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„Saarmojis“ : Saarland entwickelt fast 400 eigene Emojis

  • Aktualisiert am

Das Freudentränen-Emoji neben anderen bekannten Emojis auf dem Display eines Smartphones Bild: dpa

Lyoner-Wurst, Schwenker-Grill und Stahlwerk: Das Saarland hat „Saarmojis“ entwickelt. Auch Redensarten wie „Hauptsach gudd gess“, „Ei joo“ oder „Oh legg“ können per Emoji versendet werden.

          Wer im Internet seine Gefühle ausdrücken möchte, ohne lange Erklärungen abgeben zu müssen, greift auf Emojis zurück. Längst ist das klassische Smiley von Stimmungsbildchen in allen Varianten abgelöst worden: Auf Freudentränen-Smiley, Kuss-Smiley oder Zwinker-Smiley verzichtet heute kaum jemand in SMS oder WhatsApp-Nachrichten. Die Saarländer haben seit Dienstag mit den „Saarmojis“ 398 weitere Möglichkeiten, sich mitzuteilen.

          Zwölf Bereiche des Lebens decken die „Saarmojis“ ab, darunter Essen und Trinken, Redensarten und Sport. Für jeden Bereich gibt es 30 bis 50 Bildchen. Die Kategorien Kultur, Tourismus, Wirtschaft und Bildung wurden vom Kultur- und Wirtschaftsministerium mit 25.000 Euro gesponsert.

          Die Stimmungsbildchen reichen von der typischen Saarländer Lyoner-Wurst über den Schwenker-Grill und das Stahlwerk bis zu bekannten Ortschaften wie der Ludwigskirche oder Geschäften aus dem Nauwieser Viertel. Auch Redensarten wie „Hauptsach gudd gess“, „Ei joo“ oder „Oh legg“ können per Emoji versendet werden.

          Illustriert wurden die „Saarmojis“ von Olga Günther und Stefan Grenner. Hinter der Idee steckt die Kommunikationsdesignerin Zymryte Hoxhaj. Bei einer Vorstellung in Saarbrücken sagte die Mitbegründerin der Kreativgemeinschaft „Bureau Stabil“: „Wir Saarländer sind unserer Heimat sehr verbunden und stolz auf deren Besonderheiten.“ Es sei höchste Zeit, dass diese auch in die digitale Kommunikation Einzug halten.

          Die „Saarmojis“ gibt es bislang in zwölf Rubriken mit jeweils 30 bis 50 „Saarmojis“, darunter Essen und Trinken und typische Redensarten.
          Die „Saarmojis“ gibt es bislang in zwölf Rubriken mit jeweils 30 bis 50 „Saarmojis“, darunter Essen und Trinken und typische Redensarten. : Bild: dpa

          Kulturminister Ulrich Commerçon (SPD) sagte bei der Vorstellung, er sehe in den „Saarmojis“ eine „tolle Möglichkeit“, junge Menschen für das Thema kulturelle Medienbildung zu begeistern. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) betonte vor allem die wirtschaftlichen Vorteile der Emojis: Die Nutzer würden automatisch zu Markenbotschaftern für das Saarland und für den Standort werben.

          Die saarländischen Emojis können kostenlos für die Betriebssysteme iOS und Android heruntergeladen und in allen gängigen Messengern versendet werden. Saarländische Betriebe haben die Möglichkeit, sich ein eigenes „Saarmoji“ zu kaufen. Hoxhaj hoffe, dass in Zukunft weitere Bundesländer dem Beispiel des Saarlands folgten und sich eigene Emojis gestalten ließen.

          Hamburg hat es bereits vorgemacht. Seit zwei Jahren können die Hamburger ihr Lebensgefühl mit Emojis in Form von Rollmops, Grinsemöwe und Buddelschiff verschicken.

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