29.07.2006 · Paul McCartneys erste Gitarre ist am Freitag für fast eine halbe Million Euro versteigert worden. Am selben Tag reichte der 64jährige die Scheidung von seiner 25 Jahre jüngeren zweiten Frau Heather ein. Sie könnte rund 300 Millionen Euro kosten.
Die Gitarre, auf der Ex-Beatle Paul McCartney mit 15 Jahren seine ersten Akkorde lernte, ist für fast eine halbe Million Euro versteigert worden. Ein amerikanischer Beatles-Fan zahlte dafür am Freitagabend in London 330.000 Pfund (rund 481.000 Euro).
Am gleichen Tag hat McCartney die Scheidung von seiner Frau Heather eingereicht. Nach britischen Zeitungsberichten vom Samstag wirft der 64jährige seiner 25 Jahre jüngeren Frau Streitsucht und „unvernünftiges Verhalten“ vor.
300 Millionen Euro für Heather
Bei der Scheidung geht es um das Vermögen des Musikers, das auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt wird, sowie das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Beatrice (2). McCartney und das Ex-Fotomodell sind seit Juni 2002 verheiratet. Die Boulevardzeitung „Daily Mirror“ zitierte einen Freund McCartneys mit den Worten: „Paul will das Ganze so schnell und sauber wie möglich hinter sich bringen. Er will einen klaren Schnitt.“
Der Ex-Beatle hat rund zweieinhalb Monate nach der offiziellen Trennung die prominente Anwältin Fiona Shackleton für das Verfahren angeheuert, die bereits Prinz Charles bei seiner Scheidung von Prinzessin Diana vertrat. McCartney und seine zweite Frau haben keinen Ehevertrag. Nach Presseberichten könnte Heather Mills-McCartney eine Summe von fast 300 Millionen Euro erhalten. Vermutet wird jedoch, daß es auf einen zweistelligen Millionenbetrag hinauslaufen wird.
Das Paar hatte sich 1999 auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung kennen gelernt, ein Jahr nach dem Krebstod von McCartneys erster Frau Linda, mit der er 29 Jahre lang verheiratet war. 2002 heirateten McCartney und die 25 Jahre jüngere Mills, Tochter Beatrice kam im Oktober 2003 zur Welt.
330.000 Pfund für den Lebensabend
Die am Freitag versteigerte Akustikgitarre der Marke Rex gehörte bislang dem Engländer Ian James (64), der in den 50er Jahren mit dem gleichaltrigen McCartney in Liverpool zur Schule ging. Mit dem eingenommenen Geld will der Rentner seinen Lebensabend finanzieren. Gekauft wurde die Gitarre von dem US-Sammler Craig Jackson aus Florida. „Ich bin ein extrem glücklicher Mann heute Abend“, sagte der Amerikaner nach der Versteigerung in den legendären Abbey Road Studios.
„Das ist ein Stück Musikgeschichte. Ohne diese Gitarre hätten die Beatles vielleicht nie existiert.“ Die Echtheit des Instruments wurde von McCartney in einem kurzen Brief bestätigt. Jackson, der auch teure Autos sammelt, zahlte für die Akustik-Rex drei Mal so viel wie erwartet. Eigentlich hatte der bisherige Besitzer nur auf Einnahmen von etwa 150.000 Euro gehofft.
Mit der Gitarre wurde tatsächlich ein wenig Musikgeschichte geschrieben: McCartney benutzte sie auch im Juli 1957, als er beim Fest einer Pfarrgemeinde in Liverpool erstmals dem ein Jahr älteren John Lennon vorspielte. Drei Monate später standen die beiden zum ersten Mal in der Band The Quarrymen gemeinsam auf der Bühne. 1960 traten Lennon und McCartney dann erstmals als Beatles auf, um später zusammen mit George Harrison und Ringo Starr weltberühmt zu werden.
Beneidenswert
B. Keim (bkeim)
- 29.07.2006, 18:55 Uhr