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Privatdetektive Der Schatten

 ·  „Ein Detektiv rettet keine Beziehung“: Alexander Schrumpf ist Privatdetektiv. Er sieht sich auf der guten Seite. Schäbig findet er nur die unseriöse Konkurrenz. Eine Begegnung in vier Akten.

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© Frank Röth Ein Wechselobjektiv kann hilfreich sein: Alexander Schrumpf beim Observieren

Der Mann im weißen Kastenwagen fährt durch die Straßen, und der Detektiv sucht ihn. Der Detektiv kennt die Route des Mannes. Er will ihn in einem kleinen Ort abpassen, dort wo Hessen hügelig wird und bald aufhört. Eine kurze Hauptstraße, links und rechts eine Siedlung. Der Detektiv fährt und hält Ausschau. Ein Dorf kann groß sein, wenn man auf der Suche ist. Der Wagen des Detektivs ist ein Jedermanns-Wagen, auch er ist ein Jedermann. Mittelgroß, dunkler Mantel, verwaschene Jeans. Obenrum allmählich kahl und in der Mitte rund. Wer andere beschattet, darf nicht auffallen. Und andere zu beschatten ist sein Beruf. Mieter, die eine Wohnung in Schutt und Asche hinterlassen und untertauchen. Arbeitnehmer, die krankmachen, um anderswo Geld zu verdienen. Ehemänner, die ihre Frau hintergehen. Für 60 Euro die Stunde legt sich der Detektiv auf die Lauer.

Herr Schrumpf, kommen Sie sich nicht schäbig vor, wenn Sie fremde Menschen beobachten?

Nein. Ich schnüffle ja nicht ohne Grund. Ohne berechtigtes Interesse darf ich nicht in jemandes Privatsphäre eindringen. Ich fange erst da an, wo es um strafrechtlich Relevantes geht.

Es ist doch nicht verboten, seine Ehefrau zu betrügen.

Natürlich nicht. Nur Untreue reicht auch nicht, damit ein Detektiv tätig werden darf, da muss es schon um Unterhaltsansprüche oder so gehen. Selbst mache ich solche Aufträge mittlerweile auch kaum noch, weil damit oft niemandem geholfen ist. Ich sage den Leuten immer: Ein Detektiv rettet keine Beziehung.

Gibt es für strafrechtlich relevante Fälle nicht Polizei und Staatsanwaltschaft?

In einer perfekten Welt würde ich Ihnen zustimmen. Aber viele Fälle interessieren die Polizei überhaupt nicht. Typisches Beispiel: In einer Straße werden immer wieder Autos zerkratzt, die Polizei, die eh schon überlastet ist, fährt abends zwei Mal mit dem Streifenwagen vorbei und löst den Fall nicht. Es fehlt an Personal für solchen Kleinkram. Ein Detektiv legt sich in den Observations-Bus, friert nötigenfalls drei Nächte, und irgendwann schnappt er die Täter.

Täter oder Opfer - so leicht lässt sich das nicht immer beurteilen. Vielleicht wurde jemand, den Sie durch Ihre Ermittlungen um seinen Job bringen, von seinem Chef schikaniert. Manchmal ein schlechtes Gewissen?

Schlechtes Gewissen würde ich es nicht nennen, aber manchmal geht es mir schon sehr nahe. Ich hatte mal eine Bäckereiverkäuferin, die in ihrem Laden gestohlen hat. Es stellte sich heraus, dass ihr Mann ein gewalttätiger Alkoholiker war, der sie dazu zwang. Schon schlimm. Manchmal baut man zu den Leuten, die man observiert, auch eine Beziehung auf. Ganz am Anfang meiner Karriere, da war ich vielleicht 20, sollte ich mal beweisen, dass eine Bedienung in die eigene Tasche wirtschaftet. Ich bin regelmäßig in die Kneipe und habe gezecht. Sie hat mir Geschichten von ihrem Freund erzählt, der oft zur See fährt, so ganz rührendes Zeug. Meiner damaligen Freundin lag sie sogar einmal weinend in den Armen. Als ich sie dann mit ihren Taten konfrontierte, ist sie zusammengebrochen. Das tat weh. Da musste ich mich entscheiden, ob ich den Job wirklich machen kann.

