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Zentralrat der Muslime : „Ramadan ist vergleichbar mit der Weihnachtszeit“

  • Aktualisiert am

Muslime beten in der Moschee Eyüp Sultan Camii in Ronnenberg (Archivbild). Bild: dpa

Heute beginnt der Fastenmonat Ramadan. Nach Ansicht des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime ist er in Deutschland mittlerweile ähnlich wichtig wie die christlichen Festtage.

          Der Fastenmonat Ramadan gewinnt nach Ansicht des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, in Deutschland an Bedeutung. Das Iftar, das abendliche Fastenbrechen gehöre schon fast zum gelebten Brauchtum, sagte Mazyek der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse: „Ramadan ist eine Hochsaison, vergleichbar vielleicht mit der Weihnachtszeit.“

          Die Moscheegemeinden würden in dieser Zeit verstärkt aufgesucht. Auch die Einladungen an Nicht-Muslime zum gemeinsamen Fastenbrechen sei zu einem guten Brauch geworden, sagte Mazyek. Dieses Jahr beginnt die Fastenzeit für Muslime in Deutschland am 27. Mai und endet am 24. Juni.

          Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek
          Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek : Bild: dpa

          Derweil warnte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte davor, dass Mädchen und Jungen fasten. „Wir sehen während des Ramadan immer wieder sehr blasse und unkonzentrierte Kinder“, erklärte Präsident Thomas Fischbach in Köln. „Manche kommen gleich aus der Schule zu uns, sie werden uns vorgestellt, weil sie ,zusammengeklappt' sind, weil sie starke Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen haben.“ In diesem Jahr falle der Ramadan zudem in wichtige Wochen des Schuljahrs. „Jetzt werden entscheidende Klassenarbeiten vor der Versetzung geschrieben und es finden Sportwettbewerbe statt.“

          Quelle: EPD-BAS

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