04.11.2004 · Den letzten Tag ihres Staatsbesuchs verbringt die Queen in Düsseldorf. Nach einem Mittagessen mit Ministerpräsident Steinbrück besucht die Monarchin die Kinderklinik der Heinrich-Heine-Universität.
Am dritten und letzten Tag ihres Staatsbesuchs ist Königin Elizabeth II. mit ihrem Ehemann Prinz Philip in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf eingetroffen und hat abermals die enge Verbundenheit zwischen den beiden europäischen Ländern betont.
„Ich reise ab mit neuem Vertrauen in die tiefe Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern, die im vor uns liegenden 21. Jahrhundert für beide Seiten so überaus wichtig ist“, sagte sie am Donnerstag, ihrem dritten Besuchstag, in einer Rede vor den Abgeordneten des Düsseldorfer Landtags.
„Das Leiden darf nicht vergessen werden“
Die Monarchin erinnerte an das Leiden, das der Zweite Weltkrieg auf beiden Seiten verursacht habe. Dies dürfe auf keinen Fall vergessen werden. Doch in den vergangenen 60 Jahren hätten beide Länder gerade durch ihre Zusammenarbeit viel erreicht. Gegenseitige Investitionen, der wissenschaftliche Austausch und die wirtschaftliche Zusammenarbeit seinen heute eine Selbstverständlichkeit. „Darin zeigt sich deutlich, wie stark unsere Beziehungen inzwischen sind.“
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück hatte zuvor an die entscheidende Rolle erinnert, die Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen gespielt hatte. Damals hatte die britische Besatzungsmacht in der „Operation Marriage“ aus den ehemaligen eigenständigen Provinzen Nordrhein und Westfalen das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland geformt. Heute gilt Nordrhein-Westfalen als das Zentrum der deutsch-britischen Wirtschaftsbeziehungen und hat eine größere britische Bevölkerung als alle anderen Bundesländer.
Zum Abschluß ihrer Deutschlandsvisite wird die Königin am Nachmittag die Kinderklinik der Heinrich-Heine-Universität besuchen. Gegen 17.05 Uhr soll dann ihr Flugzeug wieder in Richtung Großbritannien starten.