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Nach Anschlag : Tragische Suche nach australischem Jungen in Barcelona

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Kinder unter den Verletzten: Der spanische König Felipe VI. besuchte am Samstag Opfer des Anschlags von Barcelona. Bild: dpa

Mit seiner Mutter war er nach Barcelona gereist, um eine Hochzeit zu besuchen. Als die Terroristen zuschlugen, wurde der Siebenjährige von seiner Mutter getrennt. Seitdem ist sein Schicksal unklar - und zum Symbol für die Grausamkeit der islamistischen Terroristen geworden.

          Eigentlich sollte der sieben Jahre alte Junge aus Australien in Barcelona eine paar schöne Tage erleben – stattdessen wird sein Schicksal gerade zum Symbol für die Grausamkeit der islamistischen Terroristen. Deren Strategie ist es, Angst und Schrecken dadurch zu verbreiten, dass ihre Anschläge jeden jederzeit treffen können – egal ob Rentner, Kind oder Kranker, egal ob auf dem Weihnachtsmarkt, auf einem Konzert oder auf einer Promenade in Barcelona.

          Genau dort traf es am Donnerstag Menschen aus 34 Nationen, 14 wurden getötet, mehr als Hundert verletzt. Vier Tote konnten bisher nicht identifiziert werden. Unter den Verletzten ist auch die Mutter des Siebenjährigen, der seitdem als vermisst gilt. Gemeinsam waren die beiden Medienberichten zufolge auf dem beliebten Boulevard Las Ramblas unterwegs, als der Transporter plötzlich in den Fußgängerbereich raste. Während die Mutter schwerverletzt ins Krankenhaus kam, ist das Schicksal des Kindes seitdem unklar.

          „Mein Cousin wird vermisst. Bitte teilt dies.“

          Familienmitglieder veröffentlichten in den sozialen Medien Suchaufrufe mit Fotos von dem Kind. Ein Nutzer schrieb: „Mein Cousin wird vermisst. Bitte teilt dies. Wir haben seine Mutter gefunden; sie ist schwer verletzt, aber außer Lebensgefahr.“ Nachdem der Aufruf der Familie im Internet unzählige Male geteilt wurde, sah es kurz nach einem guten Ende aus: Spanische Medien meldeten, dass das Kind in einem Krankenhaus gefunden worden sei. Die spanische Polizei dementierte das aber: „Wir haben weder nach einem Kind gesucht, noch haben wir eines gefunden. Alle Opfer und Verletzen wurden ausfindig gemacht.“ 

          Wie die australische Nachrichtenagentur AAP am Sonntag meldete, ist der Vater des Siebenjährigen mittlerweile nach Spanien gereist. Er wurde nach seiner Ankunft von Polizei und australischen Konsularmitarbeitern abgeholt. „Wir beten, dass der kleine Junge lebend wieder zu seinen Eltern zurückkehrt“, sagte Ministerpräsident Malcolm Turnbull in Sydney am Sonntag. Die spanische Polizei reagierte auf die vielen Anfragen zum Verbleib des Kindes mit den Worten: „Wir sprechen über Opfer zuerst mit den Familien.“

          Quelle: sede.

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