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In Buenos Aires : Vater der niederländischen Königin Máxima gestorben

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Jorge Zorreguieta durfte an privaten Feiern der königlichen Familie teilnehmen, aber nicht an öffentlichen. (Archivfoto) Bild: dpa

Er war wegen seiner Rolle in der argentinischen Militärdiktatur umstritten: Jorge Zorreguieta, der Vater der niederländischen Königin Máxima, ist in Buenos Aires gestorben.

          Der Vater der niederländischen Königin Máxima, Jorge Zorreguieta, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Er sei am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Buenos Aires an Lymphdrüsenkrebs gestorben, berichtete die Zeitung „Clarín“ unter Berufung auf ein Schreiben der behandelnden Ärzte. Die in Argentinien geborene Königin (46) war wenige Stunden zuvor in der Hauptstadt des südamerikanischen Landes gelandet, um ihren Vater in dessen letzten Stunden zu begleiten.

          Máximas Vater war wegen seiner Rolle während der Militärdiktatur unter Führung von Jorge Rafael Videla umstritten. Zorreguieta war von 1976 bis 1979 Unterstaatssekretär und von 1979 bis 1981 Staatssekretär für Landwirtschaft in der Regierung der Militärdiktatur (1976-83). Vorher war er hoher Funktionär in der Großgrundbesitzer-Vereinigung SRA, die intensiv an der Planung des Staatsstreichs mitgewirkt hatte.

          Zur Hochzeit und zur Krönung wurde er nicht eingeladen

          Zorreguieta wurde wegen seiner Beteiligung an der Diktatur nicht eingeladen zu Máximas Hochzeit 2002 mit Willem-Alexander, dem damaligen Kronprinzen und heutigen König der Niederlande. Auch bei den Krönungsfeierlichkeiten 2013 war Jorge Zorreguieta nicht dabei.

          Das Königshaus hatte eigens den Historiker Michiel Baud mit Nachforschungen beauftragt und war zu dem Ergebnis gekommen, dass Zorreguieta Kenntnis gehabt haben musste von den Tausenden während der Militärdiktatur verschwundenen Menschen. Viele von ihnen wurden über dem Río de la Plata aus Flugzeugen geworfen. „Herr Zorreguieta hatte eine hohe Position, er konnte nicht ignorieren, was im Land geschah“, sagte Baud im Jahr 2011 der Zeitung „La Nación“. Der Vater von Königin Máxima bestritt zeitlebens, etwas davon gewusst zu haben.

          Folter und Ermordungen waren während der Diktatur von 1976 bis 1983 an der Tagesordnung. Die Zahl der Opfer wird auf bis zu 30.000 geschätzt.

          Máxima war bereits am Wochenende bei ihrem Vater gewesen

          Máximas Vater durfte aber zu privaten Feiern der Königsfamilie in die Niederlande reisen. Zuletzt nahm er 2011 an den Feiern zum 40. Geburtstag seiner Tochter teil. Die niederländische Königsfamilie reiste auch öfter im Urlaub nach Argentinien.

          Máxima war bereits am Wochenende in Buenos Aires gewesen. Sie flog am frühen Montag in die Niederlande zurück und am Dienstagmorgen wieder nach Argentinien. Ihre drei Töchter Catharina-Amalia, Alexia und Ariane blieben in den Niederlanden. Zorreguieta war vor einer Woche wegen eines Non-Hodgkin-Lymphoms mit Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

          Quelle: dpa

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