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Trauerfeier 800 Menschen nehmen Abschied von Terri Schiavo

06.04.2005 ·  Selbst durch die Trauerfeier wurde der Riß zwischen den Angehörigen Terri Schiavos nicht gekittet. Ehemann Michael Schiavo blieb der von der Familie Schindler organisierten Feier fern.

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Mit einer bewegenden Trauerfeier haben mehr als 800 Menschen in Florida Abschied von Terri Schiavo genommen. Die Frau, die nach 15 Jahren im Wachkoma in der vergangenen Woche nach dem Aussetzen der künstlichen Ernährung gestorben war, wurde als „Inspiration“ für Millionen Menschen gewürdigt.

Priester Frank Pavone, ein in den Vereinigten Staaten bekannter Abtreibungsgegner, beschwor die Gläubigen, Schiavos Andenken zu ehren, in dem sie sich mit Vehemenz gegen die Sterbehilfe einsetzen. „Gott ruft uns auf, von hier aus eine Kultur des Lebens zu bauen“, sagte er bei dem katholischen Gottesdienst. Auf dem Altar stand neben Schiavos Bild auch ein Foto des am Samstag gestorbenen Papst Johannes Paul II. Der Vatikan hatte das Aussetzen der künstlichen Ernährung Terri Schiavos in einer offiziellen Stellungnahme als „Mord“ bezeichnet.

Ehemann Michael war ausgeschlossen

Die Trauerfeier war von den Eltern Schiavos, Bob und Mary Schindler, vorbereitet worden. Ehemann Michael Schiavo, der seit zwölf Jahren mit der Familie zerstritten ist, war nicht dabei. Er plant nach Angaben seines Anwalts eine eigene Trauerfeier. Schiavo hatte die sterblichen Überreste seiner Frau entgegen den Bitten der Eltern einäschern lassen und will sie im Familiengrab im Bundesstaat Pennsylvania beisetzen lassen. Ein Termin dafür ist bisher noch nicht bekannt.

Die kleine „Most Holy Name of Jesus“-Kirche war völlig überfüllt, Dutzende Menschen lauschten den Würdigungen draußen auf den Stufen. Die Eltern litten wie alle Eltern, deren Kind ermordet worden sei, sagte Pater Paul O'Donnell, ein Sprecher der Familie Schindler. Sie wollten ihre ganze Energie nun dafür einsetzen, daß anderen Schwerbehinderten ein ähnliches Schicksal erspart bleibe.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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