke“ okkupiert. Neustadt lag logistisch zentral.

„Dat weer Kalli“

Die Lagerfelds wohnten in Hamburg-Blankenese, bis sie in Erfahrung brachten, dass Bissenmoor zum Verkauf stand. 1934 zog das Ehepaar mit drei Kindern um - dem am 10. September 1933 geborenen Karl, Schwester Martha Christiane und Halbschwester Thea. Das Kontor blieb an der Elbe. Kennengelernt hatte der verwitwete Fabrikant die 15 Jahre jüngere Elisabeth Bahlmann Ende der Zwanziger in Berlin (laut Vetter Kurt war sie damals Verkäuferin in einem Geschäft für Damenunterwäsche). Sie stammte aus dem Münsterland. Ihr Vater Heinrich Maria Karl Bahlmann war von 1899 bis 1922 amtierender Landrat des Kreises Beckum. Von ihm bekam Karl seinen Vornamen. Patenonkel wurde ihr Schwager, der durch die nach ihm benannte Operation der Magenausgangsverengung bekannte Münsteraner Chirurg Conrad Ramstedt.

Bissenmoor war nur Rest-Besitz, viele Ländereien waren anderweitig verkauft. So wohnen heute ringsum noch Anlieger, die in gemütlichem Platt auf ein Kleinkind in alten Fotoalben deuten („Dat weer Kalli“), das da mit Roller auf Kindergeburtstagen und Bauernhochzeiten figuriert. Lesen lernte Karl mit fünf anhand des Bilderbuchs „Molle und der grüne Schirm“, weitergemacht haben will er gleich mit den „Nibelungen“.

Sein Dorado war der Dachboden

Während die burschikose Schwester in kurzen Lederhosen oder Gummistiefeln mit Ponys und anderen Kindern ums Haus tollte, hielt er sich zurück. Sein Dorado war der Dachboden: Dort lagerten Jahrgangsbände des „Simplicissimus“ und andere alte Zeitschriften. Die wilhelminische Satire stachelte ihn zur Nachahmung an; zunächst wollte er Karikaturist werden. Aus den Illustrierten schnitt er von klein auf Modebilder mit der Nagelschere aus und übermalte sie.

Im Jahr 1937 erwarb sein Vater Fabriken im mecklenburgischen Waren und im ostpreußischen Allenburg, um 1939 zog die Familie nach Hamburg zurück - so gibt es keine Bad Bramstedter ABC-Schützen-Fotos. Später im Krieg wurde ihnen die zentrale Lage in Hamburg zu prekär. Mehrere Mitschülerinnen erinnern sich, dass er seit der dritten Klasse bei ihnen in der Volksschule am Meienbeek war. Das war die Zeit von Wagners Reminiszenzen, dessen Onkel Bissenmoors Verwalter war. Auch er wohnte im Gutshaus, allerdings im alten Gebäude, dem die schicke Villa im Jahr 1908 vorgebaut worden war.

Lesen, Zeichnen, Schnippeln

Die repräsentative Veranda war Karls Lieblingsplatz zum Lesen, Zeichnen, Schnippeln. Hier träumte er auch mit Wagner von einer Straßenbahn ins vier Kilometer entfernte Städtchen. Wagner und ein Kompagnon fielen hier allerdings, ganz mit Blaubeersaft eingeschmiert, auch mal mit furchtbarem Indianergeheul über ihn her. „Nur ein Mädchen mochte ich wirklich gern“, vertraute Lagerfeld 1995 der „Marie-Claire“ an. „Dorothee, die Tochter des Chefarztes der Rheuma-Klinik.“

Die Klinik lag nahebei, so hatten beide denselben Schulweg. Dorothee Böge erinnert sich: „Ich bin auch tapfer mitgegangen, wenn die andern Kinder hinter uns herriefen: ,Brut unn' Bräutigam, de haut sick mit de Füertang!'“ Ein von Lagerfeld gemaltes Kasperle-Hintergrundbild bewahrt sie noch auf. Gelegentlich habe er ihre Kleidung bekrittelt, sonst sei die Sympathie aber beiderseitig gewesen. Gespielt habe man im Wald zwischen Gut und Klinik. Manchmal hatte er auch keine Zeit, weil „die Maniküre“ kam.

Der Kuhstall war nicht sein Revier

Kriegsengpässe hemmten derweil die Neustädter Produktion. Fabrikleiter von Acken schrieb in einem Brief vom 9. April 1941: „Dann fehlen uns die Kohlen, dann Dosen, dann Fässer, dann fehlt uns Blech, dann Lötzinn, und so ist jeden Tag was Neues los, Sie können sich nicht denken, was es heißt, 130.000 Liter Milch täglich anzunehmen, ohne dass man weiß, ob man sie noch verpacken kann.“ Schon ein Jahr später musste man auf Käse-, Butter- und Milchpulverproduktion umstellen.

