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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Vereinigte Staaten Unerwartete Verwandtschaft: Barack Obama und Dick Cheney

18.10.2007 ·  Mit ihrem Hobby Ahnenforschung hat Lynne Cheney, Frau des amerikanischen Vizepräsidenten, ihrem Mann eine Überraschung beschert. Ausgerecht mit einen politischen Gegner, Senator Barack Obama, ist Cheney verwandt.

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Wer Ahnenforschung betreibt, macht manchmal überraschende Entdeckungen. So erging es auch Lynne Cheney, der Frau des amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney. Bei den Recherchen für ein Buch fand sie heraus, dass der Präsidentschaftskandidat und demokratische Senator Barack Obama, der von seinen Anhängern als Politiker neuen Typs gefeiert wird, um acht Ecken herum mit ihrem Mann verwandt ist. Der Konservative Cheney hat Bushs Präsidentschaft entscheidend geprägt und ist einer der letzten verbliebenen mächtigen Männer der alten Garde in Bushs Kabinett.

Gemeinsamer Vorfahr der beiden ungleichen Männer, die auf nahezu allen politischen Feldern unterschiedliche Ansichten haben, ist nach den Recherchen von Lynne Cheney ein französischer Einwanderer aus dem 17. Jahrhundert. Die gemeinsamen Familienbande des 66 Jahre alten Cheney und des zwanzig Jahre jüngeren Obama, dessen Vater aus Kenia und dessen Mutter aus dem amerikanischen Bundesstaat Kansas stammt, versuchte eine Sprecherin der Vize-First-Lady mit der Erklärung zu entwirren, dass es in dem Stammbaum des Demokraten eine französische Hugenottin mit dem Namen Mareen Duval gebe. Deren Sohn Samuel habe die Enkelin eines Vorfahren von Dick Cheney geheiratet, der ebenso wie der Vizepräsident Richard Cheney hieß und im 17. Jahrhundert aus England nach Amerika auswanderte.

Lynne Cheney nahm ihre Entdeckung als Beweis für die Vielfalt Amerikas. Es sei „eine erstaunliche amerikanische Geschichte“, dass ein Vorfahr dafür verantwortlich sei, dass sich zwei Leben in so unterschiedliche Richtungen entwickelten. Barack Obamas Sprecher Bill Burton beschränkte sich auf die sibyllinische Bemerkung: „In jeder Familie gibt es ein schwarzes Schaf.“

Quelle: F.A.Z., 18.10.2007, Nr. 242 / Seite 9
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