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Schubert-Witwe Ermittlungen auch wegen Steuerhinterziehung

Auch zwei Jahre nach dem Tod des Frankfurter „Bierkönigs“ Bruno H. Schubert sind viele Fragen offen. Seine junge Witwe sieht sich Ermittlungen ausgesetzt - wegen unterlassener Hilfeleistung und Steuerhinterziehung.

© GUIDO KRZIKOWSKI Vergrößern Dieses Bild zeigt den verstorbenen Bruno H. Schubert, ehemals Besitzer der Henninger-Bräu, mit seiner Witwe Meharit Schubert

Gegen die Witwe des Frankfurter „Bierkönigs“ Bruno H. Schubert wird auch wegen Steuerhinterziehung ermittelt. Am Dienstag seien die Wohnung der 30-Jährigen, die ihres Lebensgefährten und Räume ihres Steuerberaters durchsucht worden, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa. Es sei umfangreiches Material sichergestellt worden, das nun ausgewertet werde. Einzelheiten nannte die Sprecherin nicht.

Gegen Meharit Schubert, die den einstigen Frankfurter Ehrenbürger 2009 geheiratet hatte, wird außerdem nach wie vor wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Der frühere Eigentümer der Henninger-Brauerei war im Oktober 2010 im Alter von 90 Jahren gestorben, die Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt.

Todesursache weiter unklar

Spekuliert wird, ob Schubert in seinen letzten Tagen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt wurde. Im Mai wurde seine Leiche exhumiert, um die Todesursache zu klären. Das Ergebnis des Gutachtens stehe immer noch aus, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

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Den Streit um das Erbe des einstigen Millionärs mit der von ihm gegründeten Schubert-Stiftung hatte die Witwe in zwei Instanzen für sich entschieden. Sowohl das Frankfurter Landgericht als auch das Oberlandesgericht erklärten Meharit zur Alleinerbin. Der Streit liegt nun beim Bundesgerichtshof. Ob überhaupt Vermögen vorhanden ist, steht allerdings gar nicht fest. Über den Nachlass wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Es stehen Forderungen von rund 16 Millionen Euro im Raum, unter anderem vom Finanzamt für nicht gezahlte Steuern.

Quelle: LHE

 
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