31.08.2006 · Im Bild sahen die Zuschauer des Nachrichtensenders CNN Präsident Bush in New Orleans. Was sie allerdings hörten, war ein sehr privater Tratsch einer der Moderatorinnen. CNN entschuldigte sich für „Tonprobleme“.
Mit live übertragenen Betrachtungen über Männer und spitzen Bemerkungen über ihre Schwägerin hat CNN-Moderatorin Kyra Phillips die Fernsehzuschauer überrascht. Weil Philips Mikrofon versehentlich auf Sendung geschaltet war, hörten die Zuschauer des amerikanischen Nachrichtensenders am Dienstag (Ortszeit) nicht wie geplant die Rede von Präsident George W. Bush zum „Katrina“-Jahrestag aus New Orleans, sondern eine Unterhaltung aus der Damentoilette des Senders.
Eine unbekannte Kollegin hatte Phillips auf der Toilette von ihrer Männersuche erzählt. Daraufhin empfahl die Moderatorin ihr einen Mann wie ihren Bruder. Phillips fand zunächst ein wenig schmeichelhaftes Wort für Männer im allgemeinen, schwärmte dann aber von ihrem eigenen Bruder, der attraktiv, anteilnehmend, leidenschaftlich und kein Egomane sei. „Es gibt sie. Sie sind schwer zu finden. Yup. Aber es gibt sie da draußen“, sagte die Moderatorin zu ihrer Gesprächspartnerin. Dann informierte sie die staunenden Zuschauer darüber, daß sie auf ihren Bruder aufpassen müsse, weil „seine Frau ein Kontrollfreak ist“.
CNN entschuldigt sich bei Bush
An diesem Punkt mischte sich eine weitere Stimme ins Gespräch: „Kyra“. „Yeah, Baby?“, hörte man Phillips zurückfragen. „Dein Mikro ist an. Schalt es ab. Es war auf Sendung.“
Ins nächste Bild rückte ein etwas nervöser Moderator, der rasch die Bush-Rede zusammenfaßte. Phillips entschuldigte sich später für „das Problem, das wir mit unseren Mikrofonen hatten“ und die kleine Unterbrechung während der Rede des Präsidenten. CNN entschuldigte sich bei den Zuschauern und bei Bush für „Tonprobleme“