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Paraguay : Mutmaßlich transsexuelle Puppe löst Aufschrei aus

  • Aktualisiert am

Die Aktivistin Dannia Rios hat eine Puppe im Arm - und kann es nicht fassen: Was kommt denn da zum Vorschein? Bild: AP

Eine Puppe mit rosa oder orangenen Kleidern und Schleife im Haar sorgt in Paraguay für Aufregung. Der Verkäufer musste seinen Laden bereits schließen, sämtliche Puppen wurde konfisziert. Grund ist der kleine Unterschied.

          Eine als transsexuell interpretierte Puppe hat einen Spielzeughändler in Paraguay in arge Schwierigkeiten gebracht. Die beanstandeten Puppen wurden beschlagnahmt und das Spielzeuggeschäft Lion in Ciudad del Este geschlossen. Der Anwalt Carlos Benítez sagte am Mittwoch (Ortszeit) im Namen des Geschäfts, niemand sei gezwungen worden, die rosa gekleideten und mit einem kleinen Penis ausgestatteten Puppen zu kaufen. „Die Kunden haben die Freiheit auszuwählen und zu kaufen.“

          Der Spielwarenladen sei überdies „kein Erziehungszentrum“, sagte Benítez, der von zahlreichen Medienvertretern belagert wurde. Zur Herkunft der Puppen sagte er, sie seien in Kisten aus China gekommen. Wie viele geliefert worden seien, wisse er nicht.

          Die Bürgermeisterin von Ciudad del Este, Sandra Zacarías, hatte Anstoß an der Puppe genommen und ihren Verkauf unterbunden. „Solange ich Bürgermeisterin bin, werden solche Artikel nicht verkauft“, sagte sie. Ihre Stadt sei „pro Familie“. Der Anwalt der Stadtverwaltung, Cristian Cabral, sagte, die Beschlagnahme der Puppen und die Schließung des Geschäfts seien nach Beschwerden „empörter Bürger“ veranlasst worden.

          So habe jemand berichtet, dass er die Puppe als Weihnachtsgeschenk für seine Tochter gekauft habe. Wegen der rosafarbenen Kleider und der Schleife um den Kopf der Puppe habe er angenommen, dass die Puppe ein Mädchen darstellen solle. Zuhause habe er dann aber festgestellt, dass die Puppe einen kleinen Penis habe. Cabral führte aus, die Stadtverwaltung habe eingegriffen, um „die Werte der Familie zu schützen und die Rechte der Kinder, die negativ beeinflusst werden könnten“.

          Quelle: rad./AFP

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