http://www.faz.net/-gum-8xtem

Papst zum Treffen mit Trump : „Es gibt immer Türen, die nicht zu sind“

  • Aktualisiert am

Papst Franziskus spricht an Bord eines Flugzeugs mit Journalisten. Bild: dpa

Migration, Frieden und politisches Kalkül: Am 24. Mai trifft Papst Franziskus auf Donald Trump. In einem Interview verrät das höchste katholische Amt, wie er dem mächtigsten Mann Nordamerikas gegenübertreten wird.

          Vor seinem Treffen mit dem amerikanischen Präsident Donald Trump spricht sich Papst Franziskus für Offenheit aus. „Es gibt immer Türen, die nicht ganz zu sind“, sagte er am Samstag bei seinem Rückflug aus Portugal vor Journalisten. Man müsse stets über Gemeinsamkeiten sprechen und „Schritt für Schritt vorangehen“. Frieden sei „eine Handwerkskunst“, so der Papst. Trump wird für 24. Mai zu einem Besuch im Vatikan erwartet.

          „Er wird sagen, was er denkt, und ich werde sagen, was ich denke“, sagte Franziskus mit Blick auf sein Gespräch mit Trump. Seine eigene Sichtweise zu Migranten sei wohlbekannt. Zu mutmaßlichen Gegensätzen mit Trumps Auffassung sagte er, er bilde sich „nie ein Urteil über eine Person, ohne sie anzuhören“.

          Auf die Frage, ob er erwarte, dass Trump seine Positionen nach dem Treffen abmildere, antwortete der Papst, dies sei politisches Kalkül, das er sich selbst nicht gestatte. Scherzhaft fügte er hinzu, auch auf dem Feld der Religion betreibe er „keinen Proselytismus“. Die Abwerbung von Gläubigen anderer Religionen hat Franziskus wiederholt abgelehnt.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Wortkrieg zwischen Kim Jong-un und Donald Trump Video-Seite öffnen

          Nordkorea : Wortkrieg zwischen Kim Jong-un und Donald Trump

          Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm dreht sich die Eskalationsspirale immer schneller. Nach seiner Drohung vor der UN-Vollversammlung, Nordkorea notfalls „völlig zu zerstören", legt Donald Trump jetzt mit neuen Sanktionen nach. Pjöngjang deutet daraufhin die Möglichkeit eines Wasserstoffbomben-Tests über dem Pazifik an.

          Topmeldungen

          FAZ.NET exklusiv : Ein Stich in den Rücken

          Alexander Gauland, Spitzenkandidat der AfD, beschwert sich im FAZ.NET-Interview über mangelnde Hilfe der Parteivorsitzenden Petry im Wahlkampf. Seine missverständlichen Äußerungen über Israel klärt er auf.

          Die Wahl im Liveblog : SPD-Vize: Scheitert Jamaika, ist das Merkels Problem

          Petry verkündet „konservativen Neuanfang“ +++ Poggenburg fordert AfD-Chefin zum Austritt auf +++ Beifall und Blumen für Merkel +++ Linken-Chef: Wir sind der härteste AfD-Gegner +++ Aktuelle Entwicklungen im FAZ.NET-Liveblog.

          Nach historischem Wahldebakel : Drei Fragen an die SPD

          Nach ihrem historischen Wahldesaster steht die SPD vor einem Neuanfang. Als Parteichef ist der gescheiterte Kanzlerkandidat Martin Schulz nur scheinbar unantastbar. Und auch zwei weitere Probleme kommen auf die SPD zu.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.