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Otto Waalkes „Was ich mache, braucht kein Mensch“

 ·  Otto Waalkes präsentiert seit vierzig Jahren Nonsens - doch Spaß macht es vielen: Im Interview spricht er über seine notorische Gefallsucht, seine Untauglichkeit als Ehemann - und die ewige Frage, wann er aufhört.

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Matthias Jehn

Nicht allzu erwachsen sein

Ich habe Otto schon immer klasse gefunden und kann mich köstlich über seinen albernen Humor amüsieren. Mit Mario Barth und sein ewiges "Frauen- und Männerthema" kann ich wiederum wenig anfangen. Gernerell finde ich es wichtig, dass man sein Leben lang ein Stück weit Kind bleibt und nicht verlernt, sich "kindisch" freuen zu können. Wenn es - wie bei Otto - nicht bösartig auf Kosten anderer geht, ist dies umso schöner.

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thomas ackermann

Bullshit

Sorry, aber das Deutsche Comedy-Gemurkse ist grauenhaft. Ottos Witze sind dümmlich, kein Wunder, wenn er auch noch ausgerechnet Mario Barth als Beispiel dafür anführt, dass die Deutschen nicht humorlos seien. Wenn die beiden auf Ihre Tätigkeit als Belustiger verzichten würden, wäre nichts verloren.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.07.2012 17:10 Uhr
David Winter

Vielleicht reicht es demnächst doch

98 % von dem, was man in Deutschland Humor nennt, ist grauenhaftestes Elend, ja. all diese Krachkasper, die mit erbärmlichem Timing zotige Witzchen aufsagen, die jemand ihnen gegen Geld hingeschrieben hat.

Hier gönne ich mir Nostalgie: Früher war es besser. Wahrscheinlich auch, weil dieses Land anders war, weil nicht allen alles egal war, weil es verbindliche Regeln für absolut alles gab, Muff, Verkniffenheit, gebückten Gang...

Die anarchische Kraft, die ein Loriot (und ja, auch der mit Gernhardts Witz turbogetriebene Otto) damals entfaltete, kann man sich heute kaum noch vorstellen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich da als Zehnjähriger vor der Kiste saß und mitbekam, wie es unter dem lauten Lachen der Älteren nervös vibrierte. Da spielte jemand mit Streichhölzern.

Aber vierzig Jahre lang den anarchischen Kasper geben, während draußen eine Art Eloy-Gesellschaft entsteht, die ewig jung und ahnungslos bleiben will, weil die Wirklich so schmerzhaft ist? Vielleicht reicht es.

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Armin Geißler
Armin Geißler (navras) - 08.07.2012 12:21 Uhr

einspruch

otto waalkes ist - ob man ihn lustig findet oder nicht - eine instanz in der dt. unterhaltungsbranche. ich bin mit ihm groß geworden, kinder werden mit ihm noch heute große. klar macht er klamauk, ähnlich wie helge schneide. naund? er bringt noch immer menschen zum lachen, schmunzeln, sorgen vergessen. es wäre schade, wenn das verloren ginge.

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