Letztes Denkmal der alten Konservenproduktion ist die ebenfalls 1941 spielende Verfilmung von Buchheims „Boot“. Martin Semmelrogge mixt sich da als Zweiter Wachoffizier aus Zitronensaft und einer Dose „Glücksklee“ seinen „U-Boot-Spezialcocktail“. Einen Teil der Arbeit in Neustadt leisteten nun französische Kriegsgefangene. Auch auf Bissenmoor mussten ein Belgier und ein Serbe bei den Eigenbedarfskühen, -schweinen und dem Federvieh mit ran. Mit Karl Wagner versuchten sie manchmal, Karl in einen der von ihm verabscheuten Ställe zu scheuchen.

Karl in Pimpf- und Jungvolk-Montur

Sylvia Jahrke zog 1943 als Hamburger Ausgebombte mit den Eltern nach Bissenmoor, zu ihrer Tante im ersten Stock. Lagerfelds hatten vermietet und wohnten nur noch unten. Ihr brachte Karl das Fahrradfahren bei. In Pimpf- oder Jungvolk-Montur sah sie ihn nie. Dorothee Böge weiß noch, dass die BDM-Aufsicht sie beide oft wegen Zimperlichkeit anpfiff, wenn die Klasse Felder nach Kartoffelkäfern oder Heilkräutern durchsuchte. Die strammen Volksschul-Fahnenappelle zu Beginn der Sommerferien dürften so Karls dezidierteste NS-Aktivität geblieben sein. Böge meint: „Die Fuhlendorf-Schule war nicht so rigide.“

Auf das nach einem Bauernführer des 17. Jahrhunderts benannte Privat-Institut gingen beide von 1944 an. Mitschüler Karls wiesen Flüchtlinge in Quartiere ein, bauten noch Panzersperren - er aber nicht. Die Fuhlendörfer hatten keine eigene Gliederung. Während sich Bad Bramstedts Bevölkerung verdoppelte, dürfte örtliche Stellen anderes bewegt haben, als sich mit hochgestellten Fabrikanten anzulegen - wegen eines Jungen, der sowieso unerwünscht war. Für die Tiefflieger-Alarme der letzten Kriegsmonate hatte Karl aber eine Notadresse im Ort. Anfang Mai 1945 beschlagnahmten die Briten das Gutshaus. Die Lagerfelds hausten für ein Jahr in zwei Räumen im Kornspeicher.

Jackett und Krawatte statt Nachkriegsplünnen

Reine Idylle, verglichen mit dem Kriegsende im Umkreis der Fabrik. Noch am 3. Mai hatte sich in Neustadt ein Massaker an Häftlingen des Konzentrationslagers Stutthoff ereignet, die mit Lastkähnen zu den vor der Stadt ankernden KZ-Schiffen Cap Arcona, Thielbek und Athena gebracht werden sollten. Die Wachmannschaften setzten sich ab, im Morgengrauen machten Volkssturm, Marine und eine Versehrteneinheit Jagd auf die Häftlinge und erschossen viele. Die übrigen kamen auf eines der Schiffe, die Stunden später von den Alliierten bombardiert wurden. Als die Überlebenden nach dem Angriff, der mehr als 6400 Menschenleben forderte, an Land kamen, waren die Briten in der Stadt und gaben sie zur Plünderung frei. In der verwüsteten Fabrik wurde die fette Butter für viele der dystrophiekranken KZler zur letzten tödlichen Falle.

Die Schule in Bad Bramstedt fing im Herbst 1945 wieder an. Schulspeisung war in der Aula. An die Wand im Saal gepinnt waren Karls Karikaturen, Marke „Mathelehrer Schneider kämpft mit der Kohlroulade“. Als Neustadt wieder in Gang kam, hatte Karl in der Pause bald Weißbrot mit Erdnussbutter. Mit Jackett, Krawatte und langen Haaren setzte er sich stark von den Altersgenossen in Nachkriegsplünnen ab. So zeigt ihn auch ein Klassenfoto vom April 1948: mit dreizehn Knaben, die später Anwalt, Schiffbauingenieur, Physiker, Arzt, Regierungsdirektor oder Professor wurden. Es ist nur die halbe Klasse. Lagerfeld hatte auch 14 Mitschülerinnen - unter ihnen allein zwei spätere Turkologinnen.

