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Eingreifen in Afrika und Jemen : Welthungerhilfe fordert bessere Krisenprävention

Eine Dose voll Bohnen: Die Welthungerhilfe unterstützt Menschen in Krisengebieten mit Nahrungsmitteln – doch die Hilfe könnte schon früher kommen. Bild: dpa

Der Vorstandsvorsitzende macht im Blick auf die Hungersnöte in Afrika und dem Jemen darauf aufmerksam, dass Schäden und Kosten durch frühes Eingreifen extrem reduziert werden könnten.

          Zeit ist in Krisenfällen Geld wert. Darauf wies der Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe, Till Wahnbaeck, bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation am Mittwoch hin. Bisher funktioniere die internationale Krisenreaktion nach dem Motto: früh warnen – nichts tun.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          „Wir brauchen Finanzierungen, die Mittel zur Verfügung stellen, bevor die Krise eingetreten ist“, sagte er. Man wisse aus Erfahrung, dass bei frühem Eingreifen sowohl die Schäden als auch die Kosten für die Hilfe extrem reduziert werden könnten, sagte er mit Blick auf die aktuelle Hungersnot in Afrika und im Jemen.

          Die dramatischen Entwicklungen seien schon seit Monaten absehbar gewesen. Vergangenes Jahr konnte die Hilfsorganisation im Kampf gegen den Hunger auf 263,9 Millionen Euro zurückgreifen. Es war das höchste Budget ihres Bestehens. Das meiste Geld kam von öffentlichen Institutionen, die 213,4 Millionen Euro für Projekte beisteuerten. Privatleute spendeten 47,5 Millionen Euro.

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