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Unfalltod von Lady Di Charles geliebt, Khan verehrt, Dodi benutzt

 ·  Seit drei Monaten untersucht ein Londoner Tribunal den Unfalltod von Lady Di. Und zerstört das Traumbild des Mohammed al Fayed. Die Affäre seines Sohnes sollte den Weg in höhere Kreise ebnen - doch dies scheiterte peinlich.

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Weil Märchenprinzessinnen ewig leben, war entweder die böse Schwiegermutter schuld, wenn doch eine stirbt - oder sie war halt keine Märchenprinzessin. Seit drei Monaten wird jetzt der Tod Dianas, der Prinzessin von Wales, in einem Jury-Tribunal vor dem königlichen Gerichtshof in London untersucht.

Es ist der Höhepunkt des Verfolgungseifers von Mohammad al Fayed, der vor zehn Jahren an Dianas Seite seinen Sohn Dodi (und die Hoffnung auf ein halbes Königreich) verlor. Es ist das Ende eines Märchens.

Der Milliardär begehrt Einlass in die Upper Class

Al Fayed erscheint darin als der Milliardär aus dem Morgenland, der weder formell Bürger des Vereinigten Königreiches noch informell Mitglied von dessen Upper Class wurde, der zuerst das Hotel Ritz in Paris, dann das Kaufhaus Harrods in London und schließlich sogar die „Villa Windsor“, das Pariser Exilgehäuse des abgedankten britischen Königs Edward IIX., erwarb, um Einlass zu finden in die Kreise, die ihm keine Aufnahme boten.

Noch heute wirbt er für sein Kaufhaus mit dem Hinweis, Harrods sei (nach Parlament und Big Ben) gemessen an der Zahl der Touristen die drittgrößte Attraktion Londons: „Sie schlägt sogar den Buckingham-Palast.“

Geld und Anwälte gegen den Verrat

Die Sommeraffäre seines Sohnes Dodi mit der geschiedenen Kronprinzessin Diana schien dem ägyptischen Geschäftsmann vor zehn Jahren unvermittelt doch die Chance zu bieten, gesellschaftlich zu avancieren. Seit der Unfallnacht, die diese Aussicht zerstörte, kämpft Al Fayed gegen alle, von denen er sich lange gedemütigt sah: gegen den königlichen Hof, die Justiz, das britische Establishment.

Er setzt Geld, Anwälte und viel Zeit dafür ein. Doch je länger sein Insistieren dauert, je mehr Zeugen vor der Jury über Diana und Dodi berichten, desto mehr zerfällt zugleich das Bild des Traumpaares, das ein stolzer, bitterer, alter Vater retten will, in banale, tragische und peinliche Stücke.

Bloß kein Muslim in der Königsfamilie

Diana sei mit Dodi verlobt gewesen, habe ein gemeinsames Kind erwartet, ihn heiraten und vielleicht sogar die Exilvilla am Pariser Bois du Bologne beziehen wollen. Die königliche Familie aber habe einen angeheirateten Muslim nicht dulden können und beide daher mit Hilfe des britischen Geheimdienstes beseitigt. So lautet die Theorie, die Al Fayeds Anwalt Mansfeld vor Gericht beweisen soll.

Die Zeugenaussagen der vergangenen drei Monate aber ergeben bislang ein anderes Bild: Der Fahrer Henri Paul, der Diana und Dodi am Hinterausgang des Pariser Hotels Ritz abholte und in den Tod steuerte, sei betrunken gewesen, er sei „gelaufen wie ein Clown“, sagte der Barmixer Alain Willaumez. Ein anderer Barmann des Ritz sagte aus, Paul habe zwei Gläser Ricard getrunken, sei ihm aber „in keiner Weise beschwipst“ erschienen.

Diana konnte nicht schwanger sein

Diana wurde in dem Pariser Krankenhaus, in dem sie kurz nach dem Autounfall an inneren Blutungen starb, nicht auf eine Schwangerschaft hin untersucht. „Das wäre eine katastrophale Zeitverschwendung gewesen“ sagte der Chefarzt des Notfallteams. Die Stewardess der Al Fayed'schen Yacht, auf der Diana mit Dodi die Wochen zuvor verbrachte, gab an, sie habe mit der Pille verhütet.

Eine weitere Zeugin, die auf dem Boot zugegen war, berichtete, die Prinzessin habe in dieser Zeit ihre Periode gehabt. Vor ihrer gemeinsamen Romanze führten Diana und Dodi ein Leben mit gelegentlich rasch wechselnden Partnern. Der Anwalt Al Fayeds selber lenkte den Blick auf die mutmaßliche Promiskuität der Prinzessin, indem er - um die behauptete Missachtung Dianas durch die königliche Familie zu belegen - eine Liste ihrer angeblichen Liebhaber verlas.

Mannequin gegen Prinzessin getauscht

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