Und warum können Sie es?

Es gibt Gesetze, und wer die bricht, der muss mit den Konsequenzen leben. In einer Gesellschaft müssen alle nach den gleichen Regeln spielen, sonst herrscht Anarchie. Das will ich verhindern.

Während er Ausschau hält, lutscht der Detektiv Pfefferminzbonbons. Bevor er sich auf die Suche nach dem Mann im weißen Kastenwagen machte, war er im Kindergarten seines Sohnes. Eine Erzieherin war krank, also half er aus. Er ist heiser vom vielen Singen, deshalb die Pfefferminzbonbons. Und aus Gewohnheit. Pfefferminzbonbons gehören zur Grundausrüstung, sagte sein erster Chef. Damit man gut aus dem Mund riecht, wenn man Menschen befragt. Zwanzig Jahre ist das her, der Detektiv hat es beibehalten. Block und Stift gehören auch zur Grundausrüstung, und eine Uhr. Hilfreich sind Taschenlampe und Kamera, mit Wechselobjektiv, weil man nie weiß, wie nah man rankommt.

Der Mann, den er heute sucht, ist in seinem Betrieb nicht beliebt. Drückt sich um schwere Arbeit, ist oft krank. Wenn er krank ist, macht er eigene Geschäfte. Verkauft dies und das. Manchmal, wenn er mit dem weißen Kastenwagen der Firma unterwegs ist, macht er nicht die Arbeit, für die er losgeschickt wurde, sondern eigene Geschäfte. So die Anschuldigung. Der Detektiv soll es beweisen. Damit sein Auftraggeber dem Mann kündigen kann.

Dass ein Detektiv mit Recht und Moral argumentiert, überrascht mich. Das gängige Klischee ist ja das vom zwielichtigen Typen im verrauchten Büro, der angeheuert wird, wenn es schmutzig wird.

Ich werde auch mit diesem Klischee konfrontiert. Zu mir kommen Leute, die sich vorstellen, dass ich andere abhöre oder mit Peilsendern verfolge. Die sind meist vom Privatfernsehen geschädigt.

Nicht nur die fiktiven Detektive sind zwielichtig, auch die echten Detektive nehmen es mit dem Gesetz oft nicht so genau. Allein die vielen Bespitzelungsskandale: Lidl, Telekom, Deutsche Bahn, HSH-Nordbank. Überall standen Detektive zumindest im Verdacht, die Grenzen der Legalität übertreten zu haben.

Es gibt viele schwarze Schafe. Sie rufen sechs Detekteien an, eine arbeitet sauber, fünf können sie vergessen, so ist es leider. Sie finden leicht jemanden, der ein Telefon abhört oder ohne großen Anlass einen untreuen Ehepartner observiert.

Der Zugang zum Beruf ist nicht geregelt. Im Film „Supernasen“, in dem Mike Krüger und Thomas Gottschalk zwei Detektive spielen, reden sie darüber, was sie für den Beruf qualifiziert. Der eine sagt, er habe 100 Jerry Cottons gelesen, der andere sagt, er habe das Spiel „Der kleine Detektiv“.

So ist es leider in Wirklichkeit. Man muss nichts können und nichts nachweisen, um sich Detektiv nennen zu können. So verkommt der Beruf zum Sammelbecken für gescheiterte Existenzen. Wir sind die Penner der Nation.

Was ist die Lösung?

Das Gewerbe muss reglementiert werden, wie es die Berufsverbände seit jeher fordern. Das, was der Bundesverband Deutscher Detektive heute schon macht, muss Gesetz werden. Wir erwarten finanzielle und gesetzliche Unbescholtenheit, eine geschützte Berufsbezeichnung, eine Ausbildung an der Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe oder eine vergleichbare Qualifikation und Berufsverbote für die schwarzen Schafe.

