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Skandal-Linie United Airlines : Paar wird auf dem Weg zur eigenen Hochzeit aus Flugzeug geworfen

  • Aktualisiert am

Kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen heraus: United Airlines (Aufnahme einer Maschine auf dem LaGuardia Airport in New York). Bild: AP

Die Bilder eines Mannes, der aus einer Maschine von United Airlines geschleift wird, gingen um die Welt. Jetzt gibt es wieder Aufregung um das Unternehmen: Ein Paar konnte nicht zu seiner eigenen Hochzeit fliegen.

          Gerade einmal eine Woche, nachdem die amerikanische Fluglinie United Airlines Negativ-Schlagzeilen gemacht hatte, wurde jetzt ein Paar aus einem Flugzeug des Unternehmens geworfen, das zu seiner eigenen Hochzeit reisen wollte.

          Wie die Washington Post berichtet, wollte das Paar am Samstag von Salt Lake City in Utah über Houston in Texas nach Costa Rica fliegen. Aber nach der Zwischenlandung kamen die beiden nicht aus Texas weg: Sie mussten die Maschine verlassen.

          Wie es dazu kam, wird von der Fluggesellschaft und dem Paar sehr unterschiedlich dargestellt. Laut einer United-Sprecherin hätten die beiden mehrfach versucht, auf teureren Plätzen zu sitzen als sie gebucht hatten. Sie hätten den Anweisungen des Flugpersonals nicht Folge geleistet und wären deshalb aufgefordert worden, die Maschine zu verlassen.

          Anweisungen des Personals Folge geleistet

          Der betroffene Mann hingegen sagte der texanischen Nachrichtenseite KHOU, die Plätze von ihm und seiner Verlobten seien von einem schlafenden Mann belegt gewesen. Die beiden hätten sich daraufhin auf andere Plätze gesetzt. Als sie daraufhin jedoch von United-Personal aufgefordert wurden, sich auf die ihnen zugewiesenen Plätze zu setzen, hätten die beiden dem Folge geleistet. Trotzdem seien wenig später Polizisten aufgetaucht und hätten sie aus der Maschine eskortiert.

          Vor einer guten Woche hatte United Airlines einen Passagier gewaltsam aus der Kabine entfernen lassen – aber nicht etwa wegen eines Fehlverhaltens, sondern weil das Flugzeug schlicht überbucht war. Videos zeigten, wie Sicherheitsleute den Mann über den Boden des Kabinengangs zum vorderen Ausgang des Flugzeugs ziehen. Dies hatte weltweit Empörung ausgelöst.

          Wenig später wurde bekannt, dass der betroffene Passagier sich bei dem Rauswurf ernsthaft verletzt hat. Der 69 Jahre alte Mann habe eine Gehirnerschütterung, sich die Nase gebrochen und zwei Zähne verloren, sagte sein Anwalt am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Chicago.

          Unternehmenschef Oscar Munoz gelobte daraufhin am Montag bei Vorlage der Quartalszahlen abermals Besserung: „Wir sind fester entschlossen denn je, den Kunden ins Zentrum all unserer Aktivitäten
           zu stellen“, erklärte er. Der „Zwischenfall“ in der United-Maschine sei eine „demütigende Erfahrung“ gewesen, er übernehme dafür die volle Verantwortung. Einen Rücktritt schloss er aber aus.

          Nach Überbuchungs-Debakel : Chef von United Airlines entschuldigt sich

          Quelle: lfe.

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