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Starrummel bei Goldener Kamera : „Isch liebe eusch!“

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Die Laudatio für Kylie Minogue hielt Boris Becker Bild: ddp

Die Verleihung der Goldenen Kamera hat einen Tag vor Beginn der Berlinale Glamour in die Hauptstadt gebracht: Die Schauspieler Robert de Niro und Hillary Swank, die Sängerin Kylie Minogue und Rock-Legende Chuck Berry wurden neben vielen anderen geehrt.

          Robert De Niro hatte gleich zwei Lobredner: Mario Adorf und seinen Kumpel Martin Scorsese. Hilary Swank und Kylie Minogue standen im Blitzlichtgewitter, Tokio Hotel brachten die Fans an den Rande der Ohnmacht: Die Zeitschrift „Hörzu“ hat am Mittwochabend in Berlin zum 43. Mal die Goldene Kamera verliehen.

          Scorsese, der mit De Niro Filme wie „Taxi Driver“ und „Goodfellas“ gedreht hat, zeichnete den Schauspieler für sein Lebenswerk aus. „Ich schätze das“, sagte De Niro und bedankte sich artig auf Deutsch. Sein Freund „Marty“ Scorsese blieb gleich in der Stadt: Er war am Donnerstag bei der Eröffnung der Berlinale zu Gast.

          „Rut sitzt auf irgendeiner Wolke“

          Die Verleihung des Film- und Fernsehpreises war wie immer ein Treffen der deutschen Stars, diesmal mit einer etwas gestrafften Show. Die erste Trophäe des Abends bekam Schauspielerin Ulrike Krumbiegel („Polizeiruf 110 - Jenseits“), die sich über den „Sechser im Lotto“ freute. Schauspieler Matthias Brandt („Am Ende der Straße“, „Contergan“), Sohn des einstigen Bundeskanzlers Willy Brandt, erinnerte in seiner Dankesrede an seine verstorbene Mutter Rut. „Ich weiß, dass sie heute auf irgendeiner Wolke sitzt und dass ihr das gut gefällt“, sagte der 46-Jährige.

          Die Laudatio für Kylie Minogue hielt Boris Becker Bilderstrecke
          Starrummel bei Goldener Kamera : „Isch liebe eusch!“

          Für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden neben De Niro der rüstige Rock 'n' Roll-Star Chuck Berry und der Moderator Alfred Biolek. Biolek sang mit Helen Schneider „Sah' ein Knab' ein Röslein stehen“ - die amerikanische Musikerin hatte vor drei Jahrzehnten in der Sendung „Bios Bahnhof“ dieses Lied geträllert und ihre Karriere in Deutschland gestartet.

          „Man darf niemals aufgeben“

          Kylie Minogue kam im schwarzen Kleid und mit Lockenfrisur. Die Laudatio für die Sängerin, die nach einer Brustkrebserkrankung ihr Comeback feiert, hielt Boris Becker. „Sie ist für mich und für uns alle das Vorbild, im Leben niemals aufzugeben“, sagte Becker. Minogue bedankte sich auf Deutsch: „Isch liebe eusch!“

          Oscar-Preisträgerin Hilary Swank („Million Dollar Baby“) ließ auf der Bühne ihren neuen Film „P.S. Ich liebe Dich“ nicht unerwähnt. Tokio-Hotel-Sänger Bill - wie üblich mit der wildesten Frisur des Abends - scherzte über die kursierenden Gerüchte zur Band, von Sex- Affären bis zur angeblichen Magersucht. „Wir sind auf jeden Fall vier gute Gründe, keine Kinder zu kriegen“, sagte Bill.

          Seitenhieb auf Tom Cruise

          Moderator Thomas Gottschalk nahm diesmal Britney Spears, Ottmar Hitzfeld und Stefan Aust aufs Korn. Einen Seitenhieb verpasste er dem Courage-Preis, den es bei der Bambi-Verleihung von Burda für Tom Cruise gegeben hatte. Maria Furtwängler wurde von den „Hörzu“-Lesern zur besten Fernsehkommissarin gewählt. Unter den Gästen war auch ihr Mann, Verleger Hubert Burda, dem sie dankte, dass er sich „hier mit mir reingetraut“ habe.

          Preisträger Stefan Raab („Schlag den Raab“) feixte bei der Gala im Axel-Springer-Haus über seine Auszeichnung. „Liebe ZDF-Zuschauer, tut mir Leid, dass Sie das noch erleben müssen“, sagte der ProSieben- Moderator, als er die Goldene Kamera für die beste Unterhaltungsshow bekam. Sandra Maischberger und Jan Kerhart gewannen die Trophäe für die beste Informationssendung mit dem ARD-Porträt „Helmut Schmidt außer Dienst“.

          Beifall für „Contergan“

          Als Nachwuchsstar wurde der 19 Jahre alte Schauspieler Ludwig Trepte geehrt. Bester deutscher Fernsehfilm wurde der ARD- Zweiteiler „Contergan“, wofür es viel Beifall gab. Der Film über den Medikamenteskandal, der erst nach einem Rechtsstreit gezeigt werden konnte, soll in Kürze im Kino laufen. Was sich bei der Goldenen Kamera noch auf der Bühne abgespielt hat und ob man im Fernsehen das Gedicht verstehen kann, das Chuck Berry auf der Bühne vortrug, ist an diesem Freitag im ZDF (21.15 Uhr) zu erfahren.

          Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa

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