Außenseiter war er nie

Mit einigen stand er sich gut. Extratouren gestand man ihm schon wegen seiner Herkunft zu. Manchmal ließen zwar Lehrer für ihn Friseurgeld sammeln. Außenseiter war er unter den Kindern, die durch den Krieg zusammengewürfelt wurden, aber nicht. „Wir brauchten bis zur Untersekunda“, so Mitschülerin Ursula Scheube, „bis wir eine Klassengemeinschaft waren.“ Auch Banknachbar Peter Bendixen, später Wirtschaftsprofessor in Hamburg und Wien, empfand ihn als „keineswegs asozial oder abweisend, nur auf Distanz“. Wochenlang habe er allen seine 60 Karl-May-Bände geliehen.

Auch im Unterricht zeichnete er. „Und zwar auf jedem Stück Papier, ob es sein Mathe-Heft, das Lateinbuch oder auch Hefte von mir waren.“ Dem Unterricht folgte er trotzdem. Mit Bendixen trickste er in Musik und Sport: „Beim Boxen machten wir aus, ich solle ein paar Mal ordentlich auf ihn einschlagen, ohne wirklich zu treffen. Er würde dann einfach umfallen.“ Ergebnis: zwei Fünfen.

Tanzen konnte er nicht

In Musik bei Fräulein Hinzpeter lief es besser. „Karl“, sagt Bendixen, „konnte nicht Ton halten und bestand meistens aus Verweigerung.“ Bendixen schlug bei der Prüfung am Klavier die Töne an und verschaffte ihm durch Signale eine Drei. „Damals hatte er schon Paris im Kopf. Bei einem Besuch in Bissenmoor zeigte er mir ganze Stapel Bilder mit elegant gekleideten Frauen.“ Mitgewirkt hat Karl bei Laienspiel-Aufführungen von „Weh dem, der lügt“ und „Tartuffe“ im Kaisersaal. Auch die Tanzstunde fand dort statt. „Er hat oft meine Füße mit dem Parkett verwechselt“, sagt Hannelore Nemitz.

Aus Lübeck kam 1947 ein neuer Kunstlehrer an die Schule, Hans Heinrich Schulz. Der solid-konventionelle Maler erkannte das Talent sofort. „Während wir Grashalme zeichnen mussten“, so Peter Bendixen, „durfte Karl seinen Frauenbildern nachgehen und wurde darin von Schulz gefördert.“ Banknachbar August Mohr hat noch Fensterbildchen vor Augen, die er für eine Durchgangstür entwarf. Lagerfeld hat Schulz die Wertschätzung nie vergessen. Schon 1949 verehrte er ihm ein Bändchen Dürer-Holzschnitte und schrieb ein Winckelmann-Zitat hinein. Bis 1991 kamen gelegentlich Bücher mit Begleitbrief an den „lieben Freund und Lehrer“ aus Paris.

Orangefarbenes Samtjackett zum Abschlussball

Bramstedt-Schlussakkord war die erste Kreation. 1949 feierten die ersten acht Fuhlendorf-Abiturienten im Kaisersaal Abschlussball; vordem hatte die Schule nur bis zur Sekundarreife geführt. Untertertianer Karl erschien dazu im orangefarbenen Samtjackett, Schneider Bruno Kluck hatte es in seinem Atelier hinter der Kirche angefertigt. „Den Anblick“, so die heute 94 Jahre alte Erdkundelehrerin Hildegard Dreves, „vergesse ich nie.“

Die Lagerfelds zogen nach Hamburg. Jahre später sah Gastronom Horst Ebeling Karl auf dem Fuhlendorf-Schulhof im VW-Cabrio herumkurven. In Ebelings „Bramstedter Wappen“ kehrte er Anfang der Neunziger - unterwegs zum Shooting - mit kompletter Model-Entourage ein. Das Gutshaus war seit Januar 1979 abgerissen. Der Holzbock hatte es nach Jahren als Restaurant und Altersheim unbewohnbar gemacht. Anwohner munkeln, dass er es vorher noch einmal sah. Gastwirt Ebeling erkannte er sofort als „Tartuffe“-Mitakteur, unterhielt sich sehr aufgeräumt ein Stündchen mit ihm, während die Models draußen warteten, fragte nach Mitschülern und kannte sich laut Ebeling noch bestens aus.

Seitdem war er noch nicht wieder da. Auch zum Klassentreffen, das kurz nach seinem 75. Geburtstag stattfindet, den er kommende Woche begeht, wird er wohl nicht kommen.

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