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Vor dem Prozeß Michael Jackson beteuert im Internet seine Unschuld

31.01.2005 ·  Mit einer Videobotschaft hat Michael Jackson seine Fans auf den Kindesmißbrauchsprozeß gegen ihn eingestimmt. Die Medien hätten „Schmutzige Informationen“, beteuerte der King of Pop.

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In einer Video-Botschaft auf seiner Web-Site hat Michael Jackson kurz vor Beginn des Prozesses gegen ihn die Vorwürfe zurückgewiesen, er habe einem heute 15jährigen Jungen Alkohol verabreicht und sexuelle Handlungen an ihm vorgenommen. „In den vergangenen Wochen ist eine ganze Menge an schmutzigen, bösartigen Informationen in den Medien über mich verbreitet worden", sagte Jackson.

Der 46jährige trug ein glitzernd-türkisfarbenes Hemd mit offenem Kragen und blickte während der einminütigen Ansprache direkt in die Kamera. „Ich werde freigesprochen und rehabilitiert, wenn die Wahrheit ans Licht kommt", beteuerte Jackson. Ihm werden in zehn Anklagepunkten unzüchtige Handlungen, Kindesentführung, Erpressung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Sollte er verurteilt werden, drohen dem Popstar bis zu 20 Jahre Haft.

TV-Bilder als Beweis zugelassen

Der zuständige Richter Rodney Melville hatte in der vergangenen Woche entschieden, daß Bücher, Magazine und auch DVDs in dem Fall als Beweismaterial herangezogen werden können. Die Polizei war bei der Durchsuchung des weitläufigen Anwesens Jacksons in Kalifornien im November 2003 auf entsprechendes Material gestoßen. Der Richter entschied zudem, daß eine TV-Dokumentation des britischen Senders BBC den Geschworenen als Beweismaterial gezeigt werden könne. In dem 2003 ausgestrahlten Bericht war Jackson Hand in Hand mit dem damals 13jährigen Jungen zu sehen, der das Verfahren gegen den Musiker ins Rollen brachte.

Das Hauptverfahren beginnt mit der Auswahl der Geschworenen. Aus zunächst rund 750 potentiellen Jury-Mitgliedern werden in einem komplizierten Verfahren im Februar zwölf Geschworene und acht Ersatzleute ausgewählt. Die Eröffnungsplädoyers im Hauptverfahren werden erst in einigen Wochen erwartet.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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