Home
http://www.faz.net/-gun-74co8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Remagen Gottschalk will sein Schloss verkaufen

 ·  Seit acht Jahren ist Thomas Gottschalk Schlossherr in Remagen. Nun will er das Anwesen wieder abgeben - um unabhängiger zu werden. Die Stadt am Rhein bedauert den anstehenden Wegzug des Promis.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (4)

Fernsehmoderator Thomas Gottschalk strebt nach mehr Unabhängigkeit – von Fernsehquoten und von Wohnsitzen. Dafür will der 62 Jahre alte Entertainer nun sein Schloss Marienfels in Remagen am Rhein wieder verkaufen. Er hatte das Anwesen mit 800 Quadratmetern Wohnfläche und riesigem Park im November 2004 erstanden.

„Der potenzielle Käufer sollte schon einen Bausparvertrag von deutlich über fünf Millionen Euro haben, wenn er sich ein Schloss leisten will“, sagte Gottschalk der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Gleichzeitig betonte er, sich mit dem Verkauf aber auf keinen Fall von Deutschland verabschieden zu wollen. Gottschalk lebt seit vielen Jahren auch im kalifornischen Malibu.

„Ich will mich in Zukunft weder von Quoten noch von Wohnsitzen abhängig machen“, sagte der 62 Jahre alte Gottschalk der Zeitschrift „Bunte“. „Es muss nicht mehr die Eurovisionsfanfare sein, und ich muss am Morgen nicht mehr die Fahne am eigenen Schloss hissen.“

Die Stadt bedauert seinen Weggang

Irgendwann seien alle Wetten gewonnen und alle Schiffe am Schloss vorbeigefahren, sagte der Ex-Moderator der ZDF-Show „Wetten, dass..?“. „Loslassen ist etwas, das man üben muss.“ Mit seiner Frau Thea habe er zuletzt ein Glas Wein auf ihre „Hippievergangenheit“ getrunken und festgestellt, dass sie mit dem Motto „All you need is love“ damals gar nicht so falsch gelegen hätten.

Die Stadt Remagen bedauert den anstehenden Verlust des prominenten Bewohners. Alle seien 2004 sehr stolz gewesen, als Gottschalk das Schloss gekauft habe, sagte der Leiter der Touristikinformation, Martin Tillmann. „Seit der Eroberung der Brücke von Remagen (im Zweiten Weltkrieg) war die Stadt nicht mehr so häufig in den Schlagzeilen gewesen wie damals.“ Gottschalk habe einen „enormen Imagegewinn“ gebracht und das Schloss restauriert. Dafür könne man nur „Danke“ sagen.

Wenn Gottschalk in Remagen gewesen sei, habe er relativ zurückgezogen gelebt, sagte Tillmann. Die Stadt drücke ihm nun die Daumen für die Suche nach einem Käufer. Es sei von einem Preis von fünf Millionen Euro die Rede.

  Weitersagen Kommentieren (6) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Zukunft von „Wetten, dass ..?“ Die Mission Impossible ist gescheitert

Markus Lanz mag nicht mehr. Das will die „Bunte“ herausgefunden haben. Auch das ZDF denkt ans Scheiden. Wie lange heißt es nach einer Erfolgsstrecke von 33 Jahren noch „Wetten, dass ..?“ Mehr

02.04.2014, 16:47 Uhr | Feuilleton
„Wetten, dass..?“ hört auf Ende des deutschen Kindergeburtstags

„Wetten, dass..?“ soll es nicht mehr geben. Elstner hat’s gegründet, Gottschalk hat’s gegipfelt, Lanz hat’s vergeigt. Vom Leben und Sterben einer Show. Mehr

06.04.2014, 16:24 Uhr | Feuilleton
TV-Kritik: Wetten, dass..? Ein Monument deutscher Fernsehgeschichte fällt vom Sockel

Die Zukunftsfähigkeit der Sendung galt als Staatsaffäre - jetzt ist die Frage endlich entschieden. „Wetten,dass..?“ ist aus der Zeit gefallen. Das zeigte sich auch am Samstagabend. Mehr

06.04.2014, 05:26 Uhr | Feuilleton

14.11.2012, 14:11 Uhr

Weitersagen
 

Schadensersatz Gott verklagt Finanzbehörden

Der Sänger Karel Gott hat die Finanzbehörden in der Tschechischen Republik verklagt. Warum er das tat und weiteren Smalltalk lesen Sie hier. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden