22.05.2006 · Während der Einweihungsfeiern des neu gestalteten Jungfernstieges in Hamburg verunglückte der Hochseilartist Johann Traber schwer. Seine Verletzungen sind lebensgefährlich.
Bei seinem Sturz von einem gut 30 Meter hohen Mast hat sich Johann Traber, Sohn der wohl berühmtesten deutschen Artistenfamilie, lebensgefährlich verletzt. Das Unglück ereignete sich während eines Straßenfests am neu gestalteten Hamburger Jungfernstieg.
Der 22 Jahre alte Hochseilartist war nach Angaben der Polizei am Sonntag auf einen den Mast geklettert, als dessen Spitze plötzlich abbrach. Traber war zwar mit einem Seil gesichert, wurde jedoch durch dieses Seil gegen den Hauptmast geschleudert. Er kam mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Die Ursache für den Unfall ist bisher unklar.
Vater eilte seinem Sohn zu Hilfe
Tausende Zuschauer mußten mit ansehen, wie der bewußtlose Künstler kopfüber in etwa 20 Metern Höhe in einem Sicherheitsseil hing. Höhenretter der Feuerwehr befreiten ihn schließlich über eine Drehleiter. Der Vater des Verunglückten, Johann Traber senior, war nach Informationen des „Hamburger Abendblattes“ sofort auf den Mast geklettert, um seinem Sohn zur Hilfe zu eilen. Zwölf geschockte Zuschauer mußten nach dem Unglück von Notfallseelsorgern betreut werden.
Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen derzeit auf Hochtouren. Gutachter wollen den abgebrochenen Mast untersuchen, wie eine Polizeisprecherin sagte.
Johann Traber gilt auf dem Seil als sehr erfahren. Die Seiltänzertradition seiner Familie reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Mitglieder des Clans haben durch waghalsige Kunststücke mehrere Weltrekorde aufgestellt.