Home
http://www.faz.net/-gum-74co8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 Plus

Veröffentlicht: 14.11.2012, 14:11 Uhr

Remagen Gottschalk will sein Schloss verkaufen

Seit acht Jahren ist Thomas Gottschalk Schlossherr in Remagen. Nun will er das Anwesen wieder abgeben - um unabhängiger zu werden. Die Stadt am Rhein bedauert den anstehenden Wegzug des Promis.

© dapd Für fünf Millionen Euro zu haben: Schloss Marienfels in Remagen

Fernsehmoderator Thomas Gottschalk strebt nach mehr Unabhängigkeit – von Fernsehquoten und von Wohnsitzen. Dafür will der 62 Jahre alte Entertainer nun sein Schloss Marienfels in Remagen am Rhein wieder verkaufen. Er hatte das Anwesen mit 800 Quadratmetern Wohnfläche und riesigem Park im November 2004 erstanden.

„Der potenzielle Käufer sollte schon einen Bausparvertrag von deutlich über fünf Millionen Euro haben, wenn er sich ein Schloss leisten will“, sagte Gottschalk der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Gleichzeitig betonte er, sich mit dem Verkauf aber auf keinen Fall von Deutschland verabschieden zu wollen. Gottschalk lebt seit vielen Jahren auch im kalifornischen Malibu.

„Ich will mich in Zukunft weder von Quoten noch von Wohnsitzen abhängig machen“, sagte der 62 Jahre alte Gottschalk der Zeitschrift „Bunte“. „Es muss nicht mehr die Eurovisionsfanfare sein, und ich muss am Morgen nicht mehr die Fahne am eigenen Schloss hissen.“

Die Stadt bedauert seinen Weggang

Irgendwann seien alle Wetten gewonnen und alle Schiffe am Schloss vorbeigefahren, sagte der Ex-Moderator der ZDF-Show „Wetten, dass..?“. „Loslassen ist etwas, das man üben muss.“ Mit seiner Frau Thea habe er zuletzt ein Glas Wein auf ihre „Hippievergangenheit“ getrunken und festgestellt, dass sie mit dem Motto „All you need is love“ damals gar nicht so falsch gelegen hätten.

Die Stadt Remagen bedauert den anstehenden Verlust des prominenten Bewohners. Alle seien 2004 sehr stolz gewesen, als Gottschalk das Schloss gekauft habe, sagte der Leiter der Touristikinformation, Martin Tillmann. „Seit der Eroberung der Brücke von Remagen (im Zweiten Weltkrieg) war die Stadt nicht mehr so häufig in den Schlagzeilen gewesen wie damals.“ Gottschalk habe einen „enormen Imagegewinn“ gebracht und das Schloss restauriert. Dafür könne man nur „Danke“ sagen.

Wenn Gottschalk in Remagen gewesen sei, habe er relativ zurückgezogen gelebt, sagte Tillmann. Die Stadt drücke ihm nun die Daumen für die Suche nach einem Käufer. Es sei von einem Preis von fünf Millionen Euro die Rede.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Banknoten SPD will 500-Euro-Scheine abschaffen

Die Sozialdemokraten fordern eine Obergrenze von 5000 Euro für Barzahlungen. Das soll die Kriminalität und Geldwäsche eindämmen. Kritiker sehen dagegen eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und einen drohenden Überwachungsstaat. Mehr Von Philip Plickert und Manfred Schäfers

26.01.2016, 16:56 Uhr | Wirtschaft
Monheim Wettlauf um niedrige Steuersätze

Bekannt für knallharten Wettbewerb um die niedrigsten Gewerbesteuersätze ist Monheim. Die kleine Stadt am Rhein senkte in den letzten sieben Jahren ihre Gewerbesteuer drastisch – mit heute rund 25 Prozent wirbt der Bürgermeister mit dem niedrigsten Steuersatz in Nordrhein-Westfalen und lockt viele Unternehmen an. Mehr

02.02.2016, 11:06 Uhr | Wirtschaft
Flüchtlingskrise Oppermann bedauert Kompromiss beim Familiennachzug

Aus der SPD kommt Kritik an den Vereinbarungen zum Asylpaket II. Junge männliche Migranten ohne Angehörige seien laut Fraktionschef Oppermann schwieriger integrierbar. Er will deshalb beim Familiennachzug nicht locker lassen. Mehr

30.01.2016, 07:47 Uhr | Politik
Debatte auf Bundesebene Residenzpflicht für Asylbewerber und mögliches Versagen der Polizei

Der Innenminister Nordrhein-Westfalens, Ralf Jäger, hat der Kölner Polizei schwere Versäumnisse vorgeworfen. Außerdem habe das Innenministerium keine Anweisung gegeben, die Herkunft von Tatverdächtigen zu verschweigen. CDU-Fraktionsvize Thomas Strobl forderte unterdessen eine Residenzpflicht für Ausländer. Mehr

12.01.2016, 15:40 Uhr | Politik
Neue Wette Soros gegen die ganze Welt

Der berühmteste Spekulant der Erde greift wieder an: George Soros wettet aggressiv gegen Chinas Währung und Amerikas Aktienmarkt. Hofft er nur auf den George-Soros-Effekt, oder sollen Anleger es ihm gleichtun? Mehr Von Dennis Kremer

31.01.2016, 10:51 Uhr | Finanzen

Moritz Bleibtreu Egal, ob man in Nacktszenen gut aussieht

Schauspieler Moritz Bleibtreu erklärt Eitelkeit zum größten Feind der Schauspieler, die britische Band Coldplay hat noch Wissenslücken vor Super-Bowl-Auftritt, und Helen Mirren verteidigt die Filmakademie, die keine Schwarzen für die Oskars nominiert hat – der Smalltalk. Mehr 14



Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden