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Mobiltelefonie Handys treiben in die Schuldenfalle

17.06.2003 ·  Die deutsche Jugend telefoniert sich zunehmend in die Insolvenz. Auf Tendenzen in diese Richtung deutet zumindest eine Studie des Kreditauskunftbüros Schufa hin.

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Die Benutzung von Mobiltelefonen treibt immer mehr junge Menschen in die Schuldenfalle. Das hat eine Studie ergeben, die das Kreditauskunftsbüro Schufa in Frankfurt vorstellte. Die Zahl der 20 bis 24 Jahre alten Erwachsenen, die bei der Schufa wegen einer Privatinsolvenz oder einer eidesstattlichen Versicherung (früher: Offenbarungseid) gemeldet wurden, stieg demnach seit 1999 um fast ein Drittel auf rund 174 000. Insgesamt wuchs der Anteil der registrierten Bundesbürger im selben Zeitraum nur von 2,5 auf 2,7 Prozent. Der Schufa-Vorstandsvorsitzende Rainer Neumann nannte den Anstieg alarmierend.

Junge Handy-Besitzer gingen offenbar "relativ sorglos" mit der Bezahlung ihrer Gebühren um. "Und die Netzbetreiber gehen nach den Boom-Jahren scheinbar dazu über, offene Rechnungen bei säumigen Zahlern stärker einzufordern." Bei jungen Menschen stamme die erste Vertragsstörung, die in den Dateien der Auskunftei landet, insbesondere aus der Telekommunikationsbranche. Neumann kündigte zum Jahresende weitere Ergebnisse der Überschuldungsstudie an, mit der die Schufa zusammen mit Schuldnerberatungsstellen zur Vorsorge beitragen will. In einem Schuldenkompaß sollen dann Risikofaktoren für Überschuldung genauer bestimmt werden - zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Ehescheidung, Tod des Partners oder Geburt eines Kindes, die individuelle Persönlichkeit und das "Wissen um kreditwirtschaftliche Zusammenhänge". Die Schufa selbst setzte im vergangenen Jahr etwa mit Auskünften und Computerprogrammen für Geldinstitute zur Kreditvergabe 57,2 Millionen Euro um. Dies ist ein Anstieg um 11,6 Prozent.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.06.2003, Nr. 139 / Seite 13
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