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Nach heftigen Protesten : Wieder Bierautomaten auf dem Regensburger Campus

Teil der „studentischen Kultur“? In Regensburg gibt es jetzt wieder Bier zu jeder Zeit (Archivbild). Bild: dpa

Studenten in Regensburg mussten aus Jugendschutz-Gründen monatelang auf ihr Feierabend-Bier verzichten. Der Aufschrei war groß, Kritiker sahen gar die „studentische Kultur“ in Gefahr. Jetzt wurde eine Lösung gefunden.

          Der Schock saß tief. Im Herbst vergangenen Jahres erfuhren die Studierenden der Universität Regensburg, dass fortan keine alkoholischen Getränke mehr an Automaten auf ihrem Campus verkauft werden durften. Im Klartext: kein Feierabend-Bier mehr. Nicht jedenfalls, wenn Cafeterien und Supermarkt geschlossen waren.

          Bernd Steinle

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Der Aufschrei war groß, Kritiker beklagten nicht nur den Verlust an Lebensqualität, sondern sahen die „studentische Kultur“ in Gefahr, zumindest Trink- und Gesprächskultur. Manchen schien fürs Studium wohl Hopfen und Malz verloren. Nun aber hat das Engagement der Studenten das Schlimmste verhindert. Seit kurzem stehen wieder zwei Kulturträger in Dienst, also zwei Bierautomaten.

          „Hier war offensichtlich ein starker Wunsch vorhanden“

          Grund für den Abbau sei laut Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz der Jugendschutz gewesen – an den alten Automaten habe es keine Möglichkeit gegeben, das Alter der Käufer zu überprüfen. Die neuen sind nun mit einer Altersverifizierung mittels Karte und Ausweisleser ausgestattet, ähnlich wie bei Zigarettenautomaten.

          Das Echo der Studierenden sei „rundweg positiv“, sagt Markus Reitmair, Leiter der Hochschulgastronomie des Studentenwerks. Und die Erleichterung über den geretteten Campus-Frieden ist groß. „Dass der Protest so stark ist, hat uns schon überrascht“, sagt Reitmair. „Hier war offensichtlich ein starker Wunsch vorhanden.“

          Quelle: F.A.Z.

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