Aber offensichtlich dringt Ihr Verband, in dem sie Präsidiumsmitglied sind, zum Gros der Detektive damit nicht durch. Nur jede zehnte der rund 1400 Detekteien ist Mitglied.

Man muss sich auch die Umsatzzahlen anschauen: Die Detekteien unseres Verbands machen mehr als ein Drittel des Umsatzes. Das zeigt, dass die guten und seriösen Detektive hier zu finden sind. Auch beim anderen großen Verband, dem Bund Internationaler Detektive, sind seriöse Detekteien organisiert. Bei den anderen sind sicherlich Betrüger dabei, die keine Lust auf Reglementierung haben. Viele wollen es auch einfach mal ausprobieren und halten sich nicht lange.

Klar meinen viele, sie können das. Mit Google und Facebook lässt sich heutzutage ja einiges rausfinden.

Die Arbeit erschöpft sich aber nicht darin, mal zu ins Internet zu schauen. Aber klar, Detektive haben es heute einfacher. Wie viele Stunden ich früher in Pressearchiven verbracht habe, unglaublich.

Als ihm der weiße Kastenwagen begegnet, irrt der Detektiv schon eine Weile durch die Straßen. Der Fahrer mustert den Detektiv, der Detektiv mustert den Fahrer. Er sieht so aus wie auf dem Foto in der Akte, die im Wagen liegt. Schnurrbart und Bürstenschnitt, verbraucht irgendwie. Auch das Kennzeichen stimmt. Der Detektiv macht kehrt, aber der Wagen ist verschwunden. Der Detektiv muss sich für eine von zwei Straßen entscheiden und nimmt die falsche. Im nächsten Ort wendet er. Die richtige Straße ist schmal und eine Sackgasse. Wenn der Detektiv ihr folgt und der Mann zurückkommt, dann stehen sie sich direkt gegenüber. Dann kann der Detektiv nach Hause fahren. Er parkt seinen Wagen in einer Seitenbucht, möglichst dicht an einem anderen Auto, damit es sein Nummernschild verdeckt, WI wie Wiesbaden, sehr auffällig. Aber der Mann kommt nicht.

Der Detektiv nimmt die Verfolgung zu Fuß auf. Von der Straße geht eine zweite ab, steil den Berg hinauf. Oben steht ein weißer Kastenwagen. Der Detektiv macht ein Foto und läuft hin. Es ist der falsche Wagen. Es gibt viele weiße Kastenwagen, wenn man einen bestimmten sucht. Der Detektiv geht weiter, dann kommt ihm der echte Wagen entgegen. Der Mann schaut den Detektiv an. Fährt und schaut. Schon der zweite Blickkontakt, das ist schlecht. Der Detektiv wartet, bis der weiße Kastenwagen um die Kurve verschwindet, dann rennt er los. Er will ihn nicht verlieren. Hinter der Kurve bremst er plötzlich. Der weiße Kastenwagen steht in einer Einfahrt, der Fahrer läuft über den Hof. Wieder schlecht. Heimlich schießt der Detektiv ein Foto und geht zurück zu seinem Auto. Er wartet.

Was ist das Geheimnis einer guten Observation?

Das Geheimrezept ist Natürlichkeit, dann geht man in der Masse unter. Jede Form von Verkleidung ist ausgeschlossen, also keine falschen Bärte, Perücken oder sonstigen seltsamen Accessoires. Ich bin kein Schauspieler, der glaubwürdig in eine andere Rolle schlüpfen kann.

Schon mal aufgeflogen?

Ich wurde schon von Zielpersonen angesprochen. Da hilft nur Natürlichkeit. Was macht der Deutsche, wenn er doof angequatscht wird? Er keift zurück!

Die Feinde der Observation sind die Blase und das Wetter. Survival-Tipps?

