Prinz William hat mit einer umstrittenen Flugreise in einem Kampfjet der britischen Luftwaffe für Aufregung gesorgt. Nach Berichten der Londoner Boulevardpresse vom Freitag wurde der älteste Sohn von Thronfolger Charles mit dem Jet von Nordwales zur rund 250 Kilometer entfernten Militärakademie Sandhurst gebracht. Der Grund: Der Prinz mußte seine Armeestiefel holen.
Der Kurztrip des 23 Jahre alten William mit einem Hawk-Jet der Royal Air Force (RAF) kostete den britischen Steuerzahler laut einem Bericht der Zeitung „Daily Mail“ umgerechnet 30.000 Euro.
„Unglückliches Timing“
Ein Sprecher von Prinz Charles trat den Vorwürfen gegen dessen Sohn entgegen. William sei wie jeder künftige Sandhurst-Kadett angesichts des bevorstehenden Militärdienstes gehalten, sich an Aktivitäten der Streitkräfte zu beteiligen. „Die RAF ist sehr daran interessiert, daß Prinz William sich mit der ganzen Breite ihres Aufgabenprogramms vertraut macht“, sagte der Prinzen-Sprecher. „Schließlich dürfte er ja eines Tages Oberhaupt der Streitkräfte sein.“
Allerdings werde in der Umgebung von Prinz Charles bereits eingeräumt, daß das „Timing“ für Williams Jet-Flug vielleicht „unglücklich“ gewesen sein könnte, hieß es. William absolviert derzeit ein Praktikum bei einer Bergrettungstruppe in der malerischen Gebirgsregion Snowdonia im Norden von Wales.