18.10.2006 · Erstmals nach der Adoption eines 13 Monate alten Jungen aus Malawi hat sich Madonna geäußert. Der Sängerin wird vorgeworfen, das Kind „erkauft“ zu haben. Es wird spekuliert, daß die 48jährige über weitere Adoptionen nachdenke.
Von Claudia Bröll, LondonMadonna hat die heftig kritisierte Adoption eines 13 Monate alten Jungen aus einem Waisenhaus in Malawi verteidigt. „Es war mein Wunsch, unser Zuhause zu öffnen und ein Kind von einem Leben in extremer Not zu befreien“, schrieb die Sängerin in einer ersten Stellungnahme nach Ankunft des Kindes an britische Medien. Außerdem habe sie ihre Familie vergrößern wollen.
Sie wies Vorwürfe zurück, sich die Adoption erkauft zu haben. Der Adoptionsprozeß sei schon vor vielen Monaten eingeleitet worden. Sie habe sich an die gesetzlichen Regeln gehalten. „Es war keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben.“
Denkt Madonna schon über weitere Adoptionen nach?
Der kleine David Banda war am Dienstag morgen in London angekommen, nachdem die malawischen Behörden Madonna ein vorläufiges Sorgerecht von 18 Monaten zugestanden hatten. Eigentlich verbieten die malawischen Gesetze Adoptionen durch Ausländer. Kinderschutzorganisationen aus Malawi und Großbritannien warfen Madonna vor, sich nicht an die Gesetze gehalten und sich die Adoption erkauft zu haben. Mehrere britische Zeitungen berichteten am Mittwoch, daß die 48 Jahre alte Künstlerin schon über weitere Adoptionen nachdenke.
Nach Angaben der Zeitung „Daily Mirror“ will sie ein drei Jahre altes Kind aus dem gleichen malawischen Dorf wie den Jungen David aufnehmen. „Wir müssen auch diesem Kind ein Zuhause geben“, soll sie zu Ehemann Guy Ritchie (38) gesagt haben, schreibt die Zeitung weiter. Die „Sun“ will erfahren haben, daß Madonna, die Anhängerin der Kabbalah-Sekte ist, demnächst in China ein Kind adoptieren wolle, weil die Kabbalah-Lehre Ähnlichkeiten mit der chinesischen Philosophie aufweise.
Kinder dieser Welt
Stefanie Neubert (contactsteff)
- 19.10.2006, 04:06 Uhr