Ernährung umstellen? Spezielle Übungen? Quatsch! Wenn ich weiß, dass ich noch observieren muss, trinke ich morgens keinen Kaffee und auch sonst wenig. Gegen Kälte helfen dicke Klamotten. Schwieriger ist es im Sommer. Ausziehen geht nur bis zu einem gewissen Grad. Sonst fällt man auf.

Schon bei Minustemperaturen eine Nacht im Busch verbracht?

Das nicht, aber Grenzerfahrungen gab es schon. Einmal saß ich in einem ausrangierten Wasserturm, um ein Firmengelände zu beobachten. Zwischen Kessel und Außenwand war gerade so viel Platz, dass ich mit meinem Camping-Stuhl dazwischen gepasst habe, wenn ich die Beine an den Körper gepresst habe. Und dann war das auch noch eine Niststätte für Tauben. Überall Federn und Kot und tote Tauben. Aber das ist eine Ausnahme. Meist sitze ich im Auto und warte.

Klingt furchtbar langweilig.

Ja, Langeweile ist der größte Feind. Zum Glück gibt es auch noch andere Ermittlungsmethoden. Die Befragung unter Legende zum Beispiel macht viel Spaß.

Was ist das?

Die Legende ist ein sorgsam aufgebautes Konstrukt. Ein Beispiel: Ich klingle bei der Nachbarin und sage, ich habe ein Paket, das ich nicht ihr geben kann, sondern persönlich überbringen muss. Weshalb ich gerne wüsste, wann die Person zu Hause ist, was für ein Auto vor der Tür steht, damit ich sehe, ob die Zielperson zu Hause ist, wo sie überhaupt ist, wo sie arbeitet, vielleicht könnte man es ja dahin bringen. Dann weiß ich den Arbeitgeber, das Fahrzeug und wann sie zu Hause ist.

Nicht besonders viel, oder?

Meine Vorermittlungen habe ich damit abgeschlossen und kann beginnen zu observieren. Manchmal ersetzt die Legende aber auch die Observation. Ich hatte einen Fall, da hat ein Kameramann oft krank gemacht, um eigene Filme zu drehen. Wir haben dann in einem Hotel Räume angemietet und eine Schauspielerin, die viel mit ihm zusammengearbeitet hat, für einen fingierten Werbespot gecastet. Anschließend haben wir sie gefragt, ob sie uns noch einen Kameramann empfehlen kann, und sie stellte den Kontakt zur Zielperson her. Den Werbespot haben wir dann tatsächlich gedreht - und der Kameramann hat sich dafür mit Verdacht auf Schlaganfall bei seiner Firma krankgemeldet. So etwas macht mir viel Spaß, weil es ein Höchstmaß an Kreativität erfordert.

Klingt eher nach Höchstmaß an Lüge.

Legendenbildung ist natürlich Lügen. Aber legales Lügen, also nicht Betrügen.

Und es klingt nach Agent Provocateur.

Im Fall des Kameramanns war es vertretbar, manchmal sind solche Methoden natürlich fehl am Platz. Bei unseriösen Detekteien waren früher Treue-Tests üblich. Man hat eine sehr attraktive Frau auf einen Mann angesetzt, und wenn er angebissen hat, wurde er als untreu überführt. Das geht natürlich nicht, weil das Szenario unrealistisch ist. Welcher Mann kommt schon in die Situation, von einer unheimlich attraktiven Frau angemacht zu werden?

Der Detektiv muss nicht lange warten, bis der weiße Kastenwagen an ihm vorbei und auf die Landstraße fährt. Als der Wagen außer Sicht ist, tritt er aufs Gas. Nicht zu nah auffahren, er wurde schon zweimal erkannt. Die Straße führt in eine Kleinstadt, hinter der ersten Kurve bremst der Detektiv scharf. Ein Sattelschlepper hat den Kastenwagen vor einer Kreuzung ausgebremst, der Detektiv kommt direkt hinter ihm zu stehen. Um keinen Verdacht zu erregen, setzt er den Blinker links und hofft, dass der weiße Kastenwagen das gleiche macht. Aber der blinkt rechts und biegt ab. Der Detektiv hält auf der Kreuzung. Er wartet, bis das Auto hinter ihm rechts fährt, und folgt ihm. Eine Weile ist der Abstand zum weißen Kastenwagen sicher. Als dieser wieder in eine Siedlung abbiegt, bricht der Detektiv ab. Zu gefährlich.

