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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Persönlich Life is no cabaret: Minellis „gewalttätige Ausbrüche“

 ·  Einst der gefeierte Star in „Cabaret“, nun eine unbeherrschte Schlägerin? Die Männer in Liza Minellis Leben beklagen sich und verklagen die Diva. Persönliches auch von Barbara Cartland, Herbert Axelrod und anderen.

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Ist Liza Minelli, der Star aus „Cabaret“, eine Schlägerin. Der ehemalige Chauffeur und Leibwächter der amerikanischen Sängerin und Schauspielerinbehauptet das. Er hat die alternde Diva verklagt, weil er von ihr angeblich geschlagen und zum Sex gezwungen wurde. M'Hammed Soumayah behauptet in seiner am Donnerstag vor einem New Yorker Gericht eingereichten Klageschrift, die Oscar-Preisträgerin habe ihn „wiederholt geschlagen und angegriffen“. In den zehn Jahren seiner Arbeit für Minelli sei er außerdem „gegen seinen Willen zu sexuellen Kontakten gezwungen worden“. Die 58jährige Schauspielerin („Cabaret“) hatte sich im vergangenen Jahr von ihrem letzten Ehemann David Gest getrennt. Und auch Gest hatte seine Ex-Frau verklagt, weil er angeblich von ihr geschlagen wurde.

Soumayah erklärte, er habe die „gewalttätigen Ausbrüche“ Minellis lediglich ertragen, um seinen hochdotierten Job nicht zu verlieren, der ihm 238.000 Dollar (etwa 185.000 Euro) pro Jahr einbrachte. Der 56jährige, der im Juni diesen Jahres entlassen wurde, verlangt von Minelli 50 Millionen Dollar (rund 39 Millionen Euro) wegen der angeblichen erzwungenen sexuellen Kontakte sowie nochmals 50 Millionen Dollar für die ihm angeblich zugefügte Gewalt. Daneben verlangt Soumayah Lohnachzahlungen in Höhe von 89.000 Dollar.

Barbara Cartland hinterließ 160 Liebesromane

Die vor vier Jahren gestorbene "Königin des Liebesromans" hat der Nachwelt 160 unveröffentlichte Werke hinterlassen. Mit dieser Überraschung wartete der Verlag der britischen Bestseller-Autorin auf. Nach einem Bericht des "Daily Telegraph" vom Donnerstag wurden die Bücher in ihrem Haus entdeckt. Die Werke waren mit einer rosa Schleife - der Lieblingsfarbe Cartlands - zusammengebunden. Sie sollen jetzt über das Internet veröffentlicht werden. Pro Monat können Interessenten während der nächsten dreizehn Jahre die Romane aus der "Pink Collection" zum Stückpreis von sechs Pfund (8,60 Euro) kaufen.

Cartland war im Mai 2000 im Alter von 98 Jahren gestorben. Sie schrieb im Durchschnitt zehn Bücher im Jahr. Als sie starb, waren eine Milliarde Bücher verkauft. 1991 wurde die Schriftstellerin von Königin Elisabeth II. geadelt und durfte sich Dame Barbara nennen.

Herbert Axelrod ist nicht mehr in Berlin

Herbert Axelrod ist dieser Tage an die Vereinigten Staaten ausgeliefert worden. Diese hatten wegen eines Steuerhinterziehungsverfahrens, dem sich Axelrod entzog, einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erwirkt. Als der 77 Jahre alte Millionär und Mäzen Mitte Juni in Berlin-Tegel eintraf, wurde er festgenommen. Sein Vermögen hatte Axelrod als Autorität für Tropenfische gemacht, seinen Verlag verkaufte er 1997. Seit langem sammelt Axelrod alte Geigen. Zuletzt hat er dem New Jersey Symphony Orchestra 30 wertvolle alte Instrumente für 17 Millionen Dollar verkauft. Ihr Wert war auf 50 Millionen Dollar taxiert worden, was inzwischen jedoch wiederum in Zweifel gezogen wird.

David Price verärgert Anglikaner

Mitglieder eines Kirchenchors im englischen Portsmouth haben Traditionalisten der anglikanischen Kirche verärgert: Die jungen Männer posieren auf Bildern eines Kalenders mit entblößtem Oberkörper, berichtete die Zeitung "The Daily Telegraph" am Donnerstag. Der Erlös soll dem Kirchenchorfonds und einer Krebsstiftung zugute kommen. Mit ihrem Kalender wollten sie zeigen, daß die Kirche keineswegs immer so angestaubt und altmodisch sei, wie die meisten Leute glaubten, sagte der Musikdirektor David Price, der für die Monate Februar und Dezember posiert.

Franklin Mint zieht Klage zurück

Im Rechtsstreit mit der Diana-Stiftung hat sich der amerikanische Souvenirhersteller Franklin Mint kurz vor Prozeßauftakt mit der Gegenseite außergerichtlich geeinigt. Mint habe seine millionenschwere Klage zurückgezogen, erklärte die Stiftung am Mittwoch in Los Angeles. Im Gegenzug verpflichtete sich der Fonds, die entsprechenden 25 Millionen Dollar unter anderem für Aidsprojekte zu spenden. Mint hatte bereits 2000 vor Gericht gegen den Fonds gewonnen, der ihm die Herstellung von Souvenirs von Prinzessin Diana untersagen wollte. Die 1997 gegründete Stiftung hatte 7,4 Millionen Dollar in den Rechtsstreit gesteckt und war deswegen zwischenzeitlich in finanziellen Schwierigkeiten.

Racid Bara bekommt ein Dreirad

Es ist nicht leicht, groß zu sein: Rachid Bara, 2,35 Meter lang, bekam deshalb vom algerischen Solidaritätsminister Djamel Ould Abbes ein spezielles Dreirad, wie die algerische Tageszeitung "El Moudjahid" am Donnerstag berichtete. Zudem versprachen die Behörden dem zurückgezogen lebenden Algerier, ihm Kleidung in seiner Größe zu beschaffen. Bara ist etwa 30 Jahre alt und lebt in einem Zeltdorf rund 80 Kilometer südlich von Algier. Ebenfalls in Algerien lebt der wohl größte Mann der Welt: Der 29 Jahre alte Mounir Fourar mißt 2,44 Meter und hat Schuhgröße 64.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP, mk. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2004, Nr. 265 / Seite 8
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