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Veröffentlicht: 19.05.2017, 11:12 Uhr

Sänger Chris Cornell „Er wird unglaublich vermisst werden“

Soundgarden-Sänger Chris Cornell hat sich laut Obduktionsbericht nach einem Auftritt in Detroit das Leben genommen. Zahlreiche Stars und Fans betrauern den Tod des Musikers im Internet.

© AP Gedenken an Chris Cornell vor einem Baseball-Spiel in Seattle am Donnerstag

Chris Cornell, der Sänger der Band Soundgarden, hat sich das Leben genommen. Der Sender CNN berichtete in der Nacht zum Freitag unter Berufung auf eine Mitteilung der Gerichtsmedizin, dass Cornell sich erhängt habe. Ein Freund habe den 52-Jährigen gegen Mitternacht leblos im Bad seines Hotelzimmers gefunden und den Notruf gewählt.

© reuters Trauer um Soundgarden-Sänger Chris Cornell

Noch am Mittwochabend hatte Cornell mit seiner Band ein Konzert in Detroit gegeben. Vor dem Auftritt hatte der Musiker seinen letzten Tweet abgesetzt: Ein Bild vom Auftrittsort, dem „Fox Theatre“ und die Worte „#Detroit – endlich zurück in Rock City!!!“.

© Twitter

Außer seiner Familie betrauerten auch zahlreiche Stars und Fans den Tod des Musiker im Internet. „Schockiert und traurig über den plötzlichen Tod von Chris Cornell“, schrieb Sänger Elton John beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Ein großer Sänger, Songschreiber und der netteste Mann.“ Musiker Dave Navarro schrieb, er sei „geschockt“. „So ein schrecklicher und trauriger Verlust. Ich bin in Gedanken bei seiner Familie.“ Cornell sei „unglaublich talentiert“ gewesen, schrieb Musiker Jimmy Page. „Unglaublich jung und er wird unglaublich vermisst werden.“

© Twitter

Ebenso wie Nirvana-Frontmann Kurt Cobain stammte Cornell aus Seattle, wo der Grunge geboren wurde. In seiner Jugend begann Cornell als Schlagzeuger, schmiss die High School und arbeitete als Koch, bevor er seine Gruppe Soundgarden gründete, wie die Musik-Website „allmusic.com“ in der Biografie des Sängers verzeichnet.

© Twitter

Mitte der 80er Jahre bis zu ihrer vorläufigen Auflösung 1997 war Soundgarden eine der erfolgreichsten amerikanischen Bands im Bereich Grunge und Alternative Rock. Ihr größter Hit: „Black Hole Sun“. Danach war Cornell zunächst vor allem solo unterwegs; einem breiteren Publikum bekannt wurde er mit dem Song „You Know My Name“ aus dem James-Bond-Film „Casino Royale“.

© Twitter

Außerdem war Cornell Frontmann der Alternative-Rock-Formation Audioslave, die aus ihm sowie den Musikern der Band Rage Against the Machine bestand – ohne den Rage-Sänger Zack de la Rocha. 2010 kam es zur Wiedervereinigung von Soundgarden, doch an die früheren Erfolge konnte die Band nicht mehr anknüpfen. Cornell war zweimal verheiratet, er hinterlässt drei Kinder.

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