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Freitag, 10. Februar 2012
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Persönlich Roger Waters in Israel: „Reißt die Mauern ein“

23.06.2006 ·  Pink-Floyd-Gründer Roger Waters hat ein Konzert in Israel zu einem politischen Statement genutzt. Nach der Aufführung des Erfolgs-Albums „The Wall“ rief er dazu auf, die Sperranlagen im Westjordanland niederzureißen.

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Vor rund 50.000 israelischen Fans hat Pink-Floyd-Gründer Roger Waters am Donnerstag das legendäre Album der britischen Supergruppe „The Wall“ inszeniert. Der 62 Jahre alte Musiker hatte nach seiner Ankunft am Vortag einen Abschnitt der von Israel an der Grenze zum Westjordanland errichteten Sicherheitsanlage in Bethlehem besucht. Am Ende des Konzerts forderte er seine Zuhörer auf, sich für Frieden im Nahost-Konflikt einzusetzen.

Die heutige Generation von Israelis müsse „die Mauern einreißen und Frieden mit ihren Nachbarn schließen“, forderte Waters. Über die Sperranlage sagte er, der Anblick erfülle ihn mit Grauen: „Man kann sich Fotos von so etwas ansehen, aber man hat dann doch nicht den Bau selbst gesehen und das, was es in diesen Kommunen anrichtet.“ Mit roter Farbe sprühte Waters auf den grauen Beton eine abgewandelte Zeile aus dem Song „Another Brick in the Wall“: „We don't need no occupation - we don't need no racist wall“ („Wir brauchen keine Besatzung - wir brauchen keine Rassistenmauer“).

„Es muß geschehen“

Waters, der „The Wall“ 1990 nach dem Fall der Mauer in Berlin aufführte, sagte, auch die israelischen Sperranlagen müßten verschwinden. „Es wird vielleicht noch schwerer sein, aber es muß geschehen - sonst sind wir keine menschlichen Wesen“, sagte er.

Waters hatte sich - angeregt durch vehemente Kritik seiner britischen Fans - geweigert, mit seiner Band in Tel Aviv aufzutreten, wo üblicherweise Open-Air-Konzerte stattfinden. Statt dessen wurde ein Feld nahe der von Juden, christlichen Arabern und Moslems bewohnten Ortschaft Newe Shalom auf halber Strecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem für das Ereignis ausgesucht. Die Ortsname bedeutet „Oase des Friedens“.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, AP, Reuters, AFP
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