Home
http://www.faz.net/-gun-74co8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 Plus

Remagen Gottschalk will sein Schloss verkaufen

Seit acht Jahren ist Thomas Gottschalk Schlossherr in Remagen. Nun will er das Anwesen wieder abgeben - um unabhängiger zu werden. Die Stadt am Rhein bedauert den anstehenden Wegzug des Promis.

© dapd Vergrößern Für fünf Millionen Euro zu haben: Schloss Marienfels in Remagen

Fernsehmoderator Thomas Gottschalk strebt nach mehr Unabhängigkeit – von Fernsehquoten und von Wohnsitzen. Dafür will der 62 Jahre alte Entertainer nun sein Schloss Marienfels in Remagen am Rhein wieder verkaufen. Er hatte das Anwesen mit 800 Quadratmetern Wohnfläche und riesigem Park im November 2004 erstanden.

„Der potenzielle Käufer sollte schon einen Bausparvertrag von deutlich über fünf Millionen Euro haben, wenn er sich ein Schloss leisten will“, sagte Gottschalk der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Gleichzeitig betonte er, sich mit dem Verkauf aber auf keinen Fall von Deutschland verabschieden zu wollen. Gottschalk lebt seit vielen Jahren auch im kalifornischen Malibu.

„Ich will mich in Zukunft weder von Quoten noch von Wohnsitzen abhängig machen“, sagte der 62 Jahre alte Gottschalk der Zeitschrift „Bunte“. „Es muss nicht mehr die Eurovisionsfanfare sein, und ich muss am Morgen nicht mehr die Fahne am eigenen Schloss hissen.“

Die Stadt bedauert seinen Weggang

Irgendwann seien alle Wetten gewonnen und alle Schiffe am Schloss vorbeigefahren, sagte der Ex-Moderator der ZDF-Show „Wetten, dass..?“. „Loslassen ist etwas, das man üben muss.“ Mit seiner Frau Thea habe er zuletzt ein Glas Wein auf ihre „Hippievergangenheit“ getrunken und festgestellt, dass sie mit dem Motto „All you need is love“ damals gar nicht so falsch gelegen hätten.

Die Stadt Remagen bedauert den anstehenden Verlust des prominenten Bewohners. Alle seien 2004 sehr stolz gewesen, als Gottschalk das Schloss gekauft habe, sagte der Leiter der Touristikinformation, Martin Tillmann. „Seit der Eroberung der Brücke von Remagen (im Zweiten Weltkrieg) war die Stadt nicht mehr so häufig in den Schlagzeilen gewesen wie damals.“ Gottschalk habe einen „enormen Imagegewinn“ gebracht und das Schloss restauriert. Dafür könne man nur „Danke“ sagen.

Wenn Gottschalk in Remagen gewesen sei, habe er relativ zurückgezogen gelebt, sagte Tillmann. Die Stadt drücke ihm nun die Daumen für die Suche nach einem Käufer. Es sei von einem Preis von fünf Millionen Euro die Rede.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Frankfurt - die wachsende Stadt Als Wirte versuchen viele ihr Glück

Mehr Menschen, mehr Angebote. Wo die Einwohnerzahl steigt, wird auch die Zahl der Lokale größer. Flächenmangel und hohe Mieten ziehen einen Umbruch nach sich, vor allem in der Innenstadt. Mehr

29.08.2014, 14:59 Uhr | Rhein-Main
Gigantomanie in der Kunst Groß, größer, am größten

Der Künstler Damien Hirst liegt im Trend: Er will im Südwesten Englands eine ganze Stadt bauen. Auch Galerien werden immer größer, und Skulpturen müssen mit Kränen bewegt werden. Wohin führt das Megawachstum der Kunstwelt? Mehr

28.08.2014, 08:03 Uhr | Feuilleton
Kommentar Nicht nachlassen

Der Wohnungsmarkt in Frankfurt ist angespannt und wird es bleiben. Die Stadt darf jetzt nicht aufhören, neues Bauland auszuweisen. Investitionswille ist da. Mehr

22.08.2014, 17:20 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 14.11.2012, 14:11 Uhr

Diego Maradona bei Franziskus Papst schüttelt die Hand Gottes

Vor einem Benefizspiel in Rom traf sich Papst Franziskus mit Fußballstars aus Vergangenheit und Gegenwart, darunter auch Diego Maradona. Was sich die beiden Argentinier zu sagen hatten und wie es Maradona mit der Religion hält – der Smalltalk. Mehr 21

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden