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Nacktbilder von Johansson und Aguilera Zehn Jahre Haft für Hacker von Promi-Rechnern

 ·  Er las ihre Mails und veröffentlichte intimste Fotos: Ein Mann, der die Computer von Stars wie Scarlett Johansson oder Christina Aguilera geknackt hat, ist zu einer empfindlichen Haftstrafe verurteilt worden.

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© reuters Vergrößern Prominenten-Hacker muss zehn Jahre ins Gefängnis

Weil er die Computer und E-Mails von Hollywoodstars ausgespäht und intime Bilder ins Internet gestellt hatte, ist ein Hacker in den Vereinigten Staaten zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Los Angeles ordnete für den 36 Jahre alten Christopher Chaney am Montag zudem die Zahlung von 76. 000 Dollar (knapp 58.000 Euro) Strafe an. Chaney hatte sich schuldig bekannt, in die Computer von mehr als 50 Stars eingedrungen zu sein.

Zu den Opfern des Mannes gehörten Schauspielerinnen wie Scarlett Johansson und Mila Kunis sowie Pop-Star Christina Aguilera. Durch die Hackerangriffe auf Computer und Smartphones der Promis waren unter anderem Nacktfotos von Johansson im Internet aufgetaucht. Von Aguilera erschienen ebenfalls gewagte Bilder im Netz, Fotos der Schauspielerin Kunis zeigten sie in der Badewanne.

„Unglaubliche Missachtung“

Der Angeklagte habe seinen Opfern mit dem Eindringen in deren Privatsphäre eine „unglaubliche Missachtung“ entgegengebracht, führte Richter S. James Otero aus. Der 36 Jahre alte Angeklagte habe Zugang zu sämtlichen E-Mails seiner Opfer sowie zu deren „persönlichsten Informationen“ gehabt, sagte Staatsanwalt Andre Birotte Jr. Er sei dafür verantwortlich, dass dutzende Privatfotos ins Internet gelangten, wo jeder sie sehen konnte. Der Fall sei eine Mahnung an alle Internet-Nutzer, ihre Identität und persönlichen Informationen im Netz zu schützen.

Der Hacker war der amerikanischen Bundespolizei im Oktober vergangenen Jahres nach elfmonatigen Ermittlungen in seinem Wohnort Jacksonville in Florida ins Netz gegangen. Laut Ermittlungen des FBI nutzte er öffentlich zugängliche Informationen über Stars wie Geburtsdaten, um Hinweise zu ihrem möglichen Password zu bekommen. Dann drang er in deren E-Mail-Account ein und änderte die Einstellungen so, dass sämtliche eingehenden Nachrichten an eine andere E-Mail-Adresse umgeleitet wurden, auf die er Zugriff hatte.

Für viele seiner Opfer sei Chaneys Vorgehen „das gleiche, wie wenn ein Dieb nachts in ihre Wohnungen eingebrochen wäre“, sagte Bill Lewis vom FBI-Büro Los Angeles.

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18.12.2012, 12:11 Uhr

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