Er braucht einen neuen Plan. Der Detektiv fährt dorthin, wo der Mann im weißen Kastenwagen wohnen soll. Eine Weile über Straßen, die eher Feldwege sind. Das Dorf: zwei Straßen, ein Dutzend Häuser. Kein Mensch zu sehen. Hier ist alles auffällig, was nicht schon immer hier ist. Sollte der Mann hier wohnen, ist eine Observation nicht möglich. Der Detektiv stellt den Wagen ab und steigt aus. Er fotografiert ein Haus. Gemeldet ist der Mann hier nicht, aber sein Name steht auf dem Klingelschild. Zur Sicherheit sucht der Detektiv noch das Privatauto des Mannes. Er findet es ein Stück die Straße hinauf. Der Detektiv geht vom Gas und macht im Vorbeirollen ein Foto. Ein Auto fährt dicht auf. Zwei Hunde springen an den Zaun und bellen. Viel Aufregung für so ein Dorf. Der Detektiv fährt nach Hause.

Keine Rachefeldzüge von gekündigten Mitarbeitern?

Zerstochene Reifen und ein verkratztes Auto, mehr noch nicht. Deshalb steht mein Auto nun hinter dem Hoftor.

Der Detektiv hat ein gewisses Sozialprestige, bekommen Sie das nicht zu spüren?

In einer Gesellschaft, in der man mich nicht kennt, sage ich nicht, dass ich Detektiv bin. Dann bin ich Unternehmensberater oder Kindergärtner. Aber weniger aus Angst vor Antipathie, sondern weil die Leute dann immer gleich so wahnsinnig interessiert sind, mich ausfragen und mit den ganzen Klischees konfrontieren. Darauf habe ich keine Lust.

Warum ergreift man einen Beruf, den man in der Öffentlichkeit verleugnet?

Was klingt besonders spannend? Was klingt gut auf Partys? Das sind Gedanken, die sich ein Neunzehnjähriger, der nach dem Abi keine Lust auf Studieren hat, eben so macht. Auch, dass der Job bestimmt Eindruck auf Mädchen macht.

Hat sich die Vermutung bewahrheitet?

Bei meiner Frau nicht. Im ersten Momente dachte sie: Oh mein Gott, das ist so ein Depp, der im Kaufhaus rumsteht.

Finden Sie sich immer noch so cool wie in Ihren Zwanzigern?

Das hat sich wieder gelegt. Der Beruf ist deutlich weniger aufregend. Allein macht er mich nicht glücklich. Auf Dauer ist die Arbeit deprimierend. Zum Glück verdiene ich nebenher ganz gut mit Vorträgen für Erwachsene und Kinder, bei denen ich Anekdoten aus dem Detektivleben erzähle. Ausgleich schafft auch, dass ich Krimis schreibe und mich für benachteiligte Kinder engagiere. Wenn ich noch einmal 19 wäre und meine anderen Talente schon kennen würde - ich würde wahrscheinlich Sozialarbeiter werden.

Ändert es das Menschenbild, wenn man über so viele Jahre mit den Gemeinheiten des Alltags konfrontiert wird?

Ach, es gibt gute Menschen, es gibt schlechte Menschen. Ich bin gelassener geworden, weil ich weiß, was es alles gibt.

Verliert man den Glauben an die Liebe?

Ich wurde nicht in meinem Grundvertrauen erschüttert. Ich bin mit meiner Frau seit 17 Jahren zusammen und habe zwei Kinder. Ich lese nicht heimlich die Mails meiner Frau. Da würde ich mich wirklich